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Martin Eder. Der dunkle Grund. – Jour Fixe im März

Mittwoch, 11. März 2009 15:49

Unser Jour Fixe im März:

Martin Eder. Der dunkle Grund.

25. März | Mittwoch | 19Uhr |

JUNGE FREUNDE kostenlos | Gäste 3,00 € | Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse

Martin Eder vor einem seiner Bilder in der Kunsthalle im Lipsiusbau

Banaler Kitsch? Hohe Kunst? Ein handfester Skandal? – man kann sich angesichts der Gemälde von Martin Eder nicht so recht entscheiden. Und das ist das Interessante an seinen Bildern: der Künstler betreibt die „Unterwanderung der Idylle”. Harmlose Kuschelkätzchen und Schoßhündchen, lasziv in Szene gesetzte Mädchen und Frauen spiegeln und überhöhen zugleich banale Motive aus den Bildmedien und der Alltagskultur. Doch der Schein trügt, auf den zweiten Blick überkommen uns Zweifel an der heilen Welt, und plötzlich blickt uns das Grauen aus den Katzenaugen an. Im Gestus einer altmeisterlich anmutenden Malerei wird der liebliche Schein solange aufpoliert, bis unter der schillernden Oberfläche das latent Bedrückende offensichtlich wird. Der Habitus der Figuren und das Inventar der Szenen sträuben sich gegen einfältige Geschichten – wir begeben uns deshalb auf die Spur nach der ganzen Story…

Die Kunsthalle im Lipsiusbau öffnet extra für uns ab 19.00 Uhr und Kurator Matthias Wagner führt durch die Ausstellung!

Wir freuen uns auf einen aufschlussreichen Abend!

Meinungen zur Ausstellung: taz, Stern

Thema: Ausstellungen, Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Veranstaltungstipps | Kommentare (0) | Autor:

Buchtipp: Ken Follett – Säulen der Erde

Mittwoch, 7. Mai 2008 23:07

Ken Follett’s großes Meisterwerk „Säulen der Erde“ erzählt die Geschichte des Priors Philip und seines Baumeisters Tom. Beide Protagonisten wurden vom Schicksal schwer getroffen und haben den Traum, trotz Intrigen, Mord, Verrat, dem Widerstand des Klerus und privater Schwierigkeiten, eine in den Himmel ragende Kathedrale zu bauen, ein Zeugnis des christlichen Glaubens und gleichzeitig ein architektonisches Meisterwerk.

Die Kombination der Beschreibung der Biografien der Charaktere und das enorme Wissen Ken Follett’s über die Lebensweise im Mittelalter, sowie seine Sachkenntnis in Architektur, lassen dieses Werk zu einem großen Ganzen verschmelzen, bei dem es manchmal schwer fällt zu glauben, dass diese Geschichte frei erfunden ist. Die detailliert beschriebenen Handlungsstränge , ihre späteren Verbindungen und der historische Rahmen entwickeln sich zu einer monumentalen Erzählung.

Ein Muss für jeden Mittelalterfan!

Ken Follett; Säulen der Erde; Bastei-Lübbe; Bergisch Gladbach; 1990.

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Junge Freunde der SKD – Kunst und Jazz

Dienstag, 6. Mai 2008 17:50

junge

Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden präsentieren Sich und die neue Ausstellung im Dresdner Residenzschloss: ”DruckStelle. Graphik von Chillida bis Uecker”. Bei Livemusik von der Jazz-Combo ‘Flaura & Phona’ kann man sich einen Eindruck von der Ausstellung machen, an nette Gesprächen über Kunst teilnehmen bzw. auch einfach nur lauschen, oder einfach nur mal einen schönen Kulturabend genießen. Für Getränke ist natürlich gesorgt – und eventuell wird man ja auch zu einem jungen Freund der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

22.05.08, ab 19:00Uhr – Im Residenzschloss Dresden, Eingang Sophienstraße, Eintritt frei!

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“Gaudí unseen – Vollendung der Sagrada Familia” Ausstellung in Hellerau

Samstag, 26. April 2008 11:59

sagradafamilia_hellerauAn kaum einer der gotischen Kathedralen wurde solange gebaut wie, bis heute, an der Basilika Sagrada Familia in Barcelona. Wie eine mächtige, aber einsame Läuferfigur steht sie auf dem Schachbrett von Eixample und behält nicht nur das Staunen der Besucher, sondern auch die Erinnerung an ihren ‚Erfinder’ – Antoni Gaudí – seit 126 Jahren inne. Die kleine Ausstellung in den Räumen der Deutschen Werkstätten Hellerau, stellt nicht nur Gaudí, seine Methoden und eines seiner bedeutensten Bauwerke vor, sondern auch die heutigen Arbeiten die noch bis 2009 andauern. Gutgemachte Gipsmodelle geben dem Besucher eine gewissen Vorstellung von dem was einmal eines der berühmtesten Bauwerke der Welt sein wird.

