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Tanzen im Transit. – „Jeff Wall. Transit“

Mittwoch, 12. Mai 2010 10:14

Die JUNGEN FREUNDE der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden & Altes Wettbüro präsentieren die Party zur Ausstellung „Jeff Wall. Transit“ am 24. Juni 2010 im Lipsiusbau auf der Brühlschen Terrasse

Kunst genießen und Feste feiern – Die JUNGEN FREUNDE der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Alte Wettbüro machen es möglich. Nach „Madonna Meets Mao“ und „Tanzen unter Göttern“ ist der diesjährige Höhepunkt in der Veranstaltungsreihe der JUNGEN FREUNDE die Party in der Ausstellung „Jeff Wall. Transit“. In der bewährten Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse, laden bis Mitternacht sogen. Life-Speaker ein, die Arbeiten des kanadischen Fotokünstlers Jeff Wall zu erkunden. Walls Großbilddias hinter Leuchtkästen wirken auf den ersten Blick wie Leuchtreklame in Schaufenstern, entwickeln aber bei genauerem Hinsehen faszinierende Geschichten voller Umbrüche und Wandlungen. Realität und Fiktion gehen dabei nahtlos ineinander über.

Ganz im Zeichen von „Transit“ wird getanzt. DJ Steffen Bennemann legt im Untergeschoss der Kunsthalle auf und setzt mit seiner Mischung aus House und Dub sehr emotionale Akzente. Bennemann ist einer der Väter des Festivals Nachtdigital und legt in Clubs wie Leipzigs „Distillery“ und Jenas „Kassablanca“ auf: Nicht einfach so, sondern mit einem besonderen Gespür für den Fluss der Musik. Er pickt Platten mit Esprit heraus, oft bittersüß und mit Widerhaken. Die Übergänge sind sanft und ehrfürchtig zugleich, was sein Set zu einer echten Erfahrung macht – mit Bewusstseinserweiterung ohne Nebenwirkungen. Die Geschichten, die er mit seinen Beats und Melodien erzählt, setzen die bei Jeff Wall begonnene Reise fort.

Die Jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bieten den direkten Draht zur Kunst: Mit einem abwechslungsreichen Programm – von den Alten Meistern bis zur Gegenwartskunst – für alle die Spaß daran haben, sich mit Kunst auseinanderzusetzen, neue Kontakte zu knüpfen und die Kunstszene zu entdecken. Für 24,- € im Jahr treffen sich die JUNGEN FREUNDE immer am letzten Mittwoch im Monat zum Jour Fixe und schauen hinter die Kulissen der Museen, besuchen Galerien, kommen mit Künstlern ins Gespräch und feiern zusammen.

Was:      TANZEN! Die Party zur Ausstellung „Jeff Wall. Transit“

Wer:      Steffen Bennemann (Leipzig/D)

Life-Speaker in der Ausstellung

Wann:     24.6.2010, 20.30 Uhr

Wo:       Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse

Wie viel: freier Eintritt JUNGE FREUNDE (Infos: besucherservice@skd.museum)

Gäste: 5 EUR (Vorverkauf: Art & Info Shop im Residenzschloss, Sax-Ticket und Konzertkasse Dresden)


Eine Veranstaltung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Zusammenarbeit mit den Freunden der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden e.V. und dem Alten Wettbüro. Alle Informationen zu Mitgliedschaft und aktuellem Programm: www.freunde-skd.de.

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Jour Fixe: Mit Fortuna übers Meer – Sachsen und Dänemark – Ehen und Allianzen im Spiegel der Kunst (1548-1709)

Donnerstag, 12. November 2009 11:23

GaleereKuratorenführung | 25. November | 19 Uhr | Treffpunkt: kleiner Schlosshof im Residenzschloss | freier Eintritt | Gäste 3€

Liebe Junge Freunde,

am 25. November führt uns Claudia Brink durch die Sonderausstellung “Mit Fortuna übers Meer – Sachsen und Dänemark – Ehen und Allianzen im Spiegel der Kunst (1548-1709)“.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Eheschließung zwischen Herzog August, dem späteren Kurfürsten von Sachsen, und der dänischen Prinzessin Anna im Jahr 1548. Diese Ehe begründeten eine starke politische Allianz zwischen Dresden und Kopenhagen – den beiden wichtigsten protestantischen Höfen Europas­. Drei weitere prachtvolle Hochzeiten folgten im Verlauf des 17. Jahrhunderts und festigten die dynastischen Bande zwischen Sachsen und Dänemark.

