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Tanzen im Transit. – „Jeff Wall. Transit“

Mittwoch, 12. Mai 2010 10:14

Die JUNGEN FREUNDE der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden & Altes Wettbüro präsentieren die Party zur Ausstellung „Jeff Wall. Transit“ am 24. Juni 2010 im Lipsiusbau auf der Brühlschen Terrasse

Kunst genießen und Feste feiern – Die JUNGEN FREUNDE der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Alte Wettbüro machen es möglich. Nach „Madonna Meets Mao“ und „Tanzen unter Göttern“ ist der diesjährige Höhepunkt in der Veranstaltungsreihe der JUNGEN FREUNDE die Party in der Ausstellung „Jeff Wall. Transit“. In der bewährten Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse, laden bis Mitternacht sogen. Life-Speaker ein, die Arbeiten des kanadischen Fotokünstlers Jeff Wall zu erkunden. Walls Großbilddias hinter Leuchtkästen wirken auf den ersten Blick wie Leuchtreklame in Schaufenstern, entwickeln aber bei genauerem Hinsehen faszinierende Geschichten voller Umbrüche und Wandlungen. Realität und Fiktion gehen dabei nahtlos ineinander über.

Ganz im Zeichen von „Transit“ wird getanzt. DJ Steffen Bennemann legt im Untergeschoss der Kunsthalle auf und setzt mit seiner Mischung aus House und Dub sehr emotionale Akzente. Bennemann ist einer der Väter des Festivals Nachtdigital und legt in Clubs wie Leipzigs „Distillery“ und Jenas „Kassablanca“ auf: Nicht einfach so, sondern mit einem besonderen Gespür für den Fluss der Musik. Er pickt Platten mit Esprit heraus, oft bittersüß und mit Widerhaken. Die Übergänge sind sanft und ehrfürchtig zugleich, was sein Set zu einer echten Erfahrung macht – mit Bewusstseinserweiterung ohne Nebenwirkungen. Die Geschichten, die er mit seinen Beats und Melodien erzählt, setzen die bei Jeff Wall begonnene Reise fort.

Die Jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bieten den direkten Draht zur Kunst: Mit einem abwechslungsreichen Programm – von den Alten Meistern bis zur Gegenwartskunst – für alle die Spaß daran haben, sich mit Kunst auseinanderzusetzen, neue Kontakte zu knüpfen und die Kunstszene zu entdecken. Für 24,- € im Jahr treffen sich die JUNGEN FREUNDE immer am letzten Mittwoch im Monat zum Jour Fixe und schauen hinter die Kulissen der Museen, besuchen Galerien, kommen mit Künstlern ins Gespräch und feiern zusammen.

Was:      TANZEN! Die Party zur Ausstellung „Jeff Wall. Transit“

Wer:      Steffen Bennemann (Leipzig/D)

Life-Speaker in der Ausstellung

Wann:     24.6.2010, 20.30 Uhr

Wo:       Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse

Wie viel: freier Eintritt JUNGE FREUNDE (Infos: besucherservice@skd.museum)

Gäste: 5 EUR (Vorverkauf: Art & Info Shop im Residenzschloss, Sax-Ticket und Konzertkasse Dresden)


Eine Veranstaltung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Zusammenarbeit mit den Freunden der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden e.V. und dem Alten Wettbüro. Alle Informationen zu Mitgliedschaft und aktuellem Programm: www.freunde-skd.de.

Thema: Ausstellungen, Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Veranstaltungstipps | Kommentare (0) | Autor:

Jour Fixe JUNGE FREUNDE: Türckische Cammer

Montag, 8. März 2010 14:50

31. März 2010 | 19 Uhr | Kuratorenführung + Hintergrundgespräch | Treffpunkt: Residenzschloss, Eingang Sophienstraße
freier Eintritt | Gäste 3€

Liebe JUNGE FREUNDE,

erlebt mit uns eine orientalische Vollmondnacht! Die Eröffnung der Türckischen Cammer am letzten Samstag als ein Teil der Rüstkammer im Dresdner Residenzschloss ist ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Schon im 16. Jahrhundert haben die sächsischen Kurfürsten gezielt Objekte osmanischer Herkunft gesammelt. Nachdem die Stücke nun fast 70 Jahre im Depot weilten, freuen wir uns jetzt, diese exotischen Stücke vereint auf 750 m² zu bewundern. Das Herzstück der neuen Dauerausstellung ist das große osmanische Staatszelt, welches aufwändig restauriert worden ist. Mit seinen 20 x 6 x 8 Metern spannt es sich wie ein zweiter Himmel über den Besucher.

