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Jour Fixe: Fotografie-Workshop “Canaletto-Blicke in Dresden”

Freitag, 18. September 2009 10:21

jour-fixe_fotoworkshop30. September | 14 Uhr | Studiensaal Kupferstich-Kabinett |

“Canaletto-Blicke in Dresden” | Mitglieder Eintritt frei | Gäste 3€

Liebe Junge Freunde,

Während seiner Zeit am sächsischen Hof schuf der venezianische Städtemaler Canaletto eine Reihe großformatiger Dresden-Ansichten. Das Gemälde “Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke” aus dem Jahr 1748 ist sein berühmtestes Bild. Es zählt zugleich zu den bedeutendsten Werken der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in der Gemäldegalerie Alte Meister.

Um das Kunstwerk auch weiterhin bestaunen zu können, ist eine grundlegende Restaurierung des Bildes nötig. Dafür läuft derzeit die Spendenkampagne “Für Canaletto”, da eine Restaurierung in diesem Falle sehr aufwendig und kostspielig ist.

Passend zur Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts “Auf den Flügeln der Markuslöwen. Von Bellotto bis Tiepolo. Venezianische Graphik des 18. Jahrhunderts”, die von Januar bis Mai im Kupferstichkabinett zu sehen war, möchten wir euch beim nächsten Jour Fixe auf die Suche nach eurem eigenen Canaletto-Blick schicken.

Beginnen werden wir unsere kleine Reise im Studiensaal des Kupferstichkabinetts, wo wir uns einige originale Grafiken sowie Fotografien des Künstlers anschauen und erste Ideen sammeln können. Danach kommt der praktische Teil, bei dem sich jeder an einem eigenen Meisterwerk versuchen kann.

Bitte bringt eure Kamera und ein bisschen Zeit mit, damit stünde einem ordentlichen Ergebnis nichts mehr im Wege. Die Fotografien wollen wir im Anschluss auf unserer  Website www.fuer-canaletto.de präsentieren.

Wir freuen uns auf einen kreativen Jour Fixe und hoffen, dass dieser fotografisch im Gedächtnis bleibt!

Euer JUNGE FREUNDE-TEAM

www.freunde-skd.de

www.fuer-canaletto.de

Bild: Belotto, Bernardo (Canaletto):  Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke; Öl/Leinwand; um 1750. Bildnachweis Wilfried Seipel (Hg.): Bernardo Belotto genannt Canaletto. Europäische Veduten (Ausstellungskatalog: Wien, Kunsthistorisches Museum, 16. Mär. – 19. Jun. 2005), Mailand 2005, S. 87.

Thema: Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Wissenswertes | Kommentare (0) | Autor:

artefakt ist jetzt ein E-Journal

Mittwoch, 22. Juli 2009 9:08

Artefakt - Studentische Zeitschrift für Kunstgeschichte

Heidelberg (21.07.2009): Kläglich wurde kürzlich der „Heidelberger Appell“ genannt und für das mangelnde Interesse an Innovation gescholten. Für den Einen ist der „Heidelberger Appell“ das Kultur-Wort des Jahres 2009, für den Anderen mehr als eine Goldene Himbeere wert, für uns Heidelberger-Studenten von artefakt ein Grund, in den wissenschaftlichen Kinderschuhen Innovationsfähigkeit zu proben.

artefakt – studentische Zeitschrift für Kunstgeschichte und Kunst hat sich von ihrem Periodikum und einer Printpublikation verabschiedet und setzt auf ein frei zugängliches E(lektronisches)-Journal. Um gleich noch ein Fremdwort hinterher zu schieben: ein Open Peer Reviewed Journal. artefakt verlegt die wissenschaftliche Diskussion unter den Studenten der Kunstgeschichte und angrenzender Disziplinen ins Internet und macht damit den direkten, themenspezifischen Dialog möglich. Ein internationales Online-Kolloquium also, das man jederzeit besuchen, an dem man sich jederzeit beteiligen oder dem man einfach nur still beiwohnen kann. Jeder wissenschaftliche Aufsatz und jeder studentische Beitrag kann kommentiert werden, denn die Texte sind jetzt einzeln abrufbar. Einmal im Monat stellt artefakt neue Beiträge zur Diskussion.