Vom 24. August 2009 bis zum 04. Januar präsentieren die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Königlichen Sammlungen in Schloss Rosenborg in Kopenhagen nun eine große gemeinsame Ausstellung.

Hochkarätige Kunstwerke aus Renaissance und Barock zeugen noch heute vom prachtvollen Kunstbesitz der sächsisch-dänischen Paare, den reichen Mitgiften der Bräute und den ausgetauschten Geschenken.

Wir freuen uns auf eine interessante Führung und ganz neue Sichtweisen auf die sächsische Kunst.

Michaela Jarosch und die

JUNGEN FREUNDE

Weitere Informationen:

www.freunde-skd.de

www.skd-dresden.de

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Jour Fixe: Fotografie-Workshop “Canaletto-Blicke in Dresden”

Freitag, 18. September 2009 10:21

jour-fixe_fotoworkshop30. September | 14 Uhr | Studiensaal Kupferstich-Kabinett |

“Canaletto-Blicke in Dresden” | Mitglieder Eintritt frei | Gäste 3€

Liebe Junge Freunde,

Während seiner Zeit am sächsischen Hof schuf der venezianische Städtemaler Canaletto eine Reihe großformatiger Dresden-Ansichten. Das Gemälde “Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke” aus dem Jahr 1748 ist sein berühmtestes Bild. Es zählt zugleich zu den bedeutendsten Werken der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in der Gemäldegalerie Alte Meister.

Um das Kunstwerk auch weiterhin bestaunen zu können, ist eine grundlegende Restaurierung des Bildes nötig. Dafür läuft derzeit die Spendenkampagne “Für Canaletto”, da eine Restaurierung in diesem Falle sehr aufwendig und kostspielig ist.

Passend zur Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts “Auf den Flügeln der Markuslöwen. Von Bellotto bis Tiepolo. Venezianische Graphik des 18. Jahrhunderts”, die von Januar bis Mai im Kupferstichkabinett zu sehen war, möchten wir euch beim nächsten Jour Fixe auf die Suche nach eurem eigenen Canaletto-Blick schicken.

Beginnen werden wir unsere kleine Reise im Studiensaal des Kupferstichkabinetts, wo wir uns einige originale Grafiken sowie Fotografien des Künstlers anschauen und erste Ideen sammeln können. Danach kommt der praktische Teil, bei dem sich jeder an einem eigenen Meisterwerk versuchen kann.

Bitte bringt eure Kamera und ein bisschen Zeit mit, damit stünde einem ordentlichen Ergebnis nichts mehr im Wege. Die Fotografien wollen wir im Anschluss auf unserer  Website www.fuer-canaletto.de präsentieren.

Wir freuen uns auf einen kreativen Jour Fixe und hoffen, dass dieser fotografisch im Gedächtnis bleibt!

Euer JUNGE FREUNDE-TEAM

www.freunde-skd.de

www.fuer-canaletto.de

Bild: Belotto, Bernardo (Canaletto):  Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke; Öl/Leinwand; um 1750. Bildnachweis Wilfried Seipel (Hg.): Bernardo Belotto genannt Canaletto. Europäische Veduten (Ausstellungskatalog: Wien, Kunsthistorisches Museum, 16. Mär. – 19. Jun. 2005), Mailand 2005, S. 87.

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Jour Fixe im August: Carl Gustav Carus – Natur und Idee

Mittwoch, 5. August 2009 10:07

Carl Gustav Carus – Natur und IdeeLiebe JUNGE FREUNDE,

der nächste Jour Fixe ist ausnahmsweise nicht am letzten, sondern diesmal schon am vorletzten Mittwoch. Am 19. August treffen wir uns um 19 Uhr im kleinen Schlosshof und schauen uns gemeinsam „Carl Gustav Carus – Natur und Idee“ an.

