GOLDENER DRACHE – WEISSER ADLER
Dienstag, 14. Oktober 2008 12:12
Kunst im Dienste der Macht am Kaiserhof von China und am sächsisch-polnischen Hof (1644-1795). Eine Ausstellung der Staatlichen Kunst-sammlungen Dresden und des Palastmuseums Peking.
Das Siegel des Goldenen Drachens und der Orden des Weißen Adlers waren im 18. Jahrhundert Zeichen höchster Macht. Während das eine die Autorität und Größe des chinesischen Kaisers symbolisiert, steht das andere als Beispiel für herrschaftliche Inszenierung am sächsisch-polnischen Hof. Im historischen Vergleich der beiden kulturell unterschiedlich geprägten „Schaltzentralen der Macht“ zeigt die Ausstellung, wie höfische Repräsentation in China und Europa funktionierte und welche Rolle dabei die Künste spielten. Erstmals sind Kunstwerke aus dem chinesischen Kaiserpalast in Peking zusammen mit Objekten aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in einer gemeinsamen Ausstellung zu sehen. Der chinesische Kaiserhof, unerreichbar in der Vielfalt seiner Schätze, findet ein würdiges Pendant im sächsisch-polnischen Hof, einem Zentrum der europäischen China-Mode.
Sechs Abteilungen stellen die Themen „Repräsentation der Herrschaft“, „Festkultur“, „Hofstaat“, „Herrschaftliche Architektur“, „Hofkünste und Wissenschaften“ sowie „Politik und Diplomatie“ vor, wobei „Peking“ und „Dresden“ einander stets gegenüberstehen. Die Bandbreite der rund 400 hochkarätigen Exponate reicht vom Thronensemble und kostbaren Gewändern bis hin zu Jagdportraits, Porzellanen oder Damenschuhen. Das Residenzschloss in Dresden und das Palastmuseum in Peking bilden dabei den idealen Rahmen. Anstelle des üblichen Katalogs erscheint ein begleitendes Handbuch, das die wichtigsten Begriffe zur chinesischen und europäischen Repräsentationskunst vorstellt. Alphabetisch geordnet und von ausgewiesenen Experten knapp und informativ formuliert, reichen die Stichworte von Ahnenverehrung bis Zeremonien.
11. Oktober 2008 bis 11. Januar 2009
Residenzschloss Dresden
Thema: Ausstellungen | Kommentare (0) | Autor: admin

Freitag | 12. September | ab 20 Uhr | Eintritt 5 Euro | Kunsthalle im Lipsiusbau | Brühlsche Terrasse | Fremde Klänge: Live-Konzert mit Kung Pao mit anschließendem DJ-Set. Ein Abend in Zusammenarbeit mit Fly Fast Concepts.
Samstag | 13. September | 14 Uhr | Junge Freunde: Eintritt frei | Nichtmitglieder: Ausstellungseintritt 5 Euro | erm. 3 Euro | Kunsthalle im Lipsiusbau | Brühlsche Terrasse | Rundgang:
Donnerstag | 18. September | 18:30 Uhr | Eintritt 5 Euro | Kunstgewerbemuseum | Schloss Pillnitz, Bergpalais | Sonderausstellung “Chinese Gardens for Living” Vortrag: Chinesische Gartenbaukunst und heutiges Bauen in China – der Architekt und Stadtplaner Albert Speer (Frankfurt a. M.) spricht über den Einfluss chinesischer Tradition auf seine Projekte für China.
Samstag | 22. November | 14 Uhr | Junge Freunde: Eintritt frei | Nichtmitglieder: Ausstellungseintritt 3 Euro | erm. 2 Euro | Josef-Hegenbarth-Archiv | Calberlastraße 2 | Künstler-Gespräch in der Ausstellung: Jana Morgenstern. Stein. Arbeiten auf Papier.
600 Fotografien von 250 Fotografen – um es ‘salopp’ auszudrücken: Sind eine Menge Holz um ein simples Verständnis für ein Milliardenvolk zu entwickeln, das vielschichtiger nicht sein könnte. Eine Fotografieausstellung zwischen ‘High Society’ und schreiender Armut, Anachronismen in jeder Lebenslage und dokumentarischen Glanzleistungen.