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Griechisch, römisch oder gotisch? Überlegungen zum Antikenstudium in der französischen Skulptur um 1200

Dienstag, 23. Juni 2009 11:37

tudresden-winckelmannVortrag Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Kurmann, Fribourg


Freitag, 26. Juni 2009, 18.30 Uhr
Hörsaalzentrum, Bergstraße 64, HS 2

Wie nie zuvor im Mittelalter lehnte sich die Kunst der Steinbildhauer derart eng an Vorbilder der Antike an wie in den Bauhütten der gotischen Kathedralen um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert. Das ist um so erstaunlicher, als genau in dieser Zeit das System der gotischen Architektur – sozusagen der Antipode der klassischen Baukunst der Antike – zur vollen Reife gelangte. Ist das ein Widerspruch? Wie kam dieses Verständnis für die Skulptur der Antike zustande? Kannten die Bildhauer der Hochgotik nicht nur römische Vorbilder, sondern vielleicht auch solche der griechischen Klassik? Welche Rolle spielte die „antikische“ Phase der Zeit um 1200 innerhalb der Geschichte der gotischen Kunst? All diesen Fragen soll im Verlauf des Vortrags nachgegangen werden.

Der Vortrag findet im Rahmen der Johann Joachim Winckelmann-Vorlesungen der TU Dresden statt, die gemeinsam vom Institut für Kunst- und Musikwissenschaft, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden veranstaltet wird.

Entnommen von : tu-dresden.de

Thema: Veranstaltungstipps, Wissenswertes | Kommentare (0) | Autor:

Die JUNGEN FREUNDE präsentieren:

Dienstag, 14. Oktober 2008 21:46

Troubled Waters. 12 Stillleben aus der Fotosammlung Pinakothek der Moderne | Junge Freunde: Eintritt frei | Nichtmitglieder: Ausstellungseintritt 6 Euro | erm. 3,50 Euro | Gemäldegalerie Alte Meister, Theaterplatz | bis 11. Januar 2009

Vanilleeis und Rindfleischpastete frosten friedlich vor sich hin: der Blick in das Gefrierfach ist Teil der Serie „Troubled Waters” des amerikanischen Fotografen William Eggleston. Zu Gast in den Räumen der Gemäldegalerie Alte Meister, in der man klassische Stillleben z.B. aus der Zeit des Barock vortrefflich studieren kann, greift die Fotoausstellung der Galerie Neue Meister das klassische Genre auf und zeigt etwas andere „Stillleben” zeitgenössischer Fotografen:

Befremdlich ruhig und gleichzeitig merkwürdig vertraut liegt der Flur auf einem Foto Thomas Demands da – er hat den Ort 1:1 aus Papier und Pappe nachgebaut. Reale Häuserblocks in Chicago zeigt Thomas Struth in seinen Fotos; stimmungsvolle und rätselhafte Räume und Gegenstände begegnen uns bei Peter Fraser, Dan Graham oder Lidwien van de Ven. Sigmar Polke traktierte seine Negative und Abzüge mit Kaffeesud, experimentierte mit Spülmittel-entstanden sind Werken, die subjektive und ungewohnte Ansichten auf das Alltägliche, auf Gegenstände, Räume und Situationen ermöglichen und dem Stillleben überraschende Aktualität verleihen. Wer Lust hat, sich näher mit den Stillleben-Fotografien auseinanderzusetzen, ist herzlich eingeladen, an einem Seminar teilzunehmen, das Ulrich Bischoff,  Direktor der Galerie Neue Meister, anbietet: 15. und 22. Oktober,  5. und 26. November, 10.  Dezember und 7. Januar 2009, jeweils 15 Uhr in der Ausstellung.

Seminar in der Ausstellung | Anmeldung: gwendolin.kremer@skd.museum

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Exklusiv für die Jungen Freunde der SKD!

Samstag | 22. November | 14 Uhr | Junge Freunde: Eintritt frei | Nichtmitglieder: Ausstellungseintritt 3 Euro | erm. 2 Euro | Josef-Hegenbarth-Archiv | Calberlastraße 2

Künstler-Gespräch in der Ausstellung: Jana Morgenstern. Steine.

Arbeiten auf Papier

An der nördlichen Küste Rügens hat die Dresdnerin Jana Morgenstern ein ganz besonderes Motiv für sich entdeckt: Steine.  Seit 2006 lassen die rundgeschliffenen, grau-braunen Kiesel die Künstlerin nicht mehr los. Sie zeichnet ihre Konturen, schabloniert die Umrisse, mal in Zeichnungen, mal in Druckgraphiken.

Thema: Ausstellungen, Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Veranstaltungstipps | Kommentare (0) | Autor:

Like a bridge. Die Ausstellung “troubled waters” in der Gemäldegalerie Alte Meister.

Mittwoch, 1. Oktober 2008 17:20

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Das Stillleben als Darstellung der unbelebten Natur entstand als eigenständige Bildgattung im Laufe des 16. Jahrhunderts und wird derzeit in zahlreichen Veröffentlichungen und mit Ausstellungen wie beispielsweise “Die Natur der Dinge” im Frankfurter Städel, wo Werke der Zeit von 1500-1800 versammelt waren, einer Revision unterzogen.

In der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister kann zur Zeit ein interessanter Zweig künstlerischer Auseinandersetzung mit den Dingen – und dem Menschen – gesehen werden: Die Ausstellung “troubled waters” präsentiert Stilllebenfotografie von 12 bedeutenden Künstlern aus der Zeit von 1967 bis in die 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Schnell stellt sich heraus, dass der traditionelle Begriff des Stilllebens flexibel gehandhabt wird, spielt doch der Mensch in den ausgestellten Werke eine zentrale Rolle. Diese äußert sich einerseits in seiner unmittelbaren Präsenz im Bild bei Michael Schmidt, Dan Graham, Lindwien van de Ven und William Eggleston, dessen Serie der Ausstellung ihren Namen lieh. Andererseits spielen auch die wirklich stilllebenhaften Arbeiten mit der gewesenen Anwesenheit lebenden Personals. Gerade dieser implizite Protagonist verleiht den meisten Werken erst ihren Reiz, wie beispielsweise in Thomas Struths “South Lake Street Appartment 2″, wo eine massive Wohnmaschine einen mehr funktional als liebevoll angelegten Spielplatz überschattet. Auch die Fotografien (?) des “Alchemisten” Sigmar Polke überschreiten eine imaginäre Gattungsgrenze, indem sie auf ihrem Weg in die Abstraktion eine Reflexion über das bilderzeugende Material ermöglichen.

So changieren die ausgestellten Arbeiten zwischen Abstraktion und zum Teil porträthaftem Menschenbezug und erlauben zum einen anregende Einblicke in das Werk bekannter Fotokünstler, zum anderen aber stellt diese kleine Ausstellung durch ihre prägnante Werkauswahl die Frage nach Gattungsbestimmung und der generellen Möglichkeit der Kategorisierung von Kunst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 11. Januar 2009 in der Gemäldegalerie Alte Meister.

Abbildungen entnommen von: sk-dresden.de

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