Den Auftakt macht artefakt mit der Serie „Dissertation in progress“. Ist die Magisterarbeit (oder auch Masterarbeit) geschrieben, steht schon die nächste wissenschaftliche Qualifikationsarbeit an. Wie an ein Thema findet, Struktur in die Arbeit und den Schreiballtag bringt und neben der Dissertation noch ein Buch veröffentlicht, erzählt die diesjährige Deubner-Preisträgerin Stephanie Marchal. Den Überblick kann man bei den angesammelten Mengen von Literatur leicht verlieren. Mit welchen Literaturverwaltungsprogrammen man das Problem in den Griff bekommen kann, hat artefakt getestet. Ist die Dissertation geschrieben, steht man heute vor der Frage: Buch oder Internet? Im Gespräch mit Fachleuten werden die Vor- und Nachteile der Print- und Onlinepublikation beleuchtet. Da es gegen Ende nochmal teuer werden kann, wenn die Rechtslage die Bildrechte betreffend nicht ausreichend geklärt ist, sprach artefakt mit einem Anwalt für Medienrecht, der grundlegenden Fragen beantwortet. Freilich sind noch Fragen offen. Mittels der Kommentarfunktion auf der neuen Seite können die Studenten ihre Fragen stellen und in absehbarer Zeit spricht dann die Redaktion wieder mit dem Medienrechtler und stellt die Fragen der Leser

Für diejenigen unter den Lesern, die nicht promovieren wollen, besucht die Redaktion regelmäßig Kunsthistoriker an ihrem Arbeitsplatz und spricht mit ihnen über den Einstieg in den Beruf und ihren Arbeitsalltag. Den Anfang machen Nadja Eger aus der Marketingabteilung der SCHIRN Kunsthalle in Frankfurt am Main und Andrea Crone aus der Galerie m in Bochum. In allererster Linie gestalten aber die Studenten mit ihren wissenschaftlichen Aufsätzen das artefakt E-Journal. Den Auftakt macht hier Dorothea Kraus (Eichstätt) mit Ihrem Aufsatz „‚Et in Arcadia ego‘. Ferdinand Hodler und Valentine Godé-Darel“. War es Egomanie oder der Wunsch nach Unvergänglichkeit im Angesicht des Todes, der Hodler in der Sterbephase seiner Geliebten Valentine Godé-Darel Blatt um Blatt zeichnen ließ? Wie das Äußere im Zyklus zur Allegorie des Jenseitigen wird und in welchem Bezug dazu Hodlers Landschaften stehen, zeigt Kraus.

Über artefakt:

artefakt – Studentische Zeitschrift für Kunstgeschichte schafft eine Ebene, auf der studentische Ansätze in der Erforschung kunstgeschichtlicher Themen bundesweit und international vorgestellt und diskutiert werden können. Dabei wendet sich artefakt an den Ideenreichtum und den wissenschaftlichen Ehrgeiz eines jeden Studenten. Neben den wissenschaftlichen Artikeln, beinhaltet die Zeitschrift Exkurse zu kunsthistorischen Themen und weitere studentische Beiträge.  Die Redaktion ist für Vorschläge offen, und die Mitgestaltung seitens Studenten angrenzender Disziplinen ist unbedingt erwünscht. Weniger Fakten als vielmehr Fragestellungen und neue kreative Ansätze, die der Kunstgeschichte von heute vielleicht eine neue Richtung weisen könnten, stehen im Mittelpunkt.