Carl Gustav Carus gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten des geistigen und gesellschaftlichen Lebens des 19. Jahrhunderts. 55 Jahre wirkte er als Arzt und Naturwissenschaftler, Philosoph und Künstler in Dresden. Carus gilt als Universalgelehrter im Sinne Goethes und Alexander von Humboldts. Die Ausstellung führt Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälde der Staatlichen Kunstsammlungen mit der umfangreichen von Carus angelegten Schädel- und Abguss-Sammlung des Museums für Völkerkunde zusammen. Wir freuen uns auf eine ganz besondere Kuratorenführung mit dem Kunsthistoriker Dirk Gedlich und der Biologin Kathleen Melzer.

Viele Grüße vom JUNGE FREUNDE TEAM.

Einen ersten Eindruck bekommt Ihr Hier.

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Carl Gustav Carus – Natur und Idee

Freitag, 3. Juli 2009 11:07

Carl Gustav Carus - Natur und IdeeWenn man über Carl Gustav Carus sprechen oder schreiben möchte, wird es einem schwer fallen die Attribute geniereich oder universalgelehrt zu vermeiden. Wie kaum einer seiner Zeitgenossen schaffte es Carus innerhalb seines Schaffens die beiden Stiefschwestern Wissenschaft und Kunst zu vereinen und zu einem Höhepunkt zu führen. Carus, der als Mediziner seit 1814 in Dresden tätig war, beschäftigte sich schon früh mit der Malerei und hinterließ ein beachtliches Œuvre, welches seinen romantischen Blick für die Natur und die Dinge in ihr zeigt.[1] Seit dem 26. Juni 2009 kann dieses in den Räumen der Galerie Alte Meister und denen des Kupferstich-Kabinetts Dresden begutachtet werden. Bereits einen Tag eher hatten Mitglieder der K-DD-Redaktion die Gelegenheit die Ausstellung „Carl Gustav Carus – Natur und Idee“, im Rahmen der feierlichen Eröffnung zu besuchen und einen umfassenden Einblick in das Schaffen des homo universalis Carus zu gewinnen.

Den Besucher erwartet ein gelungener Querschnitt durch die zahlreichen Motive und Perspektiven mit denen Carus dem Betrachter unter anderem zu den Küsten Italiens, Rügens und zu den Pillnitzer Elbhängen führt. Den rund 250 Werken von Carus sind zahlreiche Gemälde anderer zeitgenössischer Maler wie Johann Christian Clausen Dahl und vor allem Casper David Friedrich gegenübergestellt[2]. Eine mit Hintergedanken zusammengestellte Auswahl – denn speziell zu Friedrich bestand eine schöpferische und gegenseitig künstlerisch fruchtbare Freundschaft[3]. So wirkt es kaum verwunderlich, dass zahlreiche Gemälde Carus’ eine gewisse Spur des „friedrichschen“ Werks besitzen. Den Darstellungen des aufbrausenden Meeres, welches wenige Momente später ruhend und friedlich scheint, gebührt eine ebenso besondere Stellung wie den sakralen Architekturdarstellungen und romantischen Szenen, die Mensch und Natur in Einklang zeigen. Auch spiegelt sich in zahlreichen Ausstellungsstücken die Begeisterung Carus’ für Lichtreflexion und Wolkenkonstellationen wider. So ist auf manchem Gemälde der sanfte Schein des Mondes zu finden, der zaghaft die auf die nächtliche Küste zuschwebenden Wolkenberge berührt. Zahlreiche medizinische Exponate und Instrumente sowie die mannigfaltigen anatomischen Studien- und Skizzenblätter, die obligatorisch für das Schaffen Carus’ als Arzt sind, runden die Ausstellung ab. Ein lohnenswerter Programmpunkt für jeden Dresdenbesuch und eine grandiose Möglichkeit das Schaffen eines Mannes zu erfahren, der es in gekonnter Manier verstand Körper und Seele seiner Zeitgenossen zu heilen. Fazit: Mehr als sehenswert!

Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts und der Galerie Neue Meister in Zusammenarbeit mit der Alten Nationalgalerie Berlin.
Residenzschloss Dresden und Semperbau am Zwinger
26. Juni bis 20. September 2009

Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten wurde der Direktor des Kupferstich-Kabinetts, Prof. Dr. Wolfgang Holler gen Weimar verabschiedet. Die K-DD-Redaktion sowie die Kunstgeschichtsstudierenden der TU Dresden danken Herrn Holler für sein Lehrengagement und seine mitreißende Art. Viel Erfolg und Bis bald.

Weitere Informationen: www.skd-dresden.de

[1] Jansen, Elmar: Carl Gustav Carus; Dresden, 1986.

[2] http://www.skd-dresden.de/de/ausstellungen/aktuell/Carus_Natur_und_Idee.html

[3] Howoldt, Jenns E.: Von Caspar David Friedrich zu Carl Gustav Carus : Landschaftsmalerei zwischen ästhetischer Autonomie und wissenschaftlichem Anspruch; 2002. In: Expedition Kunst – Die Entdeckung der Natur von C.D. Friedrich bis Humboldt; Hamburg, 2002, S. 9 – 17.

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Das Palmenhaus im Pillnitzer Schlosspark

Sonntag, 28. Juni 2009 20:51

Palmenhaus_Pillnitz

„Eine richtige Premiere. Und es funktioniert!“ verkündet ein Mann, der bis zur Hüfte in einem Becken mit Wasser steht. Er ist Brunnenbauer und hat gerade das Wasserspiel in dem königlichen Palmenhaus von Schloss Pillnitz bei Dresden in Gang gesetzt. So hörte sich der Abschluss letzter Arbeiten an dem ovalen Brunnen mit Fontäne an, der zentral in dem achteckigen Mittelbau des Gebäudes liegt. 1859 ließ der sächsische König das repräsentative Pflanzenschauhaus bauen. Die Konstruktion aus Gusseisen und Glas, die in Deutschland einzigartig ist, wurde nun restauriert und wird in diesen Tagen wieder zur Besichtigung frei gegeben. Bis 1990 ist mehr als dreißig Jahre nichts an dem Gebäude gemacht worden. Der Kunsthistoriker Fritz Löffler, dem Dresden viel zu verdanken hat, schlug in einem Brief an die SED-Führung sogar vor, das Palmenhaus an Westberlin zu verschenken, anstatt es verfallen zu lassen. Der Bau ist von dem Londoner Crystal Palace inspiriert, der viele Jahrzehnte Sinnbild für britische Innovation war. Joseph Paxton, ein angesehener Gartenarchitekt und spezialisiert auf Gewächshäuser, entwarf den Kristallpalast. Errichtet für die erste Weltausstellung 1851, wurde das Gebäude danach demontiert und in dem Stadtteil Syndenham wieder aufgebaut. 1936 fiel der Bau einem Großbrand vollständig zum Opfer. [Bild]

In der Schlossanlage Pillnitz steht mit dem Palmenhaus der einzige noch erhaltene Vertreter dieser Konstruktionsweise in Deutschland. Dreißig Jahre gehen an einem Bauwerk aus vergleichsweise empfindlichen Baustoffen wie Gusseisen, Holz und Glas nicht spurlos vorbei. „Die äußeren Stützen, die gleichzeitig Regenrohre waren, mussten fast komplett neu gegossen und ausgetauscht werden. Der Frost hatte in den vielen Wintern das Material stark angegriffen“, sagt Roland Puppe, Bereichsleiter Garten der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen. Das Gebäude entstand in der Regierungszeit von König Johann I. von Sachsen. Ab 1858 ließ er alte Gewächshäuser teilweise um- und neu bauen. Der König interessierte sich jedoch mehr für Literatur und Philosophie als für Botanik. „Wahrscheinlich hat König Johann das Palmenhaus in Andenken an seinen verunglückten Bruder, Friedrich August II., bauen lassen“, so Puppe. Friedrich August II. war leidenschaftlicher Botaniker und hatte die Pillnitzer Pflanzenbestände umfassend erweitert. Der historische Bepflanzungsplan des weitläufigen Schlossparks gilt seit langem als verschollen. Die verantwortlichen Gärtner mussten sich bei der Rekonstruktion der historischen Pflanzenanordnung an alte Fotografien und schriftliche Überlieferungen halten. In dem  Palmenhaus, das in Südflügel, Mittelhalle und Nordflügel gegliedert ist, gedeihen hauptsächlich so genannte Holländer und Neuholländer. Das sind Gewächse aus den ehemaligen niederländischen Kolonien in Südafrika Australien.  Die achteckige Mittelhalle ist eines der Warmhäuser und zeigt seltene Palmenarten und prachtvoll blühende Pflanzen, wie die Paradiesvogelblume, deren leuchtend gelbe Blüte einen Akzent setzt. Das Oktogon vereint sowohl die botanischen, als auch die architektonischen Highlights in sich. Die Gestaltung des Innenraums ist teilweise von viktorianischen Rundungen inspiriert, während andere Details und der klare äußere Aufbau an die Industrialisierung erinnern. So haben die Auflageflächen für Hängepflanzen die Form eines Rades dessen Speichen verspielt geschwungen sind. Im 19. Jahrhunderts wurde mit der künstlich geschaffenen Idylle eine Beschaulichkeit und Sicherheit vermittelt, die in Krisenzeiten Ruhe und Geborgenheit suggerierte. Großbritannien entwickelte sich im 18. und 19. Jahrhundert zu einer Wohlfühlinsel, auf der sich adlige und wohlhabende Gesellschaften regelmäßig in die heimischen Tropenhäuser zurückzogen, um sich der traditionellen Tea-time zu widmen.

Palmenhaus_Pillnitz2Bevor in Pillnitz der endgültige Entschluss gefasst wurde das Palmenhaus für die ursprüngliche Nutzung wieder herzurichten, erwog man auch die Einrichtung eines Café- oder besser Teehauses. „Der Vorschlag entpuppte sich schnell als nicht praktikabel. Im Winter muss man allein für die Pflanzen heizen bis das Kondenswasser von der Decke tropft und im Sommer würde man die Sonne kaum aushalten“, sagt Roland Puppe, der seit Anfang der neunziger Jahre mit dem  Palmenhausprojekt beschäftigt ist. Letztlich wurde entschieden das Palmenhaus wieder als botanisches Schauhaus einzurichten und ehemalige Wirtschaftsräume so umzugestalten, dass wechselnde Ausstellungen eingerichtet werden können.

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Weitere Infos unter:

www.schloesser-dresden.de

Bild vom Londoner Crystal Palace entnommen von:  www.prometheus-bildarchiv.de

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JUNGE FREUNDE Jour Fixe: „Auf den Flügeln des Markuslöwen“

Mittwoch, 15. April 2009 15:16

Auf den Flügeln des Markuslöwen
Von Bellotto bis Tiepolo. Venezianische Graphik des 18. Jahrhunderts

Giovanni Battista Piranesi: Die Zugbrücke. Aus:Carceri D´Invenzione. 1761Jour Fixe: Kuratorenführung und Workshop Kaltnadelradierung!

29. April | Mittwoch | 19 Uhr – ca. 21 Uhr | JUNGE FREUNDE 3 € Materialkosten für die Radierung | Gäste 6 € | Residenzschloss Dresden, Kupferstich-Kabinett, Ausstellung 3. OG

Da in der Werkstatt nur begrenzt Platz ist, bitte anmelden bis 27.4. unter: nadja.schmieder@skd.museum


Sich mit den Blicken auf den verschlungenen Treppen eines Piranesi verirren oder
anhand der Graphiken Tiepolos Geschichten spinnen: Die venezianische Kunst des 18. Jahrhunderts verlieh der Phantasie der Betrachter sozusagen Flügel – und uns heute noch. Wir wollen in unserer Jour Fixe-Reihe erstmals nicht nur Kunst angucken, sondern selbst praktisch tätig werden: Erst gibt es eine Führung mit Kuratorin Claudia Schnitzer, dann einen Workshop Kaltnadelradierung mit Expertin Claudia Schmidt!

Das Kupferstich-Kabinett besitzt einen reichen Bestand venezianischer Graphik, der zum großen Teil schon im 18. Jahrhundert nach Dresden gelangte. In der Ausstellung zu sehen sind auch seltene Frühdrucke, kostbare Bücher und Graphikbände. Manche der Werke wirken verblüffend, leicht, fast modern, weil die Künstler in den sogenannten Capricci, assoziativen Bilderfolgen, mit akademischen Konventionen brachen und sozusagen Kapriolen schlugen – die ebenfalls für Venedig typischen Veduten dagegen stellen topographisch exakte Stadtansichten dar. Realitätsanspruch und Phantasiewelt prallen in der Kunst der Zeit aufeinander und verschwimmen in manchen Graphiken.

Nachdem wir in der Ausstellung in das Venedig des 18. Jahrhunderts abgetaucht sind, wechseln wir in die Druckwerkstatt im Schloss. Wir greifen selbst zu Druckplatte, Griffel und Farbe und stellen unsere eigenen Kaltnadelradierungen her. Das ist erstaunlich einfach und sieht dann erstaunlich toll aus – man ritzt ein Motiv in die Metallplatte, walzt diese mit der Farbe ein, reibt die überschüssige Farbe ab und schickt die Platte mit einem Blatt feinsten Papiers durch die Druckerpresse. Voilà: euer eigenes druckgraphisches Kunstwerk!

Wir freuen uns auf einen eindrucksvollen Abend! Euer JUNGE FREUNDE-Team

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JUNGE FREUNDE: Chemnitz

Freitag, 3. April 2009 15:37

Liebe  JUNGE FREUNDE,

mal Lust auf was anderes? Raus aus Dresden, ab nach Chemnitz!

jungefreunde_chemnitz

Wir besuchen den Jungen Freundeskreis der Kunstsammlungen Chemnitz und machen  am 18. April einen kleinen Ausflug in die schöne Nachbarstadt. Dort führt uns Kurator Thomas Friedrich  durch das Museum Gunzenhauser und die Münter-Ausstellung  . Dabei erfahren wir mehr über Geschichte und Architektur des Museums, das eine riesige Sammlung mit Werken klassischer Moderne beherbergt, darunter eine der größten Otto-Dix-Sammlungen weltweit Wir lernen in einer Sonderausstellung die Gemälde, Hinterglasmalereien und Papierarbeiten von Gabriele Münter kennen, die gemeinsam mit Wassily Kandinsky und Franz Marc zum Kreis der expressionistischen Künstlervereinigung „Der Blauer Reiter“ gehörte. Dass man jetzt so viel von ihr in Chemnitz sehen kann, ist ein echtes Highlight!

Freut euch auf einen interessanten Kultur-Samstag, bei dem man sich auch außerhalb der normalen Freundes-Treffen mal kennenlernt – und auch die Chemnitzer „Jungen Freunde“ mal beschnuppern kann.

Auch für Nicht-Mitglieder der JUNGEN FREUNDE!

Wann gehts los?

Treffpunkt: 18. April, 11.30 Uhr, Dresden Hauptbahnhof, Reisezentrum


Wir fahren um 11.55 Uhr am Hauptbahnhof (Gleis 12) in Dresden los und kommen mit dem Regional-Express eine Stunde später in Chemnitz an. In Chemnitz machen wir uns  mit dem Zug um 17.00 Uhr wieder auf den Rückweg, Ankunft in Dresden Hbf 18.02 Uhr.

Programm?

13.30 Uhr beginnt unsere Führung durch das Museum Gunzenhauser und durch die Sonderausstellung „Gabriele Münter“.

Im Anschluss wollen wir uns gern noch in ein gemütliches Café setzen, ein bisschen relaxen, reden und die Eindrücke der Ausstellung etwas sacken lassen. Wer danach noch zu frischen Taten aufgelegt ist, kann natürlich mit uns auf eine kleine Stadtentdeckungs-Tour kommen.

Kosten?

Unschlagbare 10 EURO für Junge Freunde inkl. Fahrt , Führung und Eintrittspreis.  Bezahlung  bar  am Treffpunkt (Nichtmitglieder zzgl. 3 EUR).

Lasst euch unseren ersten Kurztrip nicht entgehen!

Anmeldungen oder Fragen könnt ihr per Email an Nadja.Schmieder@skd.museum senden. Wer mitfahren will, melde sich bitte bis zum 13. April bei Nadja an. Wir freuen uns auf ein Zugabteil voller Junger Freunde…

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Blattgold. Zeitgenössische Grafik.

Montag, 30. März 2009 17:56

Blattgold. Zeitgenössische Grafik – Eine Ausstellung des Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Sächsischen Staatsministerium der Finanzen.

Special zwischendurch!

8. April | Mittwoch | 17 Uhr | JUNGE FREUNDE kostenlos | Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, Carolaplatz 1, 01097 Dresden

Achtung: Bitte am Empfang im Finanzministerium melden, bevor ihr in die Ausstellung geht!

Tilo Baumgärtel, Begegnung, 2001, Öl/Papier, 24 x 35 cm. Kunstfonds, Staatliche Kunstsammlungen Dresden.Immobilienanleihen, Wertpapiere und Aktienfonds sind im Moment ziemlich out da räumt sogar das Finanzministerium seinen beeindruckenden Innenhof  für die Kunst, denn die erweist sich jetzt als wahrer Schatz! Die Ausstellung BLATTGOLD, durch die uns Silke Wagler, Leiterin des Kunstfonds und Kuratorin der Ausstellung führt, wartet mit einer repräsentativen Auswahl zeitgenössischer Grafik auf, darunter so bekannter Künstler wie Georg Baselitz, Eberhard Havekost, Thomas Scheibitz oder Matthias Weischer. Alles graphische Gold, das hier glänzt, stammt aus der Sammlung des Kunstfonds, die seit 1992 überwiegend durch die Förderankäufe des Freistaates Sachsen zusammengetragen wurde. Diese Förderankäufe sind ein wichtiger Bestandteil der Förderung bildender Kunst in Sachsen und unterstützen in besonderer Weise das zeitgenössische Kunstschaffen in der Region und dienen der Stärkung der sächsischen Kunstlandschaft.

Die so zusammengetragenen Sammlung des Kunstfonds sind durchaus als Staatsschatz zu betrachten, ein Gedanke, auf den auch der Ausstellungstitel Bezug nimmt. Die Ausstellung BLATTGOLD vereint mehr als 70 Arbeiten von insgesamt 38 Künstlern, die eindrucksvoll Vielfalt und Breite grafischer Techniken und künstlerischer Handschriften von Holzschnitt bis Offset vor Augen führen.

Wir freuen uns auf goldene Zeiten am nächsten Mittwoch!

Das Team der JUNGEN FREUNDE

www.freunde-skd.de

Weitere Infos unter:

www.skd-dresden.de/de/ausstellungen/aktuell/blattgold.html

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Rückblick: „am allerwertesten“ – Ausstellung einer Künstlerinnengruppe

Sonntag, 8. März 2009 18:37

In der vergangenen Woche hat sich das „Institut für wahre Kunst“ der Öffentlichkeit präsentiert. Zu der Künstlerinnengruppe gehören Lysann Németh, Nina Schmidt, Elke Jänicke und Saskia Göldner. „Seit Juni 2008 experimentieren wir mit Puderzucker und Betonmischern, spenden Herzblut und zersägen die Wirklichkeit“, so kündigen sich die vier jungen Frauen in dem zur Ausstellung gehörenden Reader an. Große Worte, die die Besucher auf geheimnisvolle und umweltkritische Arbeiten hoffen ließen.

Podiumsdiskussion

Umrahmt wurde die Ausstellungswoche von verschiedenen Veranstaltungen, die den Kunstinteressierten und meist auch den Künstler selbst auf den Plan riefen. Gut zu beobachten bei der Podiumsdiskussion mit dem Thema Kunst Markt Macht Mythos. Zu dem, neben der Vernissage und Finissage, am besten besuchten Programmpunkt versammelten sich hauptsächlich Künstler aus Dresden und solche, die es gern wären. Die Diskutanten waren Jörg Stübing aus dem Buchladen „Büchers Best“, Matthias Burghardt von der Fakultät für Architektur an der TU Dresden und Jochen Deutsch, der sich als „Universaldilettant“ vorstellte, aber eigentlich in der Galerie „Treibhaus“ tätig ist. Die Moderatorin, die aus Krankheitsgründen fehlte, war tatsächlich ein Verlust. Nach einer ausgedehnten Vorstellungsrunde, die gleichzeitig zur Vorstellung der jeweiligen Thesen genutzt wurde, ging man dazu über wichtige Kunsttheoretiker wild zu zitieren. Jörg Stübing und Matthias Burghardt sahen Walter Benjamin und seine Kunstkategorien, die in dem Essay Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit 1936 erstmals erschienen, als immer noch gültig an. Mit dieser Auffassung zog man sich jedoch den Zorn der zahlreich anwesenden Dresdner Künstler zu. Jochen Deutsch versuchte nun zu vermitteln.

Weiterer Reibungspunkt waren anscheinend die verschiedenen Auffassungen was Kunst überhaupt sei. Nur wahre Kunst könne auf dem Markt bestehen. Diese müsse, wie es die drei Merkmale besagten, „neu, öffentlich und unikat sein“, so Jörg Stübing. Gerechtfertigte Zweifel, diese Dogmen auf die zeitgenössische Kunst zu übertragen, flammten schließlich auch in dem Diskutanten auf. Ihren Höhepunkt erreichte die Diskussion auf die Frage, warum Künstler überhaupt ausstellten. Provokativ konterte Matthias Burghardt: „Ist es auch noch Kunst, wenn man nicht ausstellen würde?“ Dann verstöße man ja gegen eine der drei Dogmen. Berichten nicht schon die Leiden des Jungen Werthers im Ursprung von einem schlummernden Genie, das letztlich an seiner Genialität zu Grunde geht? Im weiteren Verlauf wurde hitzig über den Geniegedanken sowohl in der Literatur, als auch in der Bildenden Kunst debattiert. Auf einen gemeinsamen Nenner kam man jedoch nicht. Kunst ohne den Marktbegriff sei nicht greifbar, hieß es auf der einen und wer sich diesem Betriebssystem verschreibe sei kein wirklicher Künstler, auf der anderen Seite. So blieb der vermeintliche Mythos des Marktes leider ein Rätsel.

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Die Finissage enthüllte schließlich die blinde Versteigerung. Die Künstlerinnen wollten feststellen wie weit die Preisvorstellungen der potentiellen Käufer und der Künstlerinnen auseinander gingen. Tatsächlich lag zwischen dem materiellen Wert für den Betrachter und die Künstlerinnen teilweise ein dreistelliger Betrag.

Saskia Göldner, eine der Künstlerinnen, resümiert: „Die Ausstellungswoche war für das erste Projekt einer jungen Künstlerinnengruppe ein Riesenerfolg. Die Messlatte lag sehr hoch, und wir haben unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Man muss bedenken, dass die meisten Künstlergruppen daher nicht lange zusammen arbeiten, weil sie bei ihren ersten Projekten auseinander brechen.“ Man darf also gespannt sein auf neue Arbeiten der Künstlerinnen. Möglicherweise sogar auf der Dresdner Ostrale, die dieses Jahr wieder im August stattfinden wird.

Weitere Informationen zur Künstlerinnengruppe und den verschiedenen Veranstaltungen unter: www.wahrekunst.com

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