Beiträge vom Juli, 2009

„Mit dem Fahrrad zur Milchstraße – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Hoffmann“ – Ein Einblick.

Samstag, 25. Juli 2009 17:21

milchstraße

Three, two, one! Lift off! – Und los geht’s zur Milchstraße, vorbei an mit Pfeilen schießenden Amazonen, futuristischen Wandbehängen aus Carbon und Edelstahl, entlang hunderter Nägel, mitten durch optische Täuschungen und tanzende nackte Rentner, weiter zu einer jungen Frau, die Wasser schlürft auf dessen Oberfläche sich ihr Antlitz spiegelt, kurzer Stopp zum Tastendrücken und Bilderbewegen, über die Sternenstaubwolke zurück zur Erde. – Wahnsinn!

Wer sich jetzt leicht verwundert fragt was der Autor dieses Artikels eigentlich sagen will, fragt zu Recht. Dieser, nahezu dadaistisch wirkende, Schachtelsatz versucht die ersten Reaktionen des Autors auf die soeben besuchte Ausstellung “Mit dem Fahrrad zur Milchstraße – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Hoffmann” im Dresdner Lipsiusbau zu beschreiben. Seit dem 20. Juni 2009 kann diese, im wahrsten Sinne des Wortes, bunte Mischung aus Malerei, dynamischen sowie interaktiven Installationen, Videokunst, Fotografie, Skulptur und Modellen besucht und bewundert werden. Eine illustre Schau, deren Bandbreite zahlreiche künstlerische Gattungen umspannt. Ähnlich facettenreich sind die verschiedenen Stile und Künstler, die in den vergangenen 40 Jahren zusammengetragen wurden und nun den Besuchern gegenüberstehen. Unter den ausgewählten Stücken zahlreicher nationaler und internationaler Künstler finden sich Werke von Größen wie Frank Stella, Andy Warhol und Matthew Ritchie, die die Originalität der in Berlin beheimateten Sammlung des Ehepaars Erika und Rolf Hoffmann unterstreichen und auszeichnen. Eine weitere Besonderheit ist die Konzeption der Ausstellung, die eigens von der Sammlerin Erika Hoffmann-Koenige, welche die Sammlung seit 2001 alleine fortführt, entwickelt wurde. So bekommt man einen intimen Einblick in die Beziehung der Besitzerin zu ihrer Kunst. Ergänzt durch die Möglichkeit mittels Fußpedalen manches Werk in Bewegung zu versetzen bleibt der Besucher nicht hinter der Wand des Betrachtens stehen, sondern kann sich als Teil des Werks fühlen. All dies bildet nur einen ersten Eindruck der Ausstellung; jedoch sollte dieser ausreichen, um für eine Reise durch die Milchstraße und zurück zu begeistern. Also, in den Sattel und losgeradelt!

Mit dem Fahrrad zur Milchstraße – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Hoffmann

20. Juni bis 20. September 2009

Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse, Georg-Treu-Platz 2

www.skd-dresden.de

www.sammlung-hoffmann.de

Titelbild: Richard Phillips, Origins of the Milky Way, 1998/ Öl auf Leinwand. | Andreas Gosch, Lipsius Drillinge, 2009/ Fotografie.

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artefakt ist jetzt ein E-Journal

Mittwoch, 22. Juli 2009 9:08

Artefakt - Studentische Zeitschrift für Kunstgeschichte

Heidelberg (21.07.2009): Kläglich wurde kürzlich der „Heidelberger Appell“ genannt und für das mangelnde Interesse an Innovation gescholten. Für den Einen ist der „Heidelberger Appell“ das Kultur-Wort des Jahres 2009, für den Anderen mehr als eine Goldene Himbeere wert, für uns Heidelberger-Studenten von artefakt ein Grund, in den wissenschaftlichen Kinderschuhen Innovationsfähigkeit zu proben.

