OSTRALE.xtra /// das Veranstaltungsprogramm der OSTRALE’09 Programm September

(Außer kin.OSTRALE alle Veranstaltungen im OSTRALE-Zentrum, Ostragehege, Messering 8 )

MITTWOCH, 02. September 2009

Kin.Ostrale

Wann?: 20 Uhr | Wo?: Programmkino Ost

Rong Xiang 8:34

von Caspar Stracke (D/USA)

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Einmal Hunne immer Hunne 51:00

Von Jozsef Szolnoki (HUN)

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Muto 7:30

von BLU (IT)

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RAUCHZEICHEN 35:00

Von Lothar Sprenger und Reinhard Sandner (D)

(Detailliertes Programm kin.OSTRALE am Ende)

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FREITAG, 04. September 2009

Tonlast

Arend Zwicker

Wann?: 16 Uhr, 18 Uhr, 20 Uhr | Wo?: Open Air

Konzert

TONLAST ist ein Projekt alternativer Musiker in einem eigenen, autonomen Multimedia-Truck.

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Nebel-Leben

Marcel Lehmann

Physical-Dance-Theater

Wann?: 20 Uhr | Wo:? VA1

Tanz

emotional und physisch anstrengendes Tanztheater, unerwartet roh, leidenschaftlich und auch humorvoll. Komponisten und Schriftsteller runden die Choreographien ab.

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Der Warst

Simon Schäfer

Wann?: ab 20 Uhr| Wo?: Lauftheater

Audio-Visuelle-Performance

Der Umbau von musikalischen Verwendungen modifizierten elektronischen Instrumenten, Effektgeräten und Kinderspiel-zeugen ermöglicht weitreichende, semi-chaotische Eingriffe in erzeugte Signale und  bietet ein breites Spektrum an musikalischer Verwendung.

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Stillleben Herr mit Kätzchen

Martin Sommer

Wann?: 21 Uhr | Wo?: Open Air

Theater

Ein Poet zurückgezogen in seine Bücherwelten auf der Suche nach dem kreativen Prozeß, sucht, erzählt, spricht, philosophiert mit sich mit dir?? Tanzt zwischen Bühne und Publikum, solistische Glanzleistung.

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du haszt basz ?

ARTISAR

Von Detlef Schweiger und Eric Heyde

Wann?: 22 Uhr | Wo?: Performanceraum

Konzert

Bass Borderline SynDrones

ARTISAR zelebrieren die ambivalente Wirkung und Wahrnehmung tieffrequenter

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Tarentatec

Band Konzert

Wann?: 23 Uhr | Wo?: Open Air

T R A N S P A R E N T  E M O T I O N A L O R G A N I C  N O I S E  M I N U S  R O C K

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Ave Bach

Michael Petermann

Wann?: 20 Uhr, 22 Uhr, 24 Uhr | Wo?: Lüftungsraum

Konzertinstallation

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ZEBRA Award Siegerfilme

Wann?: 20 – 24 Uhr | Wo?: Zebraraum

Gedichtverfilmung

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tanzbar

Wann?: ab 23 Uhr | Wo?: Foyer

DJ Spunky & DJ Tiny

House/ Disco

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SAMSTAG, 05.September 2009

Der Warst

Simon Schäfer

Wann?: ab 14 Uhr| Wo?: Lauftheater

Audio-Visuelle Performance

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Schlaglicht

Iris Sputh & Michael Vorfeld

Wann?: 20 Uhr | Wo?: VA1

Licht-Klang-Performance

Geheimnisvoll wird ein Spalt geöffnet zum Laboratorium: Im Farbrausch der Lichter werden Schlaglichter an Wände geworfen.

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Ave Bach

Michael Petermann

Wann?: 20 Uhr, 22 Uhr, 24 Uhr | Wo?: Lüftungsraum

Konzertinstallation

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ZEBRA Award Siegerfilme

Wann?: 20 – 24 Uhr| Wo?: Zebraraum

Gedichtverfilmung

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DuoDezim

Diethard Krause und

Stefan Jaenicke

Wann?: 21 Uhr | Wo?: Performanceraum

Konzert mit Cello und Gitarre

Zwei Musiker – zehn Saiten. Musik, deren Stil sie als “Kammer-Weltmusik” bezeichnen.