Artikelaufruf 2009

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Sabine Koßmann und Caroline Marié:

E-MAIL: presse@artefakt-sz.net

INTERNET: www.artefakt-sz.net

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Carl Gustav Carus – Natur und Idee

Freitag, 3. Juli 2009 11:07

Carl Gustav Carus - Natur und IdeeWenn man über Carl Gustav Carus sprechen oder schreiben möchte, wird es einem schwer fallen die Attribute geniereich oder universalgelehrt zu vermeiden. Wie kaum einer seiner Zeitgenossen schaffte es Carus innerhalb seines Schaffens die beiden Stiefschwestern Wissenschaft und Kunst zu vereinen und zu einem Höhepunkt zu führen. Carus, der als Mediziner seit 1814 in Dresden tätig war, beschäftigte sich schon früh mit der Malerei und hinterließ ein beachtliches Œuvre, welches seinen romantischen Blick für die Natur und die Dinge in ihr zeigt.[1] Seit dem 26. Juni 2009 kann dieses in den Räumen der Galerie Alte Meister und denen des Kupferstich-Kabinetts Dresden begutachtet werden. Bereits einen Tag eher hatten Mitglieder der K-DD-Redaktion die Gelegenheit die Ausstellung „Carl Gustav Carus – Natur und Idee“, im Rahmen der feierlichen Eröffnung zu besuchen und einen umfassenden Einblick in das Schaffen des homo universalis Carus zu gewinnen.

Den Besucher erwartet ein gelungener Querschnitt durch die zahlreichen Motive und Perspektiven mit denen Carus dem Betrachter unter anderem zu den Küsten Italiens, Rügens und zu den Pillnitzer Elbhängen führt. Den rund 250 Werken von Carus sind zahlreiche Gemälde anderer zeitgenössischer Maler wie Johann Christian Clausen Dahl und vor allem Casper David Friedrich gegenübergestellt[2]. Eine mit Hintergedanken zusammengestellte Auswahl – denn speziell zu Friedrich bestand eine schöpferische und gegenseitig künstlerisch fruchtbare Freundschaft[3]. So wirkt es kaum verwunderlich, dass zahlreiche Gemälde Carus’ eine gewisse Spur des „friedrichschen“ Werks besitzen. Den Darstellungen des aufbrausenden Meeres, welches wenige Momente später ruhend und friedlich scheint, gebührt eine ebenso besondere Stellung wie den sakralen Architekturdarstellungen und romantischen Szenen, die Mensch und Natur in Einklang zeigen. Auch spiegelt sich in zahlreichen Ausstellungsstücken die Begeisterung Carus’ für Lichtreflexion und Wolkenkonstellationen wider. So ist auf manchem Gemälde der sanfte Schein des Mondes zu finden, der zaghaft die auf die nächtliche Küste zuschwebenden Wolkenberge berührt. Zahlreiche medizinische Exponate und Instrumente sowie die mannigfaltigen anatomischen Studien- und Skizzenblätter, die obligatorisch für das Schaffen Carus’ als Arzt sind, runden die Ausstellung ab. Ein lohnenswerter Programmpunkt für jeden Dresdenbesuch und eine grandiose Möglichkeit das Schaffen eines Mannes zu erfahren, der es in gekonnter Manier verstand Körper und Seele seiner Zeitgenossen zu heilen. Fazit: Mehr als sehenswert!

Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts und der Galerie Neue Meister in Zusammenarbeit mit der Alten Nationalgalerie Berlin.
Residenzschloss Dresden und Semperbau am Zwinger
26. Juni bis 20. September 2009

Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten wurde der Direktor des Kupferstich-Kabinetts, Prof. Dr. Wolfgang Holler gen Weimar verabschiedet. Die K-DD-Redaktion sowie die Kunstgeschichtsstudierenden der TU Dresden danken Herrn Holler für sein Lehrengagement und seine mitreißende Art. Viel Erfolg und Bis bald.

Weitere Informationen: www.skd-dresden.de

[1] Jansen, Elmar: Carl Gustav Carus; Dresden, 1986.

