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Jour Fixe: Fotografie-Workshop “Canaletto-Blicke in Dresden”

Freitag, 18. September 2009 10:21

jour-fixe_fotoworkshop30. September | 14 Uhr | Studiensaal Kupferstich-Kabinett |

“Canaletto-Blicke in Dresden” | Mitglieder Eintritt frei | Gäste 3€

Liebe Junge Freunde,

Während seiner Zeit am sächsischen Hof schuf der venezianische Städtemaler Canaletto eine Reihe großformatiger Dresden-Ansichten. Das Gemälde “Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke” aus dem Jahr 1748 ist sein berühmtestes Bild. Es zählt zugleich zu den bedeutendsten Werken der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in der Gemäldegalerie Alte Meister.

Um das Kunstwerk auch weiterhin bestaunen zu können, ist eine grundlegende Restaurierung des Bildes nötig. Dafür läuft derzeit die Spendenkampagne “Für Canaletto”, da eine Restaurierung in diesem Falle sehr aufwendig und kostspielig ist.

Passend zur Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts “Auf den Flügeln der Markuslöwen. Von Bellotto bis Tiepolo. Venezianische Graphik des 18. Jahrhunderts”, die von Januar bis Mai im Kupferstichkabinett zu sehen war, möchten wir euch beim nächsten Jour Fixe auf die Suche nach eurem eigenen Canaletto-Blick schicken.

Beginnen werden wir unsere kleine Reise im Studiensaal des Kupferstichkabinetts, wo wir uns einige originale Grafiken sowie Fotografien des Künstlers anschauen und erste Ideen sammeln können. Danach kommt der praktische Teil, bei dem sich jeder an einem eigenen Meisterwerk versuchen kann.

Bitte bringt eure Kamera und ein bisschen Zeit mit, damit stünde einem ordentlichen Ergebnis nichts mehr im Wege. Die Fotografien wollen wir im Anschluss auf unserer  Website www.fuer-canaletto.de präsentieren.

Wir freuen uns auf einen kreativen Jour Fixe und hoffen, dass dieser fotografisch im Gedächtnis bleibt!

Euer JUNGE FREUNDE-TEAM

www.freunde-skd.de

www.fuer-canaletto.de

Bild: Belotto, Bernardo (Canaletto):  Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke; Öl/Leinwand; um 1750. Bildnachweis Wilfried Seipel (Hg.): Bernardo Belotto genannt Canaletto. Europäische Veduten (Ausstellungskatalog: Wien, Kunsthistorisches Museum, 16. Mär. – 19. Jun. 2005), Mailand 2005, S. 87.

Thema: Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Wissenswertes | Kommentare (0) | Autor:

JUNGE FREUNDE: Chemnitz

Freitag, 3. April 2009 15:37

Liebe  JUNGE FREUNDE,

mal Lust auf was anderes? Raus aus Dresden, ab nach Chemnitz!

jungefreunde_chemnitz

Wir besuchen den Jungen Freundeskreis der Kunstsammlungen Chemnitz und machen  am 18. April einen kleinen Ausflug in die schöne Nachbarstadt. Dort führt uns Kurator Thomas Friedrich  durch das Museum Gunzenhauser und die Münter-Ausstellung  . Dabei erfahren wir mehr über Geschichte und Architektur des Museums, das eine riesige Sammlung mit Werken klassischer Moderne beherbergt, darunter eine der größten Otto-Dix-Sammlungen weltweit Wir lernen in einer Sonderausstellung die Gemälde, Hinterglasmalereien und Papierarbeiten von Gabriele Münter kennen, die gemeinsam mit Wassily Kandinsky und Franz Marc zum Kreis der expressionistischen Künstlervereinigung „Der Blauer Reiter“ gehörte. Dass man jetzt so viel von ihr in Chemnitz sehen kann, ist ein echtes Highlight!

Freut euch auf einen interessanten Kultur-Samstag, bei dem man sich auch außerhalb der normalen Freundes-Treffen mal kennenlernt – und auch die Chemnitzer „Jungen Freunde“ mal beschnuppern kann.

Auch für Nicht-Mitglieder der JUNGEN FREUNDE!

Wann gehts los?

