“Sein und Wesen – Der unbekannte A.R. Penck” Ausstellung in der Städtischen Galerie Dresden

paenckZahlreiche Werke des Künstlers A.R. Penck – zweifellos einer der großen deutschen Künstler der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts – sind an den Ort ihrer Entstehung zurückgekehrt! Die Städtische Galerie Dresden zeigt noch bis zum 29. Juni 2008 einen eindrucksvollen Querschnitt durch die neu erworbene Sammlung von Jürgen Schweinebraden, einem Jugendfreund des Künstlers und Penck-Sammler erster Stunde.

Malerei, Grafik und Plastik, aber auch Buchkunst – dank digitaler Fotografie sogar blätterbar – sind in der Ausstellung vertreten und erlauben einen dichten Überblick über das Schaffen A.R. Pencks bis zu seiner Ausreise aus der DDR im Jahr 1980.

Pencks Standart-Figuren sind legendär. (Wer sie noch nicht kennt, der setze sich bitte in die Straßenbahn Linie 11 bis zur Haltestelle „Kongresszentrum“ und lege seinen Kopf in den Nacken…). Die Arbeiten aus dieser Werkgruppe wurden schnell populär und trugen Penck den Beinamen des „Strichmännchen-Malers“ ein. Das markige Schlagwort lässt jedoch einen Großteil von Pencks Schaffen außen vor. Die schöpferische Auseinandersetzung mit der Kunst Rembrandts spiegelt sich in pastos gearbeiteten, erdigen Gemälden. Klassiker der Moderne wie Picasso oder Giacometti haben ihre Spuren im Werk von A.R. Penck hinterlassen.

Doch nicht nur der sich die Kunstgeschichte praktisch aneignende Maler steht im Focus der Ausstellung. Zu sehen ist auch der experimentierfreudige, der zerstörerische, der suchende und forschende Künstler, dessen Interesse an Wissenschaftlichkeit und Information einen Dreh- und Angelpunkt seiner künstlerischen Arbeit bildet.

Der Name der Ausstellung ist Programm, denn bei einem so vielschichtigen Œuvre, wie dem von A.R. Penck, lassen sich bei jeder neuen unvoreingenommenen Betrachtung bisher unbekannte Facetten und Verknüpfungen entdecken.

Fazit: Hingehen – Anschauen – Bekanntschaft machen!

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Datum: Donnerstag, 24. April 2008 22:21
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