Beiträge vom November, 2009

Gastvortrag an der TU Dresden: Arcimboldo’s Invertible Heads

Montag, 23. November 2009 21:57

Vertumnus_Rudolf_II_Arcimboldo_GiuseppeThomas DaCosta Kaufmann

Frederick Marquand Professor an der Princeton University, Department of Art and Archaeology

Mittwoch, den 2. Dezember 2009, 18.30 Uhr

Vortragssaal der Sächsischen Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB), Zellescher Weg 18

Among the most intriguing paintings by Giuseppe Arcimboldo (1526-1593) are his invertible heads. These pictures not only work as composite heads constituted out of the objects pertaining to subject represented, as in his series of Elements where Water is made up of sea creatures. They also can be turned upside down, and then read as paintings of still life – a bowl of vegetables, a vase of flowers, for example.

This lecture addresses the double-sided nature of Arcimboldo’s work, and explicates the multiple reasons for the origins of the invertibles. Among other things, it will explain their poetic aspects, and their play upon a hitherto unrecognized classical source. These features allow us to situate the production of these paintings much better in the cultural milieu in which they were made, the courts of the Emperors Maximilian II and Rudolf II.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Bild: Arcimboldo, Giuseppe: Vertumnus – Rudolf II; ca. 1590; Skoklosters Slott; entnommen von: www.prometheus-bildarchiv.de.

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Jour Fixe: Mit Fortuna übers Meer – Sachsen und Dänemark – Ehen und Allianzen im Spiegel der Kunst (1548-1709)

Donnerstag, 12. November 2009 11:23

GaleereKuratorenführung | 25. November | 19 Uhr | Treffpunkt: kleiner Schlosshof im Residenzschloss | freier Eintritt | Gäste 3€

Liebe Junge Freunde,

am 25. November führt uns Claudia Brink durch die Sonderausstellung “Mit Fortuna übers Meer – Sachsen und Dänemark – Ehen und Allianzen im Spiegel der Kunst (1548-1709)“.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Eheschließung zwischen Herzog August, dem späteren Kurfürsten von Sachsen, und der dänischen Prinzessin Anna im Jahr 1548. Diese Ehe begründeten eine starke politische Allianz zwischen Dresden und Kopenhagen – den beiden wichtigsten protestantischen Höfen Europas­. Drei weitere prachtvolle Hochzeiten folgten im Verlauf des 17. Jahrhunderts und festigten die dynastischen Bande zwischen Sachsen und Dänemark.

Vom 24. August 2009 bis zum 04. Januar präsentieren die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Königlichen Sammlungen in Schloss Rosenborg in Kopenhagen nun eine große gemeinsame Ausstellung.

Hochkarätige Kunstwerke aus Renaissance und Barock zeugen noch heute vom prachtvollen Kunstbesitz der sächsisch-dänischen Paare, den reichen Mitgiften der Bräute und den ausgetauschten Geschenken.

Wir freuen uns auf eine interessante Führung und ganz neue Sichtweisen auf die sächsische Kunst.

Michaela Jarosch und die

JUNGEN FREUNDE

Weitere Informationen:

www.freunde-skd.de

www.skd-dresden.de

Thema: Ausstellungen, Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Veranstaltungstipps, Wissenswertes | Kommentare (0) | Autor:

Barock oder Rokoko? Die Genese der Stilbegriffe am Beispiel der Dresdener Architektur des 18. Jahrhunderts

Montag, 2. November 2009 11:36

DD_FK_PinderDer Barock hatte es schwer, sich als Stilbegriff in der Kunstwissenschaft zu etablieren. Zu mächtig waren die klassizistischen Vorbehalte gegen diese Kunst der Überladung und Verwilderung. Was die Eingliederung der deutschen Kunst des 18. Jahrhunderts in ein stilgeschichtliches Ordnungsmodell betrifft, so hatte es der Barock zudem von Anfang an mit einem positiver besetzten Konkurrenzbegriff zu tun: dem Rokoko.

Der Vortrag zeichnet die Genese, Differenzierung und Etablierung der beiden Stilbegriffe in den Debatten der deutschen Kunstgeschichtsschreibung von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu den 1920er Jahren nach. Die Dresdner Architektur des 18. Jahrhunderts spielte in diesem Diskurs immer wieder eine wichtige Rolle, insbesondere die Hauptwerke Zwinger, Hofkirche und Frauenkirche. Seit der Jahrhundertwende kamen zu den stilistischen zunehmend die Kategorien von Volk, Stamm und Kunstlandschaft hinzu. Der Barock wurde zum deutschen Stil schlechthin erklärt, und das Wesen einer spezifisch sächsischen Kunst konstruiert.

Publikationen zum Thema:

  • Nikolaus Pevsner und der Leipziger Barock, in: Sächsische Heimatblätter, 49, 2003, H. 2, S. 164-174
  • The Formation of Pevsner´s Art History. Nikolaus Pevsner in Germany 1902-1935, in: Peter Draper (Hg.): Reassessing Nikolaus Pevsner, Aldershot 2004, S. 29-55
  • Heinrich Wölfflins Prolegomena zu einer Psychologie der Architektur (1886), in: Kunstgeschichte-ejournal. Texte zur Diskussion, 2009-48 (urn:nbn:de:0009-23-20781)
  • Kunstlandschaft und Kunstgeschichte. Methodische Probleme und neuere Perspektiven, in: Harald Müller/Heidrun Kecks/Franz Felten (Hg.): Der Begriff der Landschaft in der landeshistorischen Forschung, im Druck.

► Dr. Ute Engel, Studium der Kunstgeschichte, Germanistik, Buchwissenschaft und Geschichte in Mainz und München. Promotion 1993 mit einer Arbeit über die englische Kathedrale von Worcester (Die Kathedrale von Worcester, Berlin/München 2000; Worcester Cathedral. An Architectural History, Chichester 2007).

1994-1996 wissenschaftliche Angestellte, 1997-2007 wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kunstgeschichte der Universität Mainz. Seit 2008 Koordinatorin einer interdisziplinären Forschungsinitiative zum UNESCO-Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal am Zentrum für interkulturelle Studien der Universität Mainz. Habilitationsprojekt „Barockforschung. Der deutsche Barock, die deutsche Kunstgeschichte und die Frage der nationalen Identität, ca. 1855-1933“ steht vor dem Abschluss.

Der Vortrag beginnt um 18:30 Uhr und findet statt im Hörsaal 2, Institut für Kunst- und Musikwissenschaft, August-Bebel-Straße 20, 01219 Dresden.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

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