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Nebel-Leben

Marcel Lehmann

Physical-Dance-Theater

Wann?: 22 Uhr | Wo?: VA1

Tanz

emotional und physisch anstrengendes Tanztheater, unerwartet roh, leidenschaftlich und auch humorvoll. Komponisten und Schriftsteller runden die Choreographien ab.

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Gualaceo

Wann?: 23 Uhr | Wo?: Zeppelinraum

Konzert

Faszination im Geiste einer Welt – Musik, die zum Tanzen und Lauschen bedingungslos verführt. Leidenschaft, Rhythmus und Melancholie wirken suggestiv und unmittelbar.

tanzbar

Wann?: ab 24 Uhr

High:Finesse

Fusion Jungle, Drum’n’Bass

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SONNTAG. 06. September

Konzert zum Frühstückssalon

Wann?: 11 Uhr

Wo?: Foyer

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ZEBRA Award Siegerfilme

Wann?: 11 – 20 Uhr

Wo?: Zebraraum

Gedichtverfilmung

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Der Warst

Simon Schäfer

Wann?: ab 12 Uhr

Wo?: Lauftheater

Audio-Visuelle-Performance

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Lapanchina

Rolf Dennemann artscenico

Wann?: 14 Uhr, 16 Uhr, 18 Uhr

Wo?: Open Air

Tanzperformance

Der Genuss des “Rumhängens” kann auch zur süßen Qual werden, von der man sich schwer lossagen kann. Unbemerkt vergeht die Zeit und man sagt sich: ” I hang around for another round”.

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Ave Bach

Michael Petermann

Wann?: 14 Uhr, 16 Uhr, 18 Uhr

Wo?: Lüftungsraum

Konzertinstallation

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Rob Sweere

Performance

Wann?: 16 Uhr

Wo?: Open Air

Silent Sky

Fotoprojekt mit hundert freiwilligen Fotomodels

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Die Rose Jenseits der Straße

Rainer König und Katja Langnäse

Wann?: 18 Uhr

Wo?: VA1

Pantomime-Vorstellung

Ein Märchen unter der Regie von Tom Quaas

Leidenschaft, Rhythmus und Melancholie wirken suggestiv und unmittelbar.

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KIN.ostrale

Mittwoch, 02. September 2009

20 Uhr

Programmkino Ost

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Rong Xiang

Regie: Caspar Stracke

Deutschland 2008 / 08:34 / Sprachfassung: keine Dialoge / Untertitel: en, mandarin

RONG XIANG ist eine Arbeit über Le Corbusiers Kapelle Notre Dame Du Hautin in Ronchamp, Frankreich, und seine originalgetreue Replik in Zhengzhou in der Provinz Henan in Ostchina. Die Ronchamp Replik in Zhengzhou wurde zu einer Legende, war jedoch nur kurzlebig: 1994 errichtet, wurde sie in 2006 nach einem dreijährigen Disput mit der „Fondation Le Corbusier” zerstört.

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Einmal Hunne immer Hunne Dokumentation/ 2009 / 51:00

Regie und Buch: József Szolnoki, in Kooperation mit Katharina Roters
Musik: Franziska Windisch
Animation: Pauline Flory

Eine Produktion der Kunsthochschule für Medien Köln

Was ist das Hunnen-Virus? Wer sind die Hobby-Hunnen, und was wollen sie von uns? Eine skurrile Forschungsreise auf den Spuren von Hunnenkönig Attila, seinen Getreuen und seinen Nachfolgern. Beobachtungen und Begegnungen zwischen Budapester Kultstätten und Kölner Karneval – manchmal aberwitzig, manchmal schaurig, in jedem Fall aber erstaunlich.

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Muto 7:30

Animation und Schnitt von Blu

Music von Andrea Martignoni

Produziert von Mercurio Film

MUTO – eine vieldeutige Animation, gemalt auf öffentlichen Wänden

realisiert in Buenos Aires und Baden

Gewinner “Goldener Reiter” Filmfest Dresden 2009

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RAUCHZEICHEN 35:00

Regie: Lothar Sprenger zusammen mit dem Maler Reinhard Sandner

Darsteller:

Junge – Franz Harprecht | Fee – Anja Epperlein | Arbeiterdenkmal – Holger Fuchs | Musik: Last Delay, Tina Maxim, Sabine Harprecht, Sardh, Wolfgang A. Mozart

Die Filmaufnahmen entstanden in der Zeit von 1994 – 1998 im Lausitzer Braunkohlerevier.