Dr. Dirk Syndram, Direktor der Rüstkammer und des Grünen Gewölbes zeigt uns kunstvolle Gewänder, Panzerhemden und ganz besondere Reitzeuge. Unser türkischer Mitarbeiter Güven Gynaltay erzählt uns interessante Hintergrundinfos zur Organisation der Ausstellung, der deutsch-türkischen Zusammenarbeit und seinem ganz persönlichen „Kültüraustausch“.

Lasst Euch diesen interkulturellen Abend nicht entgehen!

Britta Sommermeyer und das Team der JUNGEN FREUNDE

Weitere Infos unter:

www.freunde-skd.de

www.skd-dresden.de


Thema: Ausstellungen, Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Veranstaltungstipps, Wissenswertes | Kommentare (0) | Autor:

Beate Gütschow place(ments)

Samstag, 5. Dezember 2009 11:00

Beate-GütschowEine Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden | Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse | 10. Oktober 2009 bis 17. Januar 2010

place(ments) – Sonderlich vertraut und zugleich bedrückend fern, schier entlehnt aus einer Zweitrealität wirken die Orte und Architekturen in den Bildern und Videoprojektionen Beate Gütschows, welche zurzeit in der Kunsthalle des Lipsiusbaus ausgestellt sind. Dabei handelt es sich bei den gezeigten Werken nicht um Fotografien im herkömmlichen Sinne, denn nichts in den Bildern existiert wirklich.

Die 1970 in Mainz geborene Fotografin bedient sich bei der Gestaltung beziehungsweise der Inszenierung ihrer Bilder der Technik der Bildmontage. Aus zahlreichen selbst angefertigten Aufnahmen, welche sie in minutiöser Arbeit in einer Datenbank zusammengefasst hat, entwirft sie ihre abgebildeten Architekturen und Landschaften und „baut“ diese am Computer zusammen. Dies geschieht in einer solch präzisen Weise, dass dem Betrachter zumeist verborgen bleibt was tatsächlich „echt“ und was frei erfunden ist. So entstehen großformatige, ideale Landschaften und Architekturportraits, die den Betrachter bewusst in vertraute Szenerien und Umgebungen führen.

LS#3Das „Erfinden“ von Bildräumen sowie die Inszenierung von Bildpersonal innerhalb einer Abbildung sind dabei nichts Neues. Die Kunstgeschichte kennt dieses Prinzip vor allem aus den Stilepochen der ausgehenden Renaissance und des Barock. Maler wie Claude Lorrain, Jacques Stella und Nicolas Poussin schufen ihre fiktiven Landschaften und Architekturen frei aus dem Kopf mit Hilfe ihrer Vorstellungskraft. Anhand von Skizzen, die in der Natur angefertigt und gesammelt wurden, komponierten bzw. montierten die Künstler im Atelier ihre fantastischen aber auch fantasievollen Werke. Exakt dieser Herangehensweise bedient sich auch Beate Gütschow, nur eben mit den Mitteln der modernen Computer- und Bildbearbeitungstechnik. Vergleichbar sind hierfür vor allem die ausgestellten Fotomontagen aus der ersten Serie „LS“ in der die Fotografin ideale Landschaften kreiert und präsentiert. Die gezeigten Landschaften wirken vertraut, so als hätte man diese beim letzten Sonntagsspaziergang selbst durchwandert. Dass es sich dabei nur um eine Illusion handelt spielt jedoch nur eine untergeordnete Rolle.