Treffpunkt: 18. April, 11.30 Uhr, Dresden Hauptbahnhof, Reisezentrum


Wir fahren um 11.55 Uhr am Hauptbahnhof (Gleis 12) in Dresden los und kommen mit dem Regional-Express eine Stunde später in Chemnitz an. In Chemnitz machen wir uns  mit dem Zug um 17.00 Uhr wieder auf den Rückweg, Ankunft in Dresden Hbf 18.02 Uhr.

Programm?

13.30 Uhr beginnt unsere Führung durch das Museum Gunzenhauser und durch die Sonderausstellung „Gabriele Münter“.

Im Anschluss wollen wir uns gern noch in ein gemütliches Café setzen, ein bisschen relaxen, reden und die Eindrücke der Ausstellung etwas sacken lassen. Wer danach noch zu frischen Taten aufgelegt ist, kann natürlich mit uns auf eine kleine Stadtentdeckungs-Tour kommen.

Kosten?

Unschlagbare 10 EURO für Junge Freunde inkl. Fahrt , Führung und Eintrittspreis.  Bezahlung  bar  am Treffpunkt (Nichtmitglieder zzgl. 3 EUR).

Lasst euch unseren ersten Kurztrip nicht entgehen!

Anmeldungen oder Fragen könnt ihr per Email an Nadja.Schmieder@skd.museum senden. Wer mitfahren will, melde sich bitte bis zum 13. April bei Nadja an. Wir freuen uns auf ein Zugabteil voller Junger Freunde…

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Martin Eder. Der dunkle Grund. – Jour Fixe im März

Mittwoch, 11. März 2009 15:49

Unser Jour Fixe im März:

Martin Eder. Der dunkle Grund.

25. März | Mittwoch | 19Uhr |

JUNGE FREUNDE kostenlos | Gäste 3,00 € | Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse

Martin Eder vor einem seiner Bilder in der Kunsthalle im Lipsiusbau

Banaler Kitsch? Hohe Kunst? Ein handfester Skandal? – man kann sich angesichts der Gemälde von Martin Eder nicht so recht entscheiden. Und das ist das Interessante an seinen Bildern: der Künstler betreibt die „Unterwanderung der Idylle”. Harmlose Kuschelkätzchen und Schoßhündchen, lasziv in Szene gesetzte Mädchen und Frauen spiegeln und überhöhen zugleich banale Motive aus den Bildmedien und der Alltagskultur. Doch der Schein trügt, auf den zweiten Blick überkommen uns Zweifel an der heilen Welt, und plötzlich blickt uns das Grauen aus den Katzenaugen an. Im Gestus einer altmeisterlich anmutenden Malerei wird der liebliche Schein solange aufpoliert, bis unter der schillernden Oberfläche das latent Bedrückende offensichtlich wird. Der Habitus der Figuren und das Inventar der Szenen sträuben sich gegen einfältige Geschichten – wir begeben uns deshalb auf die Spur nach der ganzen Story…

Die Kunsthalle im Lipsiusbau öffnet extra für uns ab 19.00 Uhr und Kurator Matthias Wagner führt durch die Ausstellung!

Wir freuen uns auf einen aufschlussreichen Abend!

Meinungen zur Ausstellung: taz, Stern

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JUNGE FREUNDE | Unser Jour Fixe – jetzt jeden letzten Mittwoch im Monat

Montag, 23. Februar 2009 14:22

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25. Februar 2009 | Mittwoch | 19 Uhr | JUNGE FREUNDE kostenlos, Gäste 2,50 Euro | Skulpturensammlung im Zwinger | Eingang im Zwingerhof zwischen Gemäldegalerie und Wallpavillon

exklusiv für uns

Ausstellungsbesuch mit Kuratorenführung | Facetten der Moderne. Das Menschenbild im Wandel | Ausstellung der Skulpturensammlung

Eine Provokation waren die Skulpturen von Edgar Degas und Auguste Rodin Ende des 19. Jahrhunderts: Statt dem Publikum mit geschönten Idealen zu schmeicheln, konfrontier(t)en sie mit einer neuen Subjektivität, mit bewusst fragmentarischen Formen und neuen Materialien wie Gips, farbig gefasster Bronze und Textilien. Anhand der ausgestellten Skulpturen wollen wir uns auf eine rasante Zeitreise von 1880 bis heute begeben, die in Portraits, Statuetten oder abstrakten Werken einen Wandel des Menschenbilds in gut 120 Jahren Kunst erfahrbar macht. Mal spricht aus den Werken die hoffnungsvolle Utopie eines neuen Menschen, mal die Resignation angesichts von Kriegserfahrungen oder das Misstrauen in die realistische Darstellung. So spiegelt sich in den chronologisch gruppierten Werken, u.a. von Wilhelm Lehmbruck, Fritz Wotruba, Wieland Förster oder Martin Honert und Birgit Dieker auf verblüffende Weise deutsche Zeitgeschichte.