Deutsche Werkstätten Hellerau, 28.02.08 – 30.05.08

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“Sein und Wesen – Der unbekannte A.R. Penck” Ausstellung in der Städtischen Galerie Dresden

Donnerstag, 24. April 2008 22:21

paenckZahlreiche Werke des Künstlers A.R. Penck – zweifellos einer der großen deutschen Künstler der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts – sind an den Ort ihrer Entstehung zurückgekehrt! Die Städtische Galerie Dresden zeigt noch bis zum 29. Juni 2008 einen eindrucksvollen Querschnitt durch die neu erworbene Sammlung von Jürgen Schweinebraden, einem Jugendfreund des Künstlers und Penck-Sammler erster Stunde.

Malerei, Grafik und Plastik, aber auch Buchkunst – dank digitaler Fotografie sogar blätterbar – sind in der Ausstellung vertreten und erlauben einen dichten Überblick über das Schaffen A.R. Pencks bis zu seiner Ausreise aus der DDR im Jahr 1980.

Pencks Standart-Figuren sind legendär. (Wer sie noch nicht kennt, der setze sich bitte in die Straßenbahn Linie 11 bis zur Haltestelle „Kongresszentrum“ und lege seinen Kopf in den Nacken…). Die Arbeiten aus dieser Werkgruppe wurden schnell populär und trugen Penck den Beinamen des „Strichmännchen-Malers“ ein. Das markige Schlagwort lässt jedoch einen Großteil von Pencks Schaffen außen vor. Die schöpferische Auseinandersetzung mit der Kunst Rembrandts spiegelt sich in pastos gearbeiteten, erdigen Gemälden. Klassiker der Moderne wie Picasso oder Giacometti haben ihre Spuren im Werk von A.R. Penck hinterlassen.

Doch nicht nur der sich die Kunstgeschichte praktisch aneignende Maler steht im Focus der Ausstellung. Zu sehen ist auch der experimentierfreudige, der zerstörerische, der suchende und forschende Künstler, dessen Interesse an Wissenschaftlichkeit und Information einen Dreh- und Angelpunkt seiner künstlerischen Arbeit bildet.

Der Name der Ausstellung ist Programm, denn bei einem so vielschichtigen Œuvre, wie dem von A.R. Penck, lassen sich bei jeder neuen unvoreingenommenen Betrachtung bisher unbekannte Facetten und Verknüpfungen entdecken.

Fazit: Hingehen – Anschauen – Bekanntschaft machen!

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Humanism in China – Fotoaustellung in der Kunsthalle im Lipsiusbau

Mittwoch, 23. April 2008 0:36

humanismchina600 Fotografien von 250 Fotografen – um es ‘salopp’ auszudrücken: Sind eine Menge Holz um ein simples Verständnis für ein Milliardenvolk zu entwickeln, das vielschichtiger nicht sein könnte. Eine Fotografieausstellung zwischen ‘High Society’ und schreiender Armut, Anachronismen in jeder Lebenslage und dokumentarischen Glanzleistungen.

Es scheint nicht gerade zufällig wenn man beim Durchschreiten der Bilderwelt unweigerlich die Gedanken an Unterdrückung, Olympia, Gewalt, Tradition, wundervollen Landschaften und Tibet im geistigen Rücken verspürt. Nichts desto Trotz beinhaltet diese Ausstellung gelungene Motive und Szenerien wie sie Henri Cartier Bresson kaum besser hätte einfangen können. Sehenswert – mit dem Anspruch: ‘Denk nach!!’.

Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse, Dresden
29. Februar bis 1. Juni 2008

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Buchtipp: Das kann ich auch! Gebrauchsanweisung für Moderne Kunst.

Montag, 21. April 2008 9:04

Ein amüsantes Machwerk zwischen Witz und Kunstinterpretation. JA – Kunst kann auch witzig sein. Und sie sollte noch viel öfter über sich selbst lachen können. Ein Einblick in eine Welt die wie “ein angesagter Club mit unberechenbaren Türstehern, wechselhaften Gästelisten und geheimnisvollen VIP-Lounges(…)” wirkt. Sehr empfehlenswerte Lektüre für den Kunstfreund und den mutigen Kunsthistoriker – ein bisschen Ironie, schadet nie.

Saehrendt, Christian; Kittl, Steen T.; Das kann ich auch! Gebrauchsanweisung für Moderne Kunst.;Dumont Buchverlag; Köln; 2007.

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Willkommen bei k-dd.de

Mittwoch, 16. April 2008 9:36

Es ist vollbracht! Das Online-Portal kunstgeschichten-dresden.de hat es endlich in die weite Welt des Internets geschafft. In diesem dazugehörigen Blog soll über Kunst- und Kultur relevante Themen, in aber auch außerhalb der Dresdner Kulturlandschaft, diskutiert werden. Auch finden hier aktuelle Terminankündigungen ihren Platz. Und natürlich alles was dem Kunsthistoriker und Kunstinteressierten sonst noch auf dem Herzen liegt.

Also viel Spaß beim ‘Bloggen’, Diskutieren und Austauschen.

Mit freundlichem Gruß

Das K-DD-Team.

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