TRIKICK. Kunst-Fußball-Projekt Trikick verbindet Deutschland, Polen und Tschechien

Im Rahmen des grenzART-Festivals verwirklicht der Künstler Sandro Porcu im sächsischen Kirschau die Vision eines Dreiländerspiels. Am 19. Juni treten auf einem 4.500 m² großen Fußballfeld drei Mannschaften gegeneinander an. Außenminister Dr. Guido Westerwelle und der Maler Neo Rauch unterstützen das einzigartige Projekt, das durch die Euroregion Neisse-Nisa-Nysa gefördert wird.

Kirschau, 26. Mai 2010 – Fußball besitzt die Kraft Nationen friedlich zu vereinen, dies hat die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 2006 eindrucksvoll gezeigt. Warum sollte ein Länderspiel also nur zwischen zwei Nationen ausgetragen werden? Dieser Gedanke inspirierte den in Leipzig lebenden Künstler Sandro Porcu zu einem einzigartigen Experiment: Der Installation eines von drei Mannschaften bespielbaren Fußballfelds. Drei Tore, drei Teams, ein Spiel: Trikick, ist ein neuer Sport, der die Grenzen des Fußballs auslotet und zugleich Ländergrenzen überschreitet. Das Spielkonzept führt dazu, dass der schwächsten Mannschaft immer
durch ein anderes Team geholfen wird.Der Austragungsort des ersten Dreiländerspiels befindet sich im Dreiländereck: Die Gemeinde Kirschau, die südlich von Bautzen im Zentrum des sächsischen Oberlandes in der Euro-Neisse-Region an der Grenze zu Polen und Tschechien liegt. Hier wird am 19. Juni als „Nachspiel“ zum Performance Art Festival grenzART das erste trilaterale Länderspiel zwischen Deutschland Polen und Tschechien ausgetragen.

Mit ihrer bewegten deutsch-slawischen Geschichte ist die Region geradezu prädestiniert, den Auftakt für dieses außergewöhnliche Experiment zu machen. Das künstlerische Potenzial des sächsischen Oberlandes nutzte der Künstler Mike Salomon zur Gründung des Kunstlabels obART, durch dessen Aktivitäten die Region auch überregional in den Medien bekannt wurde. Träger ist die Kunstinitiative Kirschau e.V. obART ist auch Initiator des grenzART-Festivals, das an Pfingsten erstmalig im Gemeinderaum Kirschau stattfand und in dessen Rahmen das Trikick-Projekt vorgestellt wurde.

Mike Salomon war von der Idee eines trilateralen Länderspiels sofort begeistert, an der Installation reizt ihn insbesondere „die Zusammenführung von Volkssport und Kunst“. Auch Außenminister Dr. Guido Westerwelle lobt in seinem Grußwort „die Kunst über Eck zu denken“ und „aus dem Rechteck des Fußballfeldes auch ge-danklich hinauszutreten.“ Maler Neo Rauch, der das Projekt ausdrücklich unterstützt, würdigte Trikick als „Beitrag zur Verständigung und Zusammenführung der Jugendlichen Polens, Tschechiens und Deutschlands“.

Das durch Euroregion Neisse-Nisa-Nysa geförderte Projekt soll den interkulturellen Austausch, eine nachhaltige Zusammenarbeit sowie wirtschaftliche, politische und touristische Synergieeffekte in der Euro-Neisse-Region unterstützen. Dabei ist der Trikick-Grundgedanke global, denn diese Spielart ist nicht an das Dreiländereck gebunden, sondern kann weltweit inszeniert und durchgeführt werden.

Am 19. Juni werden im Fußballstadion von Kirschau die Trikick-Eröffnungsspiele zwischen deutsch-polnisch-tschechischen Mannschaften ausgetragen. Darüber  hinaus gibt es ein abwechslungsreiches sportliches und kulturelles Begleitprogramm mit gastronomischer Versorgung und ab 20:30 Uhr eine Live-Übertragung des WM-Spiels.

Trikick-Kooperationspartner
Sandro Porcu
Euroregion Neisse-Nisa-Nysa
obART
Frohe Zukunft Export, Leipziger Kreativagentur
netzideen GmbH, Online-Marketing Agentur
SSC SPORTS & SALES CONSULTING GmbH

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Datum: Mittwoch, 26. Mai 2010 11:16
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Ein Kommentar

  1. 1

    Optisch ist das Spielfeld ja recht reizvoll, doch wie das Ganze dann in praxi bei einem Spiel funktionieren soll, kann ich mir noch nicht vorstellen.

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