Neben den Einzelwerken macht das Zusammenspiel von Raum und Skulpturen die Ausstellung zu einem ganz besonderen Erlebnis. Wir freuen uns, dass die Räume in der Bogengalerie im Zwingerhof extra für uns am Abend geöffnet werden! Verena Schneider, die die Ausstellung mit konzipiert hat, führt uns durch die abendlich erleuchteten Räume.

http://www.skd-dresden.de/de/ausstellungen/aktuell/facetten_der_moderne.html

PS: Noch nicht Mitglied bei den JUNGEN FREUNDEN?  Jetzt auf www.freunde-skd.de anmelden, nur 24 € Jahresbeitrag zahlen und für 2009 alle Vorteile sichern: so oft ihr wollt kostenlos die 11 Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden besuchen, am riesigen Angebot an Vorträgen, Kunstgesprächen, Sonderführungen kostenlos teilnehmen, Workshops besuchen und natürlich bei unseren JUNGE FREUNDE-Veranstaltungen und unseren exklusiven Blicken hinter die Kulissen der Museen dabei sein. Außerdem bekommt ihr Einladungen zu allen Ausstellungseröffnungen (!) und werdet per Mail über das aktuelle Geschehen informiert! Ideen, was wir unbedingt mal machen sollten, Fragen oder Anregungen? Dann schreibt uns einfach: freunde@skd.museum oder besucht unsere Gruppe „Wir sind Freunde” bei Studi-VZ.

Thema: Ausstellungen, Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Veranstaltungstipps | Kommentare (0) | Autor:

artefakt | Artikelaufruf 2009

Dienstag, 17. Februar 2009 16:20

artefakt-artikelaufruf_2009

Liebe KommilitonInnen,

wir suchen für unsere dritte artefakt-Ausgabe wieder Autoren, die ihre wissenschaftlichen Aufsätze und

studentischen Beiträge bei uns einreichen möchten. Das Thema für die wissenschaftlichen Artikel soll dem Bereich der Kunstgeschichte oder angrenzenden Disziplinen entstammen, kann ansonsten aber frei gewählt werden. Ihr könnt beispielsweise eine be sonders gelungene Seminararbeit zu einem Aufsatz umformulieren. Studentische Artikel sollen das Studium der Kunstgeschichte betreffen: Beiträge über eine spannende studentische Initiative, die Praxis der Kunstvermittlung und hochschulpolitische Themen sind sehr willkommen.

Über artefakt

schafft eine Ebene, auf der studentische Ansätze in der Erforschung kunstgeschichtlicher Themen bundesweit und international vorgestellt und diskutiert werden können. Dabei wendet sich artefakt an den Ideenreichtum und den wissenschaftlichen Ehrgeiz eines jeden Studenten. Neben den wissenschaftlichen Artikeln, beinhaltet die Zeitschrift Exkurse zu kunsthistorischen Themen und weitere studentische Beiträge.

Die Redaktion ist für Vorschläge offen, und die Mitgestaltung seitens Studenten angrenzender Disziplinen ist unbedingt erwünscht. Weniger Fakten als vielmehr Fragestellungen und neue kreative Ansätze, die der

Kunstgeschichte von heute vielleicht eine neue Richtung weisen könnten, stehen im Mittelpunkt. Fragen?