artefakt – studentische Zeitschrift für Kunstgeschichte und Kunst hat sich von ihrem Periodikum und einer Printpublikation verabschiedet und setzt auf ein frei zugängliches E(lektronisches)-Journal. Um gleich noch ein Fremdwort hinterher zu schieben: ein Open Peer Reviewed Journal. artefakt verlegt die wissenschaftliche Diskussion unter den Studenten der Kunstgeschichte und angrenzender Disziplinen ins Internet und macht damit den direkten, themenspezifischen Dialog möglich. Ein internationales Online-Kolloquium also, das man jederzeit besuchen, an dem man sich jederzeit beteiligen oder dem man einfach nur still beiwohnen kann. Jeder wissenschaftliche Aufsatz und jeder studentische Beitrag kann kommentiert werden, denn die Texte sind jetzt einzeln abrufbar. Einmal im Monat stellt artefakt neue Beiträge zur Diskussion.

Den Auftakt macht artefakt mit der Serie „Dissertation in progress“. Ist die Magisterarbeit (oder auch Masterarbeit) geschrieben, steht schon die nächste wissenschaftliche Qualifikationsarbeit an. Wie an ein Thema findet, Struktur in die Arbeit und den Schreiballtag bringt und neben der Dissertation noch ein Buch veröffentlicht, erzählt die diesjährige Deubner-Preisträgerin Stephanie Marchal. Den Überblick kann man bei den angesammelten Mengen von Literatur leicht verlieren. Mit welchen Literaturverwaltungsprogrammen man das Problem in den Griff bekommen kann, hat artefakt getestet. Ist die Dissertation geschrieben, steht man heute vor der Frage: Buch oder Internet? Im Gespräch mit Fachleuten werden die Vor- und Nachteile der Print- und Onlinepublikation beleuchtet. Da es gegen Ende nochmal teuer werden kann, wenn die Rechtslage die Bildrechte betreffend nicht ausreichend geklärt ist, sprach artefakt mit einem Anwalt für Medienrecht, der grundlegenden Fragen beantwortet. Freilich sind noch Fragen offen. Mittels der Kommentarfunktion auf der neuen Seite können die Studenten ihre Fragen stellen und in absehbarer Zeit spricht dann die Redaktion wieder mit dem Medienrechtler und stellt die Fragen der Leser

Für diejenigen unter den Lesern, die nicht promovieren wollen, besucht die Redaktion regelmäßig Kunsthistoriker an ihrem Arbeitsplatz und spricht mit ihnen über den Einstieg in den Beruf und ihren Arbeitsalltag. Den Anfang machen Nadja Eger aus der Marketingabteilung der SCHIRN Kunsthalle in Frankfurt am Main und Andrea Crone aus der Galerie m in Bochum. In allererster Linie gestalten aber die Studenten mit ihren wissenschaftlichen Aufsätzen das artefakt E-Journal. Den Auftakt macht hier Dorothea Kraus (Eichstätt) mit Ihrem Aufsatz „‚Et in Arcadia ego‘. Ferdinand Hodler und Valentine Godé-Darel“. War es Egomanie oder der Wunsch nach Unvergänglichkeit im Angesicht des Todes, der Hodler in der Sterbephase seiner Geliebten Valentine Godé-Darel Blatt um Blatt zeichnen ließ? Wie das Äußere im Zyklus zur Allegorie des Jenseitigen wird und in welchem Bezug dazu Hodlers Landschaften stehen, zeigt Kraus.

Über artefakt:

artefakt – Studentische Zeitschrift für Kunstgeschichte schafft eine Ebene, auf der studentische Ansätze in der Erforschung kunstgeschichtlicher Themen bundesweit und international vorgestellt und diskutiert werden können. Dabei wendet sich artefakt an den Ideenreichtum und den wissenschaftlichen Ehrgeiz eines jeden Studenten. Neben den wissenschaftlichen Artikeln, beinhaltet die Zeitschrift Exkurse zu kunsthistorischen Themen und weitere studentische Beiträge.  Die Redaktion ist für Vorschläge offen, und die Mitgestaltung seitens Studenten angrenzender Disziplinen ist unbedingt erwünscht. Weniger Fakten als vielmehr Fragestellungen und neue kreative Ansätze, die der Kunstgeschichte von heute vielleicht eine neue Richtung weisen könnten, stehen im Mittelpunkt.