[2] http://www.skd-dresden.de/de/ausstellungen/aktuell/Carus_Natur_und_Idee.html

[3] Howoldt, Jenns E.: Von Caspar David Friedrich zu Carl Gustav Carus : Landschaftsmalerei zwischen ästhetischer Autonomie und wissenschaftlichem Anspruch; 2002. In: Expedition Kunst – Die Entdeckung der Natur von C.D. Friedrich bis Humboldt; Hamburg, 2002, S. 9 – 17.

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Das Palmenhaus im Pillnitzer Schlosspark

Sonntag, 28. Juni 2009 20:51

Palmenhaus_Pillnitz

„Eine richtige Premiere. Und es funktioniert!“ verkündet ein Mann, der bis zur Hüfte in einem Becken mit Wasser steht. Er ist Brunnenbauer und hat gerade das Wasserspiel in dem königlichen Palmenhaus von Schloss Pillnitz bei Dresden in Gang gesetzt. So hörte sich der Abschluss letzter Arbeiten an dem ovalen Brunnen mit Fontäne an, der zentral in dem achteckigen Mittelbau des Gebäudes liegt. 1859 ließ der sächsische König das repräsentative Pflanzenschauhaus bauen. Die Konstruktion aus Gusseisen und Glas, die in Deutschland einzigartig ist, wurde nun restauriert und wird in diesen Tagen wieder zur Besichtigung frei gegeben. Bis 1990 ist mehr als dreißig Jahre nichts an dem Gebäude gemacht worden. Der Kunsthistoriker Fritz Löffler, dem Dresden viel zu verdanken hat, schlug in einem Brief an die SED-Führung sogar vor, das Palmenhaus an Westberlin zu verschenken, anstatt es verfallen zu lassen. Der Bau ist von dem Londoner Crystal Palace inspiriert, der viele Jahrzehnte Sinnbild für britische Innovation war. Joseph Paxton, ein angesehener Gartenarchitekt und spezialisiert auf Gewächshäuser, entwarf den Kristallpalast. Errichtet für die erste Weltausstellung 1851, wurde das Gebäude danach demontiert und in dem Stadtteil Syndenham wieder aufgebaut. 1936 fiel der Bau einem Großbrand vollständig zum Opfer. [Bild]

In der Schlossanlage Pillnitz steht mit dem Palmenhaus der einzige noch erhaltene Vertreter dieser Konstruktionsweise in Deutschland. Dreißig Jahre gehen an einem Bauwerk aus vergleichsweise empfindlichen Baustoffen wie Gusseisen, Holz und Glas nicht spurlos vorbei. „Die äußeren Stützen, die gleichzeitig Regenrohre waren, mussten fast komplett neu gegossen und ausgetauscht werden. Der Frost hatte in den vielen Wintern das Material stark angegriffen“, sagt Roland Puppe, Bereichsleiter Garten der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen. Das Gebäude entstand in der Regierungszeit von König Johann I. von Sachsen. Ab 1858 ließ er alte Gewächshäuser teilweise um- und neu bauen. Der König interessierte sich jedoch mehr für Literatur und Philosophie als für Botanik. „Wahrscheinlich hat König Johann das Palmenhaus in Andenken an seinen verunglückten Bruder, Friedrich August II., bauen lassen“, so Puppe. Friedrich August II. war leidenschaftlicher Botaniker und hatte die Pillnitzer Pflanzenbestände umfassend erweitert. Der historische Bepflanzungsplan des weitläufigen Schlossparks gilt seit langem als verschollen. Die verantwortlichen Gärtner mussten sich bei der Rekonstruktion der historischen Pflanzenanordnung an alte Fotografien und schriftliche Überlieferungen halten. In dem  Palmenhaus, das in Südflügel, Mittelhalle und Nordflügel gegliedert ist, gedeihen hauptsächlich so genannte Holländer und Neuholländer. Das sind Gewächse aus den ehemaligen niederländischen Kolonien in Südafrika Australien.  Die achteckige Mittelhalle ist eines der Warmhäuser und zeigt seltene Palmenarten und prachtvoll blühende Pflanzen, wie die Paradiesvogelblume, deren leuchtend gelbe Blüte einen Akzent setzt. Das Oktogon vereint sowohl die botanischen, als auch die architektonischen Highlights in sich. Die Gestaltung des Innenraums ist teilweise von viktorianischen Rundungen inspiriert, während andere Details und der klare äußere Aufbau an die Industrialisierung erinnern. So haben die Auflageflächen für Hängepflanzen die Form eines Rades dessen Speichen verspielt geschwungen sind. Im 19. Jahrhunderts wurde mit der künstlich geschaffenen Idylle eine Beschaulichkeit und Sicherheit vermittelt, die in Krisenzeiten Ruhe und Geborgenheit suggerierte. Großbritannien entwickelte sich im 18. und 19. Jahrhundert zu einer Wohlfühlinsel, auf der sich adlige und wohlhabende Gesellschaften regelmäßig in die heimischen Tropenhäuser zurückzogen, um sich der traditionellen Tea-time zu widmen.