Einsendung der Artikel an: info@artefakt-sz.net

Weitere Informationen und Formalia: www.artefakt-sz.net/zeitschrift/artikel.html

Einsendeschluss für die dritte Ausgabe ist der 12. April 2009

Thema: Wissenswertes | Kommentare (0) | Autor:

artefakt #2 erscheint im Februar 2009

Montag, 16. Februar 2009 11:49

artefakt-1-2009Heidelberg (12.02.2009): Anfang Februar erscheint die zweite Ausgabe der artefakt – Studentische Zeitschrift für Kunstgeschichte. Sie enthält zum einen die sieben interessantesten und fundiertesten wissenschaftlichen Artikel, die die Redaktion aus knapp 40 Einsendungen von Studierenden der Kunstgeschichte aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien ausgewählt und mit dem wissenschaftlichen Beirat abgestimmt hat. Thematisch geht es unter anderem um die Totenmaske als Gegenstand der Kunstgeschichte (Moritz Siebert, Tübingen), um biographische Aspekte im kunstwissenschaftlichen Diskurs (Dagmar Weidinger, Wien) und um die konstruierte „neue Realismusdebatte” (Conny Becker, HU Berlin). Zum anderen wartet die Redaktion im studentischen Teil der Zeitschrift mit neuen Rubriken auf. Zu der Präsentation einer Studentischen Initiative, der Kolumne UNIversum und dem Themenblock Studiengebühren kommen die Interviewreihe „Kunsthistoriker im Beruf”, das Porträt eines Nachwuchskünstlers von der Akademie (Selene States, Karlsruhe) und Tipps und Tricks die Kunstvermittlung betreffend hinzu. artefakt konnte zudem den renommierten Künstler Walid Raad (Atlas Group) für ein Interview gewinnen. Die zweite Ausgabe steht ab 12. Februar online zum kostenlosen Download unter www.artefakt-sz.net zur Verfügung. Ab sofort können Beiträge für die dritte Ausgabe eingesendet werden (Einsendeschluss: 12. April 2009).

artefakt – Studentische Zeitschrift für Kunstgeschichte schafft eine Ebene, auf der studentische Ansätze in der Erforschung kunstgeschichtlicher Themen bundesweit und international vorgestellt und diskutiert werden können. Dabei wendet sich artefakt an den Ideenreichtum und den wissenschaftlichen Ehrgeiz eines jeden Studenten. Neben den wissenschaftlichen Artikeln, beinhaltet die Zeitschrift Exkurse zu kunsthistorischen

Themen und weitere studentische Beiträge. Die Redaktion ist für Vorschläge offen, und die Mitgestaltung seitens Studenten angrenzender Disziplinen ist unbedingt erwünscht. Weniger Fakten als vielmehr Fragestellungen und neue kreative Ansätze, die der Kunstgeschichte von heute vielleicht eine neue Richtung weisen könnten, stehen im Mittelpunkt.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Sabine Kossmann und Anika Meier:

E-MAIL:

sabine.kossmann@artefakt-sz.net

anika.meier@artefakt-sz.net

INTERNET:

www.artefakt-sz.net

BEZUG:

www.artefakt-sz.net/zeitschrift/2008-1.html

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Die JUNGEN FREUNDE | Programm | Februar 2009

Mittwoch, 11. Februar 2009 16:52

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13. Februar 2009 | Freitag | 17 Uhr | 3 Euro (Eintritt und Führung) | Kunsthaus Dresden | Rähnitzgasse 8 | 01097 Dresden

exklusiv für uns

Ausstellungsbesuch mit Führung | „Lasst tausend Blumen blühen” – Lisl Ponger im Kunsthaus Dresden

Vielleicht ist es das Licht, vielleicht das Arrangement der Personen auf dem Foto von Lisl Ponger: Das schwarze Mädchen in dem Capitalism-T-Shirt mit den Engelsflügeln aus Plastik und der schlafende Soldat erinnern trotz ihrer Absurdität irgendwie an ein Caravaggiobildnis, wirken wie vom Altmeister der barocken Lichtführung inszeniert. Vielleicht sind es auch die Unmengen von scheinbar belanglosen, aber gleichzeitig doch unheimlichen Gegenständen, die sich neben den beiden Personen auf einem Tisch ausbreiten, die zu dieser Assoziation zwingen.