S#22Ebenso verhält es sich bei den präsentierten Fotomontagen aus der zweiten Reihe „S“, welche urbane Landschaften und Großstadtarchitektur zeigt. In ihrer analytischen sowie streng geometrischen Umsetzung erinnern diese Architekturportraits an die dokumentarische Ästhetik der „Anonymen Skulpturen“ des Künstler- und Fotografenehepaars Bernd und Hilla Becher. Passender Weise handelt es sich im Gegensatz zu den Fotomontagen der Serie „LS“ um monochrome Aufnahmen. Auch wenn die abgebildeten Gebäude reine Fantasieprodukte sind, erzeugen diese den Eindruck von realen zum Teil tristen Stadtszenerien, die durch verschiedene Bilderpersonalien ergänzt werden. Durch den erhöhten Blickpunkt erschließt sich eine Perspektive, in der sich die abgebildeten Objekte dem Betrachter unmittelbar gegenüberstellen. Durch das Gegenüberstehen verdeutlicht sich die erwähnte Tristes, die die Architekturaufnahmen innehaben. Denn die Gebäude zeigen klare Spuren des Verfalls und weisen so auf ihren verlorenen Nutzen hin. Durch die Montage erreichen diese aufgebrauchten architektonischen „Raumverpackungen“ eine neue Sinnstufe als Kunstwerk und Denkmal ihrer selbst.

Die dritte Reihe „I“ zeigt ein differenziertes Motivrepertoire. Handelt es sich doch hierbei um eine Art Persiflage bekannter Werbe- und Produktfotografie. In das Zentrum der Bilder rücken nun trivial wirkende Gebrauchs- und Alltagsgegenstände, die durch gelungen Lichtsetzung und Positionierung ähnlich wie teure Markenprodukte präsentiert werden. Aber auch bei diesen Bildern kommt die Technik der Montage zum Einsatz. So werden die Arrangements der Objekte zueinander sowie die Hintergründe am Computer zusammengesetzt. Hierdurch wird die werbetechnische Künstlichkeit der Produktfotografie hervorgehoben und förmlich karikiert. Treffender Weise sind die Fotomontagen als Folien auf Lichtkästen angebracht und wirken so wie Leuchtreklame an bekannten Waren- und Kaufhäusern allerorts.

"R1"+"R2"Ein weiterer direkter Vergleich zwischen den Montagetechnik Beate Gütschows und der Kunstgeschichte bilden die beiden gezeigten Videoprojektionen „R#1 + R#2“ aus dem Jahre 2007. Hierbei stellt die Fotografin einen direkten Bezug zu zwei Werken des niederländischen Landschaftsmaler Jacob Izaakszoon van Ruisdael (* um 1628 – 1682) her. Mittels der Montagetechnik stellt Beate Gütschow die zwei Fassungen von „Der Judenfriedhof“ aus den Jahren 1660 (diese erste Fassung des Bildes befindet sich in der Galerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden) und 1672 in bewegten Bildern nach. Jacob Izaakszoon van Ruisdael hatte die jüdischen Gräber auf dem Friedhof Beth Haim in Amsterdam skizziert und diese anschließend in eine fiktive Waldlandschaft mit Ruine als Landschaftsgemälde umgesetzt. Beate Gütschow filmte genau diese Gräber und setzte sie ebenfalls in eine Waldlandschaft mit Ruine. Ergänzt werden die beiden Projektionen durch die Klänge eines kleinen Baches und das Rascheln der Blätter im Wind.

Die Ausstellung in ihrer Auswahl und Hängung zeigt einen gelungen Querschnitt des Œuvres Beate Gütschows und dürfte nicht nur Liebhabern zeitgenössischer Fotografie sondern auch Bildgestaltern sowie allen geneigten Besuchern gefallen.

BILDNACHWEIS:

Bild 1: Beat Gütschow: LS#3; 1999; 116 x 169 cm; C – Print; entnommen von: www.beateguetschow.net.

Bild 2: Beat Gütschow: S#22; 2007; 180 x 267 cm; Light Jet Print entnommen von: www.beateguetschow.net.

Bild 3: Ruisdael, Jacob Izaakszoon van: Der Judenfriedhof; 1655/1660; 84 x 95 cm; Leinwand; Galerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden; entnommen von: www.prometheus-bildarchiv.de

Bild 4: Ruisdael, Jacob Izaakszoon van: Der Judenfriedhof; 1660/1670; 141 cm x 182,9 cmLeinwand; The Detroit Institute of Arts Detroit; entnommen von: www.prometheus-bildarchiv.de

Bild 5: Gütschow, Beate: R#1; 2007; DV; entnommen von: www.acgebbers.com/Anna- Catharina_Gebbers_|_Bibliothekswohnung/Beate_Guetschow_R1_+_R2.html.

Bild 6: Gütschow, Beate: R#2; 2007; DV; entnommen von: www.acgebbers.com/Anna- Catharina_Gebbers_|_Bibliothekswohnung/Beate_Guetschow_R1_+_R2.html.

