„Mit dem Fahrrad zur Milchstraße – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Hoffmann“ – Ein Einblick.

milchstraße

Three, two, one! Lift off! – Und los geht’s zur Milchstraße, vorbei an mit Pfeilen schießenden Amazonen, futuristischen Wandbehängen aus Carbon und Edelstahl, entlang hunderter Nägel, mitten durch optische Täuschungen und tanzende nackte Rentner, weiter zu einer jungen Frau, die Wasser schlürft auf dessen Oberfläche sich ihr Antlitz spiegelt, kurzer Stopp zum Tastendrücken und Bilderbewegen, über die Sternenstaubwolke zurück zur Erde. – Wahnsinn!

Wer sich jetzt leicht verwundert fragt was der Autor dieses Artikels eigentlich sagen will, fragt zu Recht. Dieser, nahezu dadaistisch wirkende, Schachtelsatz versucht die ersten Reaktionen des Autors auf die soeben besuchte Ausstellung “Mit dem Fahrrad zur Milchstraße – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Hoffmann” im Dresdner Lipsiusbau zu beschreiben. Seit dem 20. Juni 2009 kann diese, im wahrsten Sinne des Wortes, bunte Mischung aus Malerei, dynamischen sowie interaktiven Installationen, Videokunst, Fotografie, Skulptur und Modellen besucht und bewundert werden. Eine illustre Schau, deren Bandbreite zahlreiche künstlerische Gattungen umspannt. Ähnlich facettenreich sind die verschiedenen Stile und Künstler, die in den vergangenen 40 Jahren zusammengetragen wurden und nun den Besuchern gegenüberstehen. Unter den ausgewählten Stücken zahlreicher nationaler und internationaler Künstler finden sich Werke von Größen wie Frank Stella, Andy Warhol und Matthew Ritchie, die die Originalität der in Berlin beheimateten Sammlung des Ehepaars Erika und Rolf Hoffmann unterstreichen und auszeichnen. Eine weitere Besonderheit ist die Konzeption der Ausstellung, die eigens von der Sammlerin Erika Hoffmann-Koenige, welche die Sammlung seit 2001 alleine fortführt, entwickelt wurde. So bekommt man einen intimen Einblick in die Beziehung der Besitzerin zu ihrer Kunst. Ergänzt durch die Möglichkeit mittels Fußpedalen manches Werk in Bewegung zu versetzen bleibt der Besucher nicht hinter der Wand des Betrachtens stehen, sondern kann sich als Teil des Werks fühlen. All dies bildet nur einen ersten Eindruck der Ausstellung; jedoch sollte dieser ausreichen, um für eine Reise durch die Milchstraße und zurück zu begeistern. Also, in den Sattel und losgeradelt!

Mit dem Fahrrad zur Milchstraße – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Hoffmann

20. Juni bis 20. September 2009

Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse, Georg-Treu-Platz 2

www.skd-dresden.de

www.sammlung-hoffmann.de

Titelbild: Richard Phillips, Origins of the Milky Way, 1998/ Öl auf Leinwand. | Andreas Gosch, Lipsius Drillinge, 2009/ Fotografie.

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Datum: Samstag, 25. Juli 2009 17:21
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