Jedenfalls möchte man wissen, was der ganze Krimskrams auf dem Tisch bedeuten soll oder warum eine Werkserie der österreichischen Künstlerin „Welchen Projektionen würde ein Emil Nolde heute erliegen?” heißt – Lisl Pongers Arbeiten machen stutzig, neugierig und regen zum Nachdenken an. Die vielen Objekte der Ausstellung, die einerseits Spuren der Kolonialzeit, aber auch Dinge, Eindrücke und Klischees aus unserer westlichen Kultur und dem heutigen Zeitalter aufgreifen, werden großflächig und gekonnt im Kunsthaus Dresden in Szene gesetzt. Neben meist großformatigen Fotografien, gibt es auch einige Installationen und einen Film, der die Arbeitsweise von Lisl Ponger verdeutlicht.

Wir laden ein zu einer exklusiven Führung mit Simone Zupfer vom Kunsthaus durch die erste große Werkschau der Künstlerin. Lasst Euch in fremde Kulturen entführen und Neues in schon Bekanntem entdecken.

http://www.artnet.de/magazine/reviews/albers/albers12-17-08.asp

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Unser Jour Fixe – jetzt jeden letzten Mittwoch im Monat

25. Februar 2009 | Mittwoch | 19 Uhr | JUNGE FREUNDE kostenlos, Gäste 2,50 Euro | Skulpturensammlung im Zwinger | Eingang im Zwingerhof zwischen Gemäldegalerie und Wallpavillon

exklusiv für uns

Ausstellungsbesuch mit Kuratorenführung | Facetten der Moderne. Das Menschenbild im Wandel | Ausstellung der Skulpturensammlung

Eine Provokation waren die Skulpturen von Edgar Degas und Auguste Rodin Ende des 19. Jahrhunderts: Statt dem Publikum mit geschönten Idealen zu schmeicheln, konfrontier(t)en sie mit einer neuen Subjektivität, mit bewusst fragmentarischen Formen und neuen Materialien wie Gips, farbig gefasster Bronze und Textilien. Anhand der ausgestellten Skulpturen wollen wir uns auf eine rasante Zeitreise von 1880 bis heute begeben, die in Portraits, Statuetten oder abstrakten Werken einen Wandel des Menschenbilds in gut 120 Jahren Kunst erfahrbar macht. Mal spricht aus den Werken die hoffnungsvolle Utopie eines neuen Menschen, mal die Resignation angesichts von Kriegserfahrungen oder das Misstrauen in die realistische Darstellung. So spiegelt sich in den chronologisch gruppierten Werken, u.a. von Wilhelm Lehmbruck, Fritz Wotruba, Wieland Förster oder Martin Honert und Birgit Dieker auf verblüffende Weise deutsche Zeitgeschichte.

Neben den Einzelwerken macht das Zusammenspiel von Raum und Skulpturen die Ausstellung zu einem ganz besonderen Erlebnis. Wir freuen uns, dass die Räume in der Bogengalerie im Zwingerhof extra für uns am Abend geöffnet werden! Verena Schneider, die die Ausstellung mit konzipiert hat, führt uns durch die abendlich erleuchteten Räume.

http://www.skd-dresden.de/de/ausstellungen/aktuell/facetten_der_moderne.html

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Zu Gast bei den Schmalfilmtagen Dresden

Montag, 19. Januar 2009 14:40

Die JUNGEN FREUNDE der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu Gast bei den Schmalfilmtagen

Besuch des Films „Passagen” von Lisl Ponger |22. Januar | Donnerstag | 21 Uhr | Motorenhalle, Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden | Eintritt 4 €

Das leise Schnurren des Projektors, das Klackern, und ein echter Film, der durch die Spulen läuft – die Leidenschaft der Schmalfilmtage gehört dem Super8- und 16mm-Film – und das nun schon zum 10. Mal! Wir freuen uns, dabei zu sein, diesem ganz besonderen Medium mal wieder in extenso frönen und mit Lisl Pongers „Passagen” einen ganz besonderen Künstlerfilm erleben zu können.

Schon um 18 Uhr sind wir noch vor der offiziellen Eröffnung zu einem Umtrunk eingeladen, bei dem es auch die Gelegenheit zum Gespräch mit den Machern der Schmalfilmtage gibt! Wer auch die Filmcompilation „Best of Festival. 10 Jahre dresdner schmalfilmtage” um 19.30 sehen will oder „Zuckerzeit” danach , zahlt als Junger Freund für die Tageskarte nur den ermäßigten Preis von 6 €!