Artikelaufruf 2009

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Sabine Koßmann und Caroline Marié:

E-MAIL: presse@artefakt-sz.net

INTERNET: www.artefakt-sz.net

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Dresden Gallery goes GAMES CONVENTION ONLINE

Montag, 20. Juli 2009 10:42

Dresdner_EngelchenDas zweite Leben der berühmten Dresdner Engel.

Auf der GAMES CONVENTION ONLINE vom 31. Juli bis 2. August 2009 in Leipzig fällt der Startschuss für einen internationalen „Engelchen-Wettbewerb“ im Second Life Auftritt der Gemäldegalerie Alte Meister Dresden!

Das Motiv ist fast 500 Jahre alt, aber weltweit bekannt wie kaum ein anderes Werk der Kunst: Die beiden berühmten lümmelnden Engelchen auf  Raffaels Gemälde „Die Sixtinische Madonna“ aus den Jahren 1512/13. Das Werk ist heute das bekannteste Bild der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Jeder kennt diese Putti, sie sind Sympathie- und Werbeträger weltweit und haben längst ein Eigenleben entwickelt.

Die Engelchen sind überall gegenwärtig, und zwar genauso global wie die Community der online-Welt „Second Life“. Jetzt werden ihre besten Auftritte gesucht. Ob selber kreiert oder als kurioses Beispiel gefunden: Die schönsten, schrägsten oder hintergründigsten Darstellungen von Raffaels Engelchen sind gefragt, seien sie nun Produkte der realen oder der virtuellen Welt. Auf der GAMES CONVENTION ONLINE in Leipzig, der weltweit ersten Messe für Internet- und Handy-Spiele, fällt am 31. Juli 2009 der Startschuss für dieses neue Community-Projekt von „Dresden Gallery“.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sind international die ersten, die ein komplettes Museum originalgetreu in Second Life umgesetzt haben: Die Gemäldegalerie Alte Meister steht eins zu eins in Second Life, alle 56 Säle und Kabinette sind rund um die Uhr geöffnet, alle 750 Kunstwerke ausgestellt. Es gibt nicht nur einen Audioguide und Ausstellungs-Shop wie im Semperbau am Zwinger, sondern jüngst wurde eigens auch eine virtuelle Community gegründet: „Friends of Dresden Gallery“.

Diese Community ruft jetzt unter dem Titel „Uncover the second life of the Dresden Cherubs – Assemble the best for an exhibition” auf, weltweit Beispiele der Engelchen zu sammeln oder auch selbst neue Kunstwerke, beziehungsweise Produkte mit ihnen zu entwerfen und auf der Homepage „Friends of Dresden Gallery“ unter www.dresdengallery.ning.com einzustellen (bis 31. Oktober 2009). Wer möchte, kann auch eine Geschichte zu seinen Engelchen schreiben, wo und wie man sie gefunden hat oder welche Idee dem eigenen, neuen Design zugrunde liegt.

Die originellsten Exponate werden von einer Jury aus Kunsthistorikern und Werbefachleuten  ausgewählt und in einer virtuellen Sonderausstellung präsentiert: „The curious life of the Dresden Cherubs“. Sie eröffnet am 1. Dezember 2009 in „Dresden Gallery“. Wenn die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Jahr 2012 den 500. Geburtstag von Raffaels „Sixtinischer Madonna“ feiern, werden herausragende Beispiele natürlich auch in der Ausstellung im echten Leben gezeigt.

Die Leipziger Messe bietet am 31. Juli 2009 um 9.20 Uhr (Startpunkt: Congress Center Leipzig, Saal 1) einen Rundgang über die Messe an.