Der Film wurde durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.

“Rauchzeichen” ist eine poetische Filmreise durch eine Landschaft, die noch lebhafte Spuren des Braunkohleabbaus trägt. Es ist auch eine Erkundung von Sinnlichkeit und Würde alter Gemäuer. Gedreht haben ihn zwei bildende Künstler: der Maler Reinhard Sandner und der Fotograf Lothar Sprenger. Ihre gemeinsame Vorliebe für ausgedehnte Spaziergänge um Lauchhammer und ihre Einsichten über die Geschwindigkeit der Wandlungen brachten sie auf die Filmidee. Wortlos und bildgewaltig erzählen Sandner und Sprenger von Menschen, verwehtem Ruß und einer Landschaft, die es so nicht mehr gibt. Der Film entstand zwischen 1994 und 1997. Als er geschnitten wurde, begann man mit den Einebnungen und Sprengungen.”

Quelle: PLUSZ, 46/98 (Kulturbeilage der Sächsischen Zeitung)

Der Film ist Dokument, Zeitzeichen vergangener Tage. Die Landschaft und die Gebäude gibt es so nicht mehr. “Rauchzeichen” ist ein Dokumentarfilm der besonderen Art, ein künstlerischer Akt der Erinnerung an die Lausitzer Braunkohlengebiete, die grausig, schöne Landschaft des Tagebaus.

Zwei Künstler haben den Streifen gedreht, der Maler Reinhard Sander und der Fotograf Lothar Sprenger. Ihnen ist ein verdichteter, poetischer kleiner Film gelungen, der in seiner Bildsprache kein wirkliches Wort benötigt, keine Erklärungen und damit keine direkte Handlung. Kein einfacher Film also, aber ein bezwingender, was die Bilderwelt und damit die Sicht auf die Dinge von den Machern betrifft. …

… Das Ganze hat viel von einem filmischen Gedicht, von einem geschlossenen Kunstwerk, das beim Betrachter Wehmut und Erstaunen gleichermaßen hervorrief. Wehmut, weil die Morbidität der Gebäude in ihrer Einsamkeit fast würdevoll wirkte, ihr Sterben und Verfallen regelrecht berührte. Ein kleiner Junge, als Ritter bewaffnet, ergründet diese geheimnisvolle, unheimliche Welt verlassener Werkhallen und Landschaften. Das ist der einzige Handlungsfaden des Ganzen. Rockige Klänge und meditative Musik begleiten ihn auf dieser Reise, die in kurze Etappen gegliedert ist und solche Namen wie “Stahlsonate, Feuerglut und Korinther 13″ trägt. Manche Filmsequenzen erinnern an Tarkowskis “Stalker”, andere zeigen eine poetische Bilderwelt, eine Abfolge stiller, schöner Zustände, die der kleine Junge ebenso entdeckt wie der Betrachter. Da sind die hohen Fenster einer Fabrikhalle, die sich zum Altar wandeln, und das Licht straht die Magie von Kirchenräumen aus. Überhaupt lebt der Streifen sehr von seinen Licht-Bildern, vom sensiblen Umgang mit Licht und Schatten. Hier ist der Fotograf unverkennbar, und im Bau der Aufnahmen der Maler ebenso. So ist “Rauchzeichen” mehr der Versuch einer neuen Ausdrucksmöglichkeit zweier Künstler, mit ihren Mitteln das Medium Film für sich zu entdecken und zu gestalten, als ein Dokumentarfilm im klassischen Sinne. Sandner und Sprenger ist es gelungen, in einer ganz eigenen und konzentrierten Handschrift Sichtweisen auf Vergangenes zu transportieren mit dem Zauber poetischer Wehmut. …

Quelle: Sabine Aurich-Rogge, Dresdner Neuesten Nachrichten, 21.11.1998.

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Datum: Samstag, 15. August 2009 13:20
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