Die Schmalfilmtage schreiben: Lisl Ponger: Passagen

Reisebilder, pittoreske Ethno-Szenen, das Abbild echter, erlebter Exotik auf Super8 Wer kennt sie nicht, die kleinen, sorgsam beschrifteten Filmspulen – Rumänien 1984, Algerien 1990 – Relikte eines kollektiven Reisefiebers. Ganze Privatfilmarchive haben wir der touristischen Neugier zu verdanken. Einen wahren Ozean an Bildern, den die Künstlerin und Filmemacherin Lisl Ponger seit nunmehr 20 Jahren behutsam zu erkunden versucht. Found Footage, die Arbeit mit bereits existierendem Bild- und Ton- material, ist dabei eine ihrer zentralen, künstlerischen Methoden. In ihren Filmessays collagiert und zersetzt Ponger das Vorgefundene virtuos, entführt und führt ein in neue, verwirrend vielschichtige Zusammenhänge. Die Bilder und Zeiten, die bekannten wie unbekannten Orte, Stimmen und Klänge reiben, stoßen und verknoten sich. Das Klischee, die Idee einer homogenen Weltsicht, strauchelt, krümmt sich, implodiert. Nicht immer klappt das beim allerersten Versuch. Doch auch das, die Fehlschläge, spart Ponger nicht aus. Wie sonst ließen sie sich finden, die Haken und Schlingen der fremden wie der eigenen Existenz.

Zum Filmprogramm wird Lisl Ponger persönlich anwesend sein.

Zu empfehlen ist auch die noch bis 8. März laufende Ausstellung „Lasst tausend Blumen blühen“ von Lisl Ponger im Kunsthaus mehr dazu bald, wir organisieren demnächst einen gemeinsamen Besuch!

Wir freuen uns auf Donnerstag – ach so: Treffen um 18 Uhr am Eingang! Bis dahin, Katharina und Nadja

PS: Noch nicht Mitglied bei den JUNGEN FREUNDEN?  Jetzt auf www.freunde-skd.de anmelden, nur 24 Jahresbeitrag zahlen und für 2009 alle Vorteile sichern: so oft ihr wollt kostenlos die 11 Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden besuchen, am riesigen Angebot an Vorträgen, Kunstgesprächen, Sonderführungen kostenlos teilnehmen, Workshops besuchen und natürlich bei unseren JUNGE FREUNDE-Veranstaltungen und unseren exklusiven Blicken hinter die Kulissen der Museen dabei sein. Außerdem bekommt ihr Einladungen zu allen Ausstellungseröffnungen (!) und werdet per Mail über das aktuelle Geschehen informiert! Ideen, was wir unbedingt mal machen sollten, Fragen oder Anregungen? Dann schreibt uns einfach: freunde@skd.museum oder besucht unsere Gruppe „Wir sind Freunde“ bei Studi-VZ.

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CHINESISCHER KRIMIABEND mit Tatort-Kommissar Jörg Schüttauf: Tod in der Festung

Mittwoch, 26. November 2008 16:50

Donnerstag,  4. Dezember, 18.30 Uhr, Tonnengewölbe im Residenzschloss, Eintritt: 5€

Am Tag zuvor dreht er noch an einer neuen Folge des „Tatort“ mit Andrea Sawatzki alias Kommissarin Charlotte Sänger in Frankfurt am Main – am 4. Dezember steht er dann bei uns auf der Bühne: Jörg Schüttauf, als Fritz Dellwo wohl einer unserer Lieblings-„Tatort“-Kommissare.  Anlässlich der Ausstellung „Goldener Drache – Weißer Adler“ im Residenzschloss im Rahmen von „China in Dresden in China“ liest er eine Kriminalgeschichte, die im alten China spielt. Die Hauptfigur Richter Di ermittelt im 7. Jahrhundert im Tang-Reich – aber seine Fälle sind verblüffend modern.

Wir freuen uns auf einen spannenden Fall und ganz großes Kino für die Ohren!