Während dieses Rundgangs stehen für Ihre Fragen am Stand der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Dr. Andreas Henning, Konservator für italienische Malerei der Gemäldegalerie Alte Meister, und das Team der SECOND INTERREST AG zur Verfügung. Zudem können die Messebesucher die „Dresden Gallery“ auf Second Life an bereitstehenden Computerterminals erkunden.


Mehr zur „Dresden Gallery“:

www.dresdengallery.com

www.dresdengallery.ning.com

www.skd.museum

www.gamesconvention.com

Wie funktioniert der Log-In?:

Direkter Link zu „Dresden Gallery“ über www.dresdengallery.com oder über Suchbegriffe in Second Life. Der Basic-Account in Second Life ist kostenlos.

„Dresden Gallery“ powered by SECOND INTEREST AG Virtual Business Solutions.

Die Games Convention Online öffnet am Freitag den 31. Juli für das Publikum ab 12.00 Uhr. Der Vormittag ist den Ausstellern, Fachbesuchern und vor allem den Medien vorbehalten. Der erwähnte Rundgang ist der offizielle Rundgang für Politik und Pressevertreter vor der Öffnung der Messe für das Publikum und steht somit der Öffentlichkeit leider nicht zur Verfügung!

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OSTRALE 2009 – Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste Dresden

Donnerstag, 9. Juli 2009 14:05

OSTRALE2009Ostrale 2009 – Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste Dresden

Die OSTRALE’09 verwandelt das Dresdner Ostragehege nun schon zum dritten Mal in ein einzigartiges Schaufenster des aktuellen Kunstgeschehens. Maler, Video-, Klang-, Licht-, Konzept- und Installationskünstler, Bildhauer, Plastiker – aber auch Musiker, Tänzer, Schauspieler und Autoren: In den maroden Strukturen des ehemaligen Erlwein-Schlachthofes und im Außenbereich werden Werke von ca. 140 Vertretern der Bildenden Kunst präsentiert. Dazu kommt im Rahmen der OSTRALE.xtra eine Vielzahl an Performances, Konzerten, Lesungen und anderem mehr…

Für die OSTRALE’09 stehen acht Gebäude mit insgesamt über 100 Ausstellungsräumen zur Verfügung. Das Gelände vereint rund 20.000 Quadratmeter bespielbarer Fläche in Innenräumen und ein Außenareal von ca. 50.000 Quadratmetern.

NEUES & BEWÄHRTES
Die dritte Ausgabe der  OSTRALE wartet  mit  einer  Reihe an Neuerungen auf.  Auch wenn die Zahl  der teilnehmenden Künstler in diesem Jahr etwas kleiner ist als 2008: Die OSTRALE bleibt eine der größten Ausstellungen zeitgenössischer Künste.  Rund 140 Künstler aus dem  In- und Ausland werden mit einem oder mehreren Werken vertreten sein.

KURATORENTEAM
Erstmals  wurde   die   inhaltliche   Zusammenstellung   teilweise   in   externe  Hände   gelegt   -   die   Jury   als Auswahlgremium bestand diesmal aus der künstlerischen Leiterin der OSTRALE, Andrea Hilger, den zwei Berliner Kuratoren Lukas Feireiss und Dr. Martin Müller sowie dem Dresdner Kuratorenteam Katja Albers und Torsten Birne. Damit hat sich auch das Auswahlverfahren der Teilnehmer geändert: Ganz im Sinne der OSTRALE-Ausrichtung gab es  einerseits  wieder  das  offene  Bewerbungsverfahren,  an welchem sich  in diesem Jahr rund 400 Künstler beteiligt  haben  -  rund 130 mehr als  im vergangenen Jahr.  Aus diesen Bewerbern wurden ca. 70 zur  OSTRALE’09 eingeladen.
Andererseits wurden unabhängig vom Bewerbungsverfahren fast ebenso viele Künstler von den Kuratoren zur Ausstellung eingeladen.

KUNSTSPEKTRUM
Das Portal zur OSTRALE’09 wird der Tempel von Matthias Korntheuer auf  dem Trümmerberg sein – ein Bauwerk,  das ausschließlich aus Europaletten und Holz entsteht.  Es  ist  „den Erbauern“  (des Tempels) gewidmet und gleichzeitig ein Symbol für all die Helfer, die mit ihrem Einsatz eine derartige Ausstellung ermöglichen. In den Ausstellungsräumen  trifft man auf     Installationen,  Malerei,  Fotografie,  Videokunst,  Zeichnungen, Klangkunst   und   Skulpturen,   die   das   breite   Spektrum   der   zeitgenössischen   Kunst   widerspiegeln. Exemplarisch dafür stehen Künstler wie „IntoLight“ – der YourSpaceGenerator von den  jungen Dresdner Interaktions-Designern Marko Ritter und Conrad Schneider (gefördert von der Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden), Ralph Cüpper (F) mit „Someone loves you“, Matias Bechtold (D) mit „City“ und Dadara (David Rozenberg, NL). Die  Malerei   repräsentieren   u.a.  Künstler  wie  Sabine  Geierhos,  Ulrike  Panhorst   und   Tanja  Moosblech (Belgien), David Manley (UK), Any Janssen (NL) und Katja Davar (D). Stellvertretend für die Fotokunst stehen Denis Darzaq (F) und Filip Dujardin (Belgien). Videokunst   ist  unter anderem zu sehen von:  Benjamin Fleig  (NL),  Niklas Goldbach  (D),  Caspar Stracke (USA) oder Hannes Böck (A).Die   raumübergreifende   Installation   „Parascapes“   der  Künstlergruppe   SPARK  (D)   diffundiert   zwischen außen und innen: sie wird sowohl innerhalb als auch außerhalb des Schafstalls zu sehen sein. Exemplarisch für die StreetArt stehen Künstler wie Evol, der mit seinen Werken vom Stadtgebiet bis in die Ausstellung hinein präsent ist, oder der zweiköpfige Wurm von dem Dresdner Jens Besser, in den sich die Brücke über den Flutgraben verwandelt. Weithin sichtbar sein wird großflächige Malerei auf dem Dach des “Schweinedoms”,   geschaffen   von   dem  italienischen  Künstler  BLU.  Er  war   beim  diesjährigen   Filmfest Dresden der Gewinner des Goldenen Reiters in der Kategorie Animationsfilm.

TERMINLICHES
Auch terminlich gibt es Neuigkeiten bei der OSTRALE: Sie startet mit dem Dresdner Stadtfest und dauert im Gegensatz zu 10 Tagen im vergangenen Jahr nun über 3 Wochen – vom 14. August bis zum 6. September. Die Öffnungszeiten passen sich der deutlich längeren Ausstellungsdauer an: Montags wird die Ausstellung geschlossen sein, an den eher ruhigen Tagen Dienstag bis Donnerstag sind die Tore zwischen 11 und 16 Uhr geöffnet. An den Freitagen und Wochenenden gibt es dann extra viel Zeit für Kunst- und sonstige Genüsse: Freitags und samstags öffnet die OSTRALE von 14 bis 22 Uhr, Sonntags von 11 bis 20 Uhr.