Palmenhaus_Pillnitz2Bevor in Pillnitz der endgültige Entschluss gefasst wurde das Palmenhaus für die ursprüngliche Nutzung wieder herzurichten, erwog man auch die Einrichtung eines Café- oder besser Teehauses. „Der Vorschlag entpuppte sich schnell als nicht praktikabel. Im Winter muss man allein für die Pflanzen heizen bis das Kondenswasser von der Decke tropft und im Sommer würde man die Sonne kaum aushalten“, sagt Roland Puppe, der seit Anfang der neunziger Jahre mit dem  Palmenhausprojekt beschäftigt ist. Letztlich wurde entschieden das Palmenhaus wieder als botanisches Schauhaus einzurichten und ehemalige Wirtschaftsräume so umzugestalten, dass wechselnde Ausstellungen eingerichtet werden können.

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Weitere Infos unter:

www.schloesser-dresden.de

Bild vom Londoner Crystal Palace entnommen von:  www.prometheus-bildarchiv.de

Thema: Interviews und Veranstaltungen, Reportagen, Wissenswertes | Kommentare (0) | Autor:

JUNGE FREUNDE Jour Fixe: „Auf den Flügeln des Markuslöwen“

Mittwoch, 15. April 2009 15:16

Auf den Flügeln des Markuslöwen
Von Bellotto bis Tiepolo. Venezianische Graphik des 18. Jahrhunderts

Giovanni Battista Piranesi: Die Zugbrücke. Aus:Carceri D´Invenzione. 1761Jour Fixe: Kuratorenführung und Workshop Kaltnadelradierung!

29. April | Mittwoch | 19 Uhr – ca. 21 Uhr | JUNGE FREUNDE 3 € Materialkosten für die Radierung | Gäste 6 € | Residenzschloss Dresden, Kupferstich-Kabinett, Ausstellung 3. OG

Da in der Werkstatt nur begrenzt Platz ist, bitte anmelden bis 27.4. unter: nadja.schmieder@skd.museum


Sich mit den Blicken auf den verschlungenen Treppen eines Piranesi verirren oder
anhand der Graphiken Tiepolos Geschichten spinnen: Die venezianische Kunst des 18. Jahrhunderts verlieh der Phantasie der Betrachter sozusagen Flügel – und uns heute noch. Wir wollen in unserer Jour Fixe-Reihe erstmals nicht nur Kunst angucken, sondern selbst praktisch tätig werden: Erst gibt es eine Führung mit Kuratorin Claudia Schnitzer, dann einen Workshop Kaltnadelradierung mit Expertin Claudia Schmidt!

Das Kupferstich-Kabinett besitzt einen reichen Bestand venezianischer Graphik, der zum großen Teil schon im 18. Jahrhundert nach Dresden gelangte. In der Ausstellung zu sehen sind auch seltene Frühdrucke, kostbare Bücher und Graphikbände. Manche der Werke wirken verblüffend, leicht, fast modern, weil die Künstler in den sogenannten Capricci, assoziativen Bilderfolgen, mit akademischen Konventionen brachen und sozusagen Kapriolen schlugen – die ebenfalls für Venedig typischen Veduten dagegen stellen topographisch exakte Stadtansichten dar. Realitätsanspruch und Phantasiewelt prallen in der Kunst der Zeit aufeinander und verschwimmen in manchen Graphiken.

Nachdem wir in der Ausstellung in das Venedig des 18. Jahrhunderts abgetaucht sind, wechseln wir in die Druckwerkstatt im Schloss. Wir greifen selbst zu Druckplatte, Griffel und Farbe und stellen unsere eigenen Kaltnadelradierungen her. Das ist erstaunlich einfach und sieht dann erstaunlich toll aus – man ritzt ein Motiv in die Metallplatte, walzt diese mit der Farbe ein, reibt die überschüssige Farbe ab und schickt die Platte mit einem Blatt feinsten Papiers durch die Druckerpresse. Voilà: euer eigenes druckgraphisches Kunstwerk!

Wir freuen uns auf einen eindrucksvollen Abend! Euer JUNGE FREUNDE-Team

Thema: Ausstellungen, Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Veranstaltungstipps | Kommentare (0) | Autor:

JUNGE FREUNDE: Chemnitz

Freitag, 3. April 2009 15:37

Liebe  JUNGE FREUNDE,

mal Lust auf was anderes? Raus aus Dresden, ab nach Chemnitz!

jungefreunde_chemnitz

Wir besuchen den Jungen Freundeskreis der Kunstsammlungen Chemnitz und machen  am 18. April einen kleinen Ausflug in die schöne Nachbarstadt. Dort führt uns Kurator Thomas Friedrich  durch das Museum Gunzenhauser und die Münter-Ausstellung  . Dabei erfahren wir mehr über Geschichte und Architektur des Museums, das eine riesige Sammlung mit Werken klassischer Moderne beherbergt, darunter eine der größten Otto-Dix-Sammlungen weltweit Wir lernen in einer Sonderausstellung die Gemälde, Hinterglasmalereien und Papierarbeiten von Gabriele Münter kennen, die gemeinsam mit Wassily Kandinsky und Franz Marc zum Kreis der expressionistischen Künstlervereinigung „Der Blauer Reiter“ gehörte. Dass man jetzt so viel von ihr in Chemnitz sehen kann, ist ein echtes Highlight!

Freut euch auf einen interessanten Kultur-Samstag, bei dem man sich auch außerhalb der normalen Freundes-Treffen mal kennenlernt – und auch die Chemnitzer „Jungen Freunde“ mal beschnuppern kann.

Auch für Nicht-Mitglieder der JUNGEN FREUNDE!

Wann gehts los?

Treffpunkt: 18. April, 11.30 Uhr, Dresden Hauptbahnhof, Reisezentrum


Wir fahren um 11.55 Uhr am Hauptbahnhof (Gleis 12) in Dresden los und kommen mit dem Regional-Express eine Stunde später in Chemnitz an. In Chemnitz machen wir uns  mit dem Zug um 17.00 Uhr wieder auf den Rückweg, Ankunft in Dresden Hbf 18.02 Uhr.

Programm?

13.30 Uhr beginnt unsere Führung durch das Museum Gunzenhauser und durch die Sonderausstellung „Gabriele Münter“.

Im Anschluss wollen wir uns gern noch in ein gemütliches Café setzen, ein bisschen relaxen, reden und die Eindrücke der Ausstellung etwas sacken lassen. Wer danach noch zu frischen Taten aufgelegt ist, kann natürlich mit uns auf eine kleine Stadtentdeckungs-Tour kommen.

Kosten?

Unschlagbare 10 EURO für Junge Freunde inkl. Fahrt , Führung und Eintrittspreis.  Bezahlung  bar  am Treffpunkt (Nichtmitglieder zzgl. 3 EUR).

Lasst euch unseren ersten Kurztrip nicht entgehen!

Anmeldungen oder Fragen könnt ihr per Email an Nadja.Schmieder@skd.museum senden. Wer mitfahren will, melde sich bitte bis zum 13. April bei Nadja an. Wir freuen uns auf ein Zugabteil voller Junger Freunde…

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Blattgold. Zeitgenössische Grafik.

Montag, 30. März 2009 17:56

Blattgold. Zeitgenössische Grafik – Eine Ausstellung des Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Sächsischen Staatsministerium der Finanzen.

Special zwischendurch!

8. April | Mittwoch | 17 Uhr | JUNGE FREUNDE kostenlos | Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, Carolaplatz 1, 01097 Dresden

Achtung: Bitte am Empfang im Finanzministerium melden, bevor ihr in die Ausstellung geht!

Tilo Baumgärtel, Begegnung, 2001, Öl/Papier, 24 x 35 cm. Kunstfonds, Staatliche Kunstsammlungen Dresden.Immobilienanleihen, Wertpapiere und Aktienfonds sind im Moment ziemlich out da räumt sogar das Finanzministerium seinen beeindruckenden Innenhof  für die Kunst, denn die erweist sich jetzt als wahrer Schatz! Die Ausstellung BLATTGOLD, durch die uns Silke Wagler, Leiterin des Kunstfonds und Kuratorin der Ausstellung führt, wartet mit einer repräsentativen Auswahl zeitgenössischer Grafik auf, darunter so bekannter Künstler wie Georg Baselitz, Eberhard Havekost, Thomas Scheibitz oder Matthias Weischer. Alles graphische Gold, das hier glänzt, stammt aus der Sammlung des Kunstfonds, die seit 1992 überwiegend durch die Förderankäufe des Freistaates Sachsen zusammengetragen wurde. Diese Förderankäufe sind ein wichtiger Bestandteil der Förderung bildender Kunst in Sachsen und unterstützen in besonderer Weise das zeitgenössische Kunstschaffen in der Region und dienen der Stärkung der sächsischen Kunstlandschaft.

Die so zusammengetragenen Sammlung des Kunstfonds sind durchaus als Staatsschatz zu betrachten, ein Gedanke, auf den auch der Ausstellungstitel Bezug nimmt. Die Ausstellung BLATTGOLD vereint mehr als 70 Arbeiten von insgesamt 38 Künstlern, die eindrucksvoll Vielfalt und Breite grafischer Techniken und künstlerischer Handschriften von Holzschnitt bis Offset vor Augen führen.

Wir freuen uns auf goldene Zeiten am nächsten Mittwoch!

Das Team der JUNGEN FREUNDE

www.freunde-skd.de

Weitere Infos unter:

www.skd-dresden.de/de/ausstellungen/aktuell/blattgold.html

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Rückblick: „am allerwertesten“ – Ausstellung einer Künstlerinnengruppe

Sonntag, 8. März 2009 18:37

In der vergangenen Woche hat sich das „Institut für wahre Kunst“ der Öffentlichkeit präsentiert. Zu der Künstlerinnengruppe gehören Lysann Németh, Nina Schmidt, Elke Jänicke und Saskia Göldner. „Seit Juni 2008 experimentieren wir mit Puderzucker und Betonmischern, spenden Herzblut und zersägen die Wirklichkeit“, so kündigen sich die vier jungen Frauen in dem zur Ausstellung gehörenden Reader an. Große Worte, die die Besucher auf geheimnisvolle und umweltkritische Arbeiten hoffen ließen.