Euer JUNGE-FREUNDE-Team

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Die Dresdner Frauenkirche – Wunder aus Stein

Donnerstag, 13. November 2008 19:43

3355 Sandsteine – so nüchtern kann man die berühmteste Kuppel Dresdens beschreiben.[1] Das wird ihr allerdings keinesfalls gerecht denn sie gehört zu einem der emotionalsten Bauwerke Deutschlands. Die Rede ist vom Wahrzeichen der Elbestadt, der berühmten Frauenkirche auf dem Neumarkt, die mit ihrer monumentalen Steinkuppel die einzigartige Silhouette der vieltürmigen Stadt prägt. Als exklusiver Aussichtspunkt steht sie diesmal im Fokus der Dokumentationsreihe „Über den Dächern – Dresden, Stadt der Türme”.

Ratszimmermeister George Bähr legte 1726 den Grundstein für den prächtigen Kirchbau, der die zu klein gewordene und baufällige gotische Vorgängerkirche ablösen sollte. Der aus dem Erzgebirge stammende Baumeister hatte bis dato zwar schon an einigen Kirchbauten mitgewirkt, doch mit dem Bau der Frauenkirche erhielt sein Schaffen zweifellos eine völlig neue Dimension. Die Ansprüche an Bähr waren hoch, denn der frisch gekürte König von Polen, August der Starke, wollte „sein” Dresden mit einem prächtigen Sakralbau schmücken, um es konkurrenzfähig zu anderen Residenzen zu machen. Obwohl er selber zum Katholizismus übergetreten war, sicherte er seinen Untertanen die Religionsfreiheit zu und förderte gleichzeitig das Frauenkirchprojekt.

Zunächst plante George Bähr einen Zentralbau mit vier Ecktürmchen aus Stein und einer großen, kupfergedeckten Hauptkuppel. Da den Rat der Stadt auch damals schon Geldsorgen plagten und Kupfer ein sehr teures Material war, beschloss man nach kurzer Zeit, auch den Kuppelanlauf in Stein zu bauen. Schon zu diesem Zeitpunkt führte Bähr die Mauern stärker aus, als sie für eine Holzkuppel hätten sein müssen denn insgeheim träumte er, der gelernte Zimmermann, von einer komplett steinernen Kuppel. Nach jahrelangem Streit um die technische Machbarkeit eines solch gigantischen Projektes stimmten die Stadtväter George Bährs Plänen 1728 schließlich zu weil sie sich von der Kostengünstigkeit dieser Variante überzeugen ließen. Eine steinerne Kuppel war zwar nicht alltäglich, jedoch auch kein Novum in dieser Zeit. Ähnliche Konstruktionen kannte man damals z.B. aus Florenz oder Rom. Das wirklich faszinierende und bis heute weltweit einmalige an George Bährs Schöpfung war und ist die geschwungene Form der Frauenkirchenkuppel, die an eine Glocke erinnert und ihr so den liebevollen Namen „Steinerne Glocke” einbrachte.

202 Jahre lang trotzte die Steinerne Glocke allen Widrigkeiten und überstand sogar den Bombenhagel des II. Weltkrieges unbeschadet. Zum Verhängnis wurde ihr erst die große Hitze des Feuersturms, der nach den Luftangriffen vom 13. Februar 1945 in Dresden loderte, den Sandstein verbrannte und die Kirche zum Einsturz brachte. Erfolgreich wehrte sich die Bevölkerung zu DDR-Zeiten gegen die Räumung der Ruine. Insgeheim hofften die Menschen immer auf einen Wiederaufbau ihrer lieb gewonnenen Kirche, die zwar als Trümmerberg Mahnmal für den Frieden geworden war aber trotzdem dem Stadtbild in ihrer Schönheit fehlte. Kurz nach der Wende war die Zeit schließlich reif für den „Ruf aus Dresden”.[2] Dieser Aufruf zum Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche als ein Mahnmal und Zentrum für Frieden und Versöhnung ging um die Welt und regte Tausende zum Spenden an. Es folgten 12 hoch emotionale Jahre des Wiederaufbaus für Bauherren, Handwerker, Spender und die Dresdner Bürger. Mit modernster Technik und alter Handwerkskunst wurde das Projekt angegangen und gleichzeitig wurde versucht, so viel wie möglich Originalmaterial zu verwenden. 2005 konnte die Frauenkirche schließlich wiedergeweiht werden – dank der großzügigen Spendenbereitschaft sogar früher als geplant. Seitdem trohnt die Steinerne Glocke wieder über den Dächern des neu entstehenden Neumarktes. Weit ist ihr Glockengeläut zu hören und die Aussichtsplattform der Laterne lädt zum Aufstieg ein.