Weitere Informationen:

www.beateguetschow.net

www.skd-dresden.de

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Jour Fixe: Mit Fortuna übers Meer – Sachsen und Dänemark – Ehen und Allianzen im Spiegel der Kunst (1548-1709)

Donnerstag, 12. November 2009 11:23

GaleereKuratorenführung | 25. November | 19 Uhr | Treffpunkt: kleiner Schlosshof im Residenzschloss | freier Eintritt | Gäste 3€

Liebe Junge Freunde,

am 25. November führt uns Claudia Brink durch die Sonderausstellung “Mit Fortuna übers Meer – Sachsen und Dänemark – Ehen und Allianzen im Spiegel der Kunst (1548-1709)“.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Eheschließung zwischen Herzog August, dem späteren Kurfürsten von Sachsen, und der dänischen Prinzessin Anna im Jahr 1548. Diese Ehe begründeten eine starke politische Allianz zwischen Dresden und Kopenhagen – den beiden wichtigsten protestantischen Höfen Europas­. Drei weitere prachtvolle Hochzeiten folgten im Verlauf des 17. Jahrhunderts und festigten die dynastischen Bande zwischen Sachsen und Dänemark.

Vom 24. August 2009 bis zum 04. Januar präsentieren die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Königlichen Sammlungen in Schloss Rosenborg in Kopenhagen nun eine große gemeinsame Ausstellung.

Hochkarätige Kunstwerke aus Renaissance und Barock zeugen noch heute vom prachtvollen Kunstbesitz der sächsisch-dänischen Paare, den reichen Mitgiften der Bräute und den ausgetauschten Geschenken.

Wir freuen uns auf eine interessante Führung und ganz neue Sichtweisen auf die sächsische Kunst.

Michaela Jarosch und die

JUNGEN FREUNDE

Weitere Informationen:

www.freunde-skd.de

www.skd-dresden.de

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Like a bridge. Die Ausstellung “troubled waters” in der Gemäldegalerie Alte Meister.

Mittwoch, 1. Oktober 2008 17:20

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Das Stillleben als Darstellung der unbelebten Natur entstand als eigenständige Bildgattung im Laufe des 16. Jahrhunderts und wird derzeit in zahlreichen Veröffentlichungen und mit Ausstellungen wie beispielsweise “Die Natur der Dinge” im Frankfurter Städel, wo Werke der Zeit von 1500-1800 versammelt waren, einer Revision unterzogen.

In der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister kann zur Zeit ein interessanter Zweig künstlerischer Auseinandersetzung mit den Dingen – und dem Menschen – gesehen werden: Die Ausstellung “troubled waters” präsentiert Stilllebenfotografie von 12 bedeutenden Künstlern aus der Zeit von 1967 bis in die 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Schnell stellt sich heraus, dass der traditionelle Begriff des Stilllebens flexibel gehandhabt wird, spielt doch der Mensch in den ausgestellten Werke eine zentrale Rolle. Diese äußert sich einerseits in seiner unmittelbaren Präsenz im Bild bei Michael Schmidt, Dan Graham, Lindwien van de Ven und William Eggleston, dessen Serie der Ausstellung ihren Namen lieh. Andererseits spielen auch die wirklich stilllebenhaften Arbeiten mit der gewesenen Anwesenheit lebenden Personals. Gerade dieser implizite Protagonist verleiht den meisten Werken erst ihren Reiz, wie beispielsweise in Thomas Struths “South Lake Street Appartment 2″, wo eine massive Wohnmaschine einen mehr funktional als liebevoll angelegten Spielplatz überschattet. Auch die Fotografien (?) des “Alchemisten” Sigmar Polke überschreiten eine imaginäre Gattungsgrenze, indem sie auf ihrem Weg in die Abstraktion eine Reflexion über das bilderzeugende Material ermöglichen.

So changieren die ausgestellten Arbeiten zwischen Abstraktion und zum Teil porträthaftem Menschenbezug und erlauben zum einen anregende Einblicke in das Werk bekannter Fotokünstler, zum anderen aber stellt diese kleine Ausstellung durch ihre prägnante Werkauswahl die Frage nach Gattungsbestimmung und der generellen Möglichkeit der Kategorisierung von Kunst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 11. Januar 2009 in der Gemäldegalerie Alte Meister.

Abbildungen entnommen von: sk-dresden.de

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