Podiumsdiskussion

Umrahmt wurde die Ausstellungswoche von verschiedenen Veranstaltungen, die den Kunstinteressierten und meist auch den Künstler selbst auf den Plan riefen. Gut zu beobachten bei der Podiumsdiskussion mit dem Thema Kunst Markt Macht Mythos. Zu dem, neben der Vernissage und Finissage, am besten besuchten Programmpunkt versammelten sich hauptsächlich Künstler aus Dresden und solche, die es gern wären. Die Diskutanten waren Jörg Stübing aus dem Buchladen „Büchers Best“, Matthias Burghardt von der Fakultät für Architektur an der TU Dresden und Jochen Deutsch, der sich als „Universaldilettant“ vorstellte, aber eigentlich in der Galerie „Treibhaus“ tätig ist. Die Moderatorin, die aus Krankheitsgründen fehlte, war tatsächlich ein Verlust. Nach einer ausgedehnten Vorstellungsrunde, die gleichzeitig zur Vorstellung der jeweiligen Thesen genutzt wurde, ging man dazu über wichtige Kunsttheoretiker wild zu zitieren. Jörg Stübing und Matthias Burghardt sahen Walter Benjamin und seine Kunstkategorien, die in dem Essay Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit 1936 erstmals erschienen, als immer noch gültig an. Mit dieser Auffassung zog man sich jedoch den Zorn der zahlreich anwesenden Dresdner Künstler zu. Jochen Deutsch versuchte nun zu vermitteln.

Weiterer Reibungspunkt waren anscheinend die verschiedenen Auffassungen was Kunst überhaupt sei. Nur wahre Kunst könne auf dem Markt bestehen. Diese müsse, wie es die drei Merkmale besagten, „neu, öffentlich und unikat sein“, so Jörg Stübing. Gerechtfertigte Zweifel, diese Dogmen auf die zeitgenössische Kunst zu übertragen, flammten schließlich auch in dem Diskutanten auf. Ihren Höhepunkt erreichte die Diskussion auf die Frage, warum Künstler überhaupt ausstellten. Provokativ konterte Matthias Burghardt: „Ist es auch noch Kunst, wenn man nicht ausstellen würde?“ Dann verstöße man ja gegen eine der drei Dogmen. Berichten nicht schon die Leiden des Jungen Werthers im Ursprung von einem schlummernden Genie, das letztlich an seiner Genialität zu Grunde geht? Im weiteren Verlauf wurde hitzig über den Geniegedanken sowohl in der Literatur, als auch in der Bildenden Kunst debattiert. Auf einen gemeinsamen Nenner kam man jedoch nicht. Kunst ohne den Marktbegriff sei nicht greifbar, hieß es auf der einen und wer sich diesem Betriebssystem verschreibe sei kein wirklicher Künstler, auf der anderen Seite. So blieb der vermeintliche Mythos des Marktes leider ein Rätsel.

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Die Finissage enthüllte schließlich die blinde Versteigerung. Die Künstlerinnen wollten feststellen wie weit die Preisvorstellungen der potentiellen Käufer und der Künstlerinnen auseinander gingen. Tatsächlich lag zwischen dem materiellen Wert für den Betrachter und die Künstlerinnen teilweise ein dreistelliger Betrag.

Saskia Göldner, eine der Künstlerinnen, resümiert: „Die Ausstellungswoche war für das erste Projekt einer jungen Künstlerinnengruppe ein Riesenerfolg. Die Messlatte lag sehr hoch, und wir haben unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Man muss bedenken, dass die meisten Künstlergruppen daher nicht lange zusammen arbeiten, weil sie bei ihren ersten Projekten auseinander brechen.“ Man darf also gespannt sein auf neue Arbeiten der Künstlerinnen. Möglicherweise sogar auf der Dresdner Ostrale, die dieses Jahr wieder im August stattfinden wird.

Weitere Informationen zur Künstlerinnengruppe und den verschiedenen Veranstaltungen unter: www.wahrekunst.com

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JUNGE FREUNDE | Unser Jour Fixe – jetzt jeden letzten Mittwoch im Monat

Montag