In einzigartiger Weise fügte George Bähr die Kuppel mit dem Rumpf der Frauenkirche über einen 11 m hohen, konkaven Tambourzylinder so zusammen, dass es keinerlei Unterschied mehr zwischen Dach und Wandflächen gibt. Es existiert praktisch nur eine Struktur – die Außenhaut. Lediglich die vier kleinen Glockentürme scheinen aus den Mauern des Kirchenraumes zu erwachsen um die Steinerne Glocke zu rahmen. Das barocke Wechselspiel zwischen konkavem und konvexem Schwung verleiht der Kuppel der Frauenkirche ihre außerordentliche Schönheit. Etwas eigenwillig wirkt die aufgesetzte, offene Laterne, die die 25 m hohe Kuppel abschließt und selbst noch vom Turmkreuz bekrönt wird.

Plastizität bringen schmale, lisenenartige Steinbänder, das horizontal umlaufende Fries sowie unterschiedlich große Fenster ins Spiel. Da die Kuppel enorm groß ist und somit starken Kräften standhalten muss, wurde sie – im Gegensatz zum Rest der Kirche – ausschließlich aus einwandfreiem, neuem Sandstein errichtet. Um statische Probleme vollständig auszuschließen, zog man zusätzlich acht Spannanker aus Edelstahl ein.

Ein wirkliches Erlebnis ist der Kuppelaufstieg. In 67 m Höhe hat man bei gutem Wetter eine exzellente Aussicht auf die Weiten des Elbtals, die Sächsische Schweiz und Dresden. Doch schon der Gang nach oben innerhalb der Kuppel birgt ganz eigene Reize.

Die Besteigung wird völlig separat vom Kirchenraum von der „Kuppelaufstieg Frauenkirche Dresden GmbH” durchgeführt. Zugang und Kasse befinden sich im Eingang G direkt gegenüber vom Coselpalais. Zwar sind die Eintrittspreise von 8 € für Erwachsene, 5 € für Ermäßigungsberechtigte und 20 € für Familien[3] nicht gerade knapp bemessen, trotzdem lohnt sich diese Geldanlage meiner Meinung nach sehr.

Zuerst gelangt man mit einem Fahrstuhl auf 24 m Höhe, von wo aus man seine Reise zu Fuß durch die Kuppel fortsetzt. Ein stufenlos ansteigender Wendelgang windet sich direkt zwischen Außen- und Innenkuppel in die Höhe und bietet zwischendurch durch Öffnungen in der Innenkuppel herrliche Ausblicke hinunter in die Kuppel und sogar in den Kirchenraum. Kurz bevor man diese 14% steile Rampe betritt, hat man darüber hinaus die Möglichkeit, den Kuppelmalereien von Giovanni Battista Grone, die 2004 von Christoph Wetzel wieder erschaffen wurden, auf Augenhöhe zu begegnen. Ergriffen blickt man nach oben und unten – in die Weite der Kuppel und die Weite des prächtig geschmückten Kirchenraumes – und wird mit zunehmender Höhe einfach überwältigt von der Erhabenheit dieser Kirche. Dem schlichten Wendelgang folgen noch zwei schmale, recht steile Treppen ehe man die Aussichtsplattform erreicht und seinen Blick nach Herzenslust schweifen lassen kann.

Öffnungszeiten:    März bis Oktober

Montag bis Sonnabend 10-18 Uhr

Sonntag 12:30-19 Uhr

November bis Februar

Montag bis Sonnabend 10-16 Uhr

Sonntag 12:30-16 Uhr


[1] Die Anzahl der Steine bezieht sich auf die Außenhaut der Außenkuppel (ohne Hintermauerung)

[2] Fakten zur Geschichte und technische Angaben entnommen aus: Helfricht, Jürgen: Die Dresdner Frauenkirche. Eine Chronik von 1000 bis heute, Husum 2003, 6. grundlegend aktualisierte Auflage 2006.

[3] Entnomen aus: http://www.frauenkirche-dresden.de/kuppelaufstieg.html

Thema: Über den Dächern - Dresden, Stadt der Türme, Wissenswertes | Kommentare (0) | Autor: