Beiträge vom März, 2010

Die Eroberung der beobachtenden Maschinen – Arbeitstagung des DFG-Projekts “Das Auge des Arbeiters”

Mittwoch, 31. März 2010 17:48

Seit Februar 2009 forscht eine Arbeitsgruppe am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) in Dresden im Rahmen des von der DFG geförderten Projekts „Das Auge des Arbeiters. Untersuchungen zur proletarischen Amateurfotografie der Weimarer Republik am Beispiel Sachsens“. Nach Abschluss des ersten Jahres sollen in einer Arbeitstagung bisherige Ergebnisse zur Diskussion gestellt werden.

Die Perspektivverlagerung der Geschichtswissenschaft von der Parteien- zur Alltagsgeschichte der Arbeiterbewegung, die Entwicklung aktueller Praxen von Medienamateuren im Internet und die Zuwendung der Volkskunde zur Fotografie haben neue Fragen und neue Aufmerksamkeiten für zwei miteinander verbundene Modernisierungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit sich gebracht: die Entwicklung der Amateurfotografenbewegung im proletarischen Milieu als eigensinnige Produktion und die zunehmend bildbewusste Propaganda der Arbeiterparteien. Diese Kulturen mittels sozialgeschichtlicher, fotohistorischer und volkskundlicher Zugangsweisen zu beschreiben, ist zentrales Anliegen der Projektarbeit.

Im Zusammenhang des DFG-Projekts wurden zwei wesentliche Bestände in öffentlichem Besitz erschlossen und solche aus Privatbesitz zugänglich. Gerade angesichts der asymmetrischen Überlieferung einer überwiegend mündlichen Kultur stellen diese Sammlungen eine einzigartige Quelle zum Selbstbild sozialer Unterschichten der Weimarer Republik dar. Ihre Erforschung zielt zugleich auf das Verstehen popularer Medienpraxis zwischen privatem Knipsen und größtmöglicher Publizität. Dabei wird der mikroskopische Blick auf die Rekonstruktion von Milieus und Bildbedeutungen erweitert um erstmalige Recherchen zur Thematik in Moskauer Archiven, mit Überlegungen zur Rezeption in der Nachkriegszeit verbunden sowie mit dem aktuellen Stand und den Perspektiven volkskundlicher Arbeitskulturenforschung ins Verhältnis gesetzt.

>> Hier gehts zum Programm

Entnommen von: web.isgv.de

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Präsentation der Publikationsreihe “Werkmeister der Spätgotik”

Donnerstag, 25. März 2010 18:43

Werkmeister der Spätgotik | 16. April 2010, 16:00 Uhr | Dompropstei Meißen |  Domplatz 7,  01662 Meißen

Baukünstlerisch, ingenieurtechnisch und organisatorisch begabte Werkmeister, welche als Hauptakteure der spätgotischen Baukunst gelten, prägten wie nie zuvor die Architektur ihrer Zeit. Sie waren als Planer, Erfinder, Bauhüttenleiter, Gutachter, Berater sowie Ausführende an den großen Bauwerken beteiligt. In ihren Werken spiegelt sich eine markante Veränderung des Architektenberufs wider, aber auch unterschiedliche Auffassungen der Architektur und ihrer Funktionen lassen sich daran ablesen. In beiden Publikationen wird dieser Wandel untersucht, wobei das bisherige Bild der Werkmeister in Bezug auf Methodik, Quellen und Literatur neu betrachtet wurde.

Mit Beiträgen von Christoph Brachmann, Franz Bischoff, Johann Josef Böker, Stefan Bürger, Günter Donath, Christian Freigang,  Wolfram Günther,  Leonhard Helten,  Stephan Hoppe, Bruno Klein, Ulrich Knapp, Peter Kurmann, Brigitte Kurmann-Schwarz, Heinrich Magirius, Norbert Nussbaum, María José Sierra, Katja Schröck, Dirk Schumann, Marc Carel Schurr, David Wendland.