UMFANGREICHES VERANSTALTUNGSPROGRAMM
Die   OSTRALE’09   verbindet   ein   klassisches   Ausstellungsformat   mit   einem   gattungsübergreifenden Veranstaltungsprogramm.  Alle performativen Elemente der Ausstellung werden dabei   im Vergleich zum letzten Jahr schärfer gebündelt und zeitlich auf  die Wochenenden konzentriert.  Unter dem neuen Label “OSTRALE.xtra”   findet  man die Darbietungen der Bereiche Performance,  Tanz,  Theater,  Live-Literatur, Film und Musik. Sie werden als solche auch gesondert kommuniziert werden, dazu wird es einen eigenen Programmflyer und eine detaillierte Übersicht auf der Webseite geben.
Ein “Klassiker” aus dem vergangenen Jahr wird wieder neu aufgelegt – die familientauglichen Frühstücks-Salons an den Sonntagen, bei denen entspannt gebruncht und dann zur Kunstbetrachtung übergegangen werden kann.  Neu  im Programm  ist die “Talk”Reihe der DonnerstaGGespräche,  bei  denen von Experten bestimmte Themen im Spannungsfeld von Kunst und Markt erörtert werden. In   Kooperation  mit   dem  Programmkino  Ost  werden   an  mehreren   Tagen   ausgewählte   Filme   gezeigt. Vertreten sind dabei  ganz unterschiedliche Genres: Spielfilm, Dokumentation, Kurz- und Animationsfilm. Damit finden erstmals  Veranstaltungen der OSTRALE auch außerhalb des Ostrageheges statt.

Öffnungszeiten:
Mo.  geschlossen
Di. – Do. 11 – 16 Uhr
Fr. / Sa.  14 – 22 Uhr
So.  11 – 20 Uhr

Eintrittspreise:
ab 5,- EUR

Adresse:
OSTRALE-Zentrum
Messering 8
01067 Dresden

Kontakt:
Mail: post@ostrale-zentrum.de
Tel.: 0351 – 653 37 63
Netz: www.ostrale-zentrum.de

OSTRALE /// Zentrum für zeitgenössische Kunst, Ostragehege Dresden
DIE Dresdner Location für Gegenwartskunst

Neben der jährlichen großen Ausstellung OSTRALE (2009 mit rund 140 Künstlern) gibt es hier mehr und mehr ARTige Aktivitäten übers ganze Jahr verteilt. Die OSTRALE.Salons entwickeln sich zum Treffpunkt der kreativen Szene Dresdens. Sie sind das aktuelle, genreübergreifende Schaufenster des Kunstgeschehens ALLER Sparten – der Bildenden Kunst ebenso wie der Darstellenden Kunst. Ateliers, Werkstätten, Gewerbe- und Präsentationsräume sind am Entstehen. Die Räumlichkeiten sind vielfältig, flexibel und weit verzweigt. Sie bieten alles – vom intimen Separee bis zur großen Halle. (Quelle: www.openpr.de)

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Carl Gustav Carus – Natur und Idee

Freitag, 3. Juli 2009 11:07

Carl Gustav Carus - Natur und IdeeWenn man über Carl Gustav Carus sprechen oder schreiben möchte, wird es einem schwer fallen die Attribute geniereich oder universalgelehrt zu vermeiden. Wie kaum einer seiner Zeitgenossen schaffte es Carus innerhalb seines Schaffens die beiden Stiefschwestern Wissenschaft und Kunst zu vereinen und zu einem Höhepunkt zu führen. Carus, der als Mediziner seit 1814 in Dresden tätig war, beschäftigte sich schon früh mit der Malerei und hinterließ ein beachtliches Œuvre, welches seinen romantischen Blick für die Natur und die Dinge in ihr zeigt.[1] Seit dem 26. Juni 2009 kann dieses in den Räumen der Galerie Alte Meister und denen des Kupferstich-Kabinetts Dresden begutachtet werden. Bereits einen Tag eher hatten Mitglieder der K-DD-Redaktion die Gelegenheit die Ausstellung „Carl Gustav Carus – Natur und Idee“, im Rahmen der feierlichen Eröffnung zu besuchen und einen umfassenden Einblick in das Schaffen des homo universalis Carus zu gewinnen.

Den Besucher erwartet ein gelungener Querschnitt durch die zahlreichen Motive und Perspektiven mit denen Carus dem Betrachter unter anderem zu den Küsten Italiens, Rügens und zu den Pillnitzer Elbhängen führt. Den rund 250 Werken von Carus sind zahlreiche Gemälde anderer zeitgenössischer Maler wie Johann Christian Clausen Dahl und vor allem Casper David Friedrich gegenübergestellt[2]. Eine mit Hintergedanken zusammengestellte Auswahl – denn speziell zu Friedrich bestand eine schöpferische und gegenseitig künstlerisch fruchtbare Freundschaft[3]. So wirkt es kaum verwunderlich, dass zahlreiche Gemälde Carus’ eine gewisse Spur des „friedrichschen“ Werks besitzen. Den Darstellungen des aufbrausenden Meeres, welches wenige Momente später ruhend und friedlich scheint, gebührt eine ebenso besondere Stellung wie den sakralen Architekturdarstellungen und romantischen Szenen, die Mensch und Natur in Einklang zeigen. Auch spiegelt sich in zahlreichen Ausstellungsstücken die Begeisterung Carus’ für Lichtreflexion und Wolkenkonstellationen wider. So ist auf manchem Gemälde der sanfte Schein des Mondes zu finden, der zaghaft die auf die nächtliche Küste zuschwebenden Wolkenberge berührt. Zahlreiche medizinische Exponate und Instrumente sowie die mannigfaltigen anatomischen Studien- und Skizzenblätter, die obligatorisch für das Schaffen Carus’ als Arzt sind, runden die Ausstellung ab. Ein lohnenswerter Programmpunkt für jeden Dresdenbesuch und eine grandiose Möglichkeit das Schaffen eines Mannes zu erfahren, der es in gekonnter Manier verstand Körper und Seele seiner Zeitgenossen zu heilen. Fazit: Mehr als sehenswert!

Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts und der Galerie Neue Meister in Zusammenarbeit mit der Alten Nationalgalerie Berlin.
Residenzschloss Dresden und Semperbau am Zwinger
26. Juni bis 20. September 2009

Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten wurde der Direktor des Kupferstich-Kabinetts, Prof. Dr. Wolfgang Holler gen Weimar verabschiedet. Die K-DD-Redaktion sowie die Kunstgeschichtsstudierenden der TU Dresden danken Herrn Holler für sein Lehrengagement und seine mitreißende Art. Viel Erfolg und Bis bald.

Weitere Informationen: www.skd-dresden.de

[1] Jansen, Elmar: Carl Gustav Carus; Dresden, 1986.

[2] http://www.skd-dresden.de/de/ausstellungen/aktuell/Carus_Natur_und_Idee.html

[3] Howoldt, Jenns E.: Von Caspar David Friedrich zu Carl Gustav Carus : Landschaftsmalerei zwischen ästhetischer Autonomie und wissenschaftlichem Anspruch; 2002. In: Expedition Kunst – Die Entdeckung der Natur von C.D. Friedrich bis Humboldt; Hamburg, 2002, S. 9 – 17.

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“Mit dem Fahrrad zur Milchstraße – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Hoffmann”

Donnerstag, 2. Juli 2009 19:52

Richard Phillips, Origin of the Milky Way. 1998Ausstellung im Lipsiusbau, Georg-Treu-Platz 2

Jour Fixe: Kuratorenführung

29. Juli | Mittwoch | 19 Uhr | Freier Eintritt für JUNGE FREUNDE | Gäste 3 €

Mit dem Fahrrad freihändig den Kosmos erkunden? Auf unbekümmerte Weise allen Regeln zum Trotz die Schwerkraft überwinden? Schon immer interessierten sich Erika und Rolf Hoffmann für die künstlerischen Regelverletzungen und Grenzüberschreitungen, in denen sich in der fruchtbaren Auseinandersetzung mit der Gegenwart immer wieder das Neue und Außergewöhnliche offenbart. Wir sehen unter anderem Werke von Frank Stella, El Lissitzky und Georg Herold und freuen uns auf eine interessante Führung mit Matthias Wagner.

Bild: Richard Phillips: Origin of the Milky Way; 1998, Öl auf Leinwand, 228,6 x 270,5 cm, Courtesy the artist and Galerie Max Hetzler, Berlin.

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