Programm:

Begrüßung

Günter Donath
Dombaumeister zu Meißen, Architekt

Prof. Dr. Bruno Klein
Professor für Christliche Kunst der Spätantike und des Mittelalters am Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden

Präsentation der Werkmeisterbände

„Werkmeister der Spätgotik -
Position und Rolle der Architekten im
Bauwesen des 14. bis 16. Jahrhunderts“

und

„Werkmeister der Spätgotik -
Personen, Amt und Image“

Festvortrag

Dr. Stefan Bürger
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunst- und Musik-wissenschaft der TU Dresden

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Mit freundlicher Unterstützung von:

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JOURS FIXES 1 / 2010 jeden letzten Mittwoch im Monat, immer um 19 Uhr

Mittwoch, 17. März 2010 11:33


31. März

TÜRCKISCHE CAMMER – OSMANISCHE SCHÄTZE

>> mit Prof Dr. Dirk Syndram und Güven Gynaltay Residenzschloss, Treffpunkt Eingang Sophienstraße

28. April

FÜRSTENGALERIE UND ENGLISCHE TREPPE

>> mit Dr. Martina Minning und Sabine Bendfeldt Residenzschloss, Treffpunkt Eingang Sophienstraße

26. Mai

ZUKUNFT SEIT 1560 – VON DER RÜSTKAMMER ZU DEN STAATLICHEN KUNSTSAMMLUNGEN

>> mit Konstanze Krüger Residenzschloss, Treffpunkt Eingang Sophienstraße

30. Juni

ABWESENHEITSNOTIZEN FOTOGRAFIEN VON ANJA BOHNHOF & KAREN WEINERT

>> mit Karen Weinert undDr. Agnes Matthias Hegenbarth-Archiv, Calberlastraße 2

Für JUNGE FREUNDE kostenlos, für Gäste 3 Euro

>> Postkartenflyer

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Die JUNGEN FREUNDE entdecken gemeinsam Museen und Ausstellungen, besuchen Künstler und Galerien und feiern zusammen bei Kunst und Musik. Sie haben freien Eintritt in alle zwölf Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und deren Sonderausstellungen und sind

kostenlos bei allen Jour Fixes dabei -

bis 35 Jahre für nur 24 Euro im Jahr!

www.freunde-skd.de

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Jour Fixe JUNGE FREUNDE: Türckische Cammer

Montag, 8. März 2010 14:50

31. März 2010 | 19 Uhr | Kuratorenführung + Hintergrundgespräch | Treffpunkt: Residenzschloss, Eingang Sophienstraße
freier Eintritt | Gäste 3€

Liebe JUNGE FREUNDE,

erlebt mit uns eine orientalische Vollmondnacht! Die Eröffnung der Türckischen Cammer am letzten Samstag als ein Teil der Rüstkammer im Dresdner Residenzschloss ist ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Schon im 16. Jahrhundert haben die sächsischen Kurfürsten gezielt Objekte osmanischer Herkunft gesammelt. Nachdem die Stücke nun fast 70 Jahre im Depot weilten, freuen wir uns jetzt, diese exotischen Stücke vereint auf 750 m² zu bewundern. Das Herzstück der neuen Dauerausstellung ist das große osmanische Staatszelt, welches aufwändig restauriert worden ist. Mit seinen 20 x 6 x 8 Metern spannt es sich wie ein zweiter Himmel über den Besucher.

Dr. Dirk Syndram, Direktor der Rüstkammer und des Grünen Gewölbes zeigt uns kunstvolle Gewänder, Panzerhemden und ganz besondere Reitzeuge. Unser türkischer Mitarbeiter Güven Gynaltay erzählt uns interessante Hintergrundinfos zur Organisation der Ausstellung, der deutsch-türkischen Zusammenarbeit und seinem ganz persönlichen „Kültüraustausch“.

Lasst Euch diesen interkulturellen Abend nicht entgehen!

Britta Sommermeyer und das Team der JUNGEN FREUNDE

Weitere Infos unter:

www.freunde-skd.de

www.skd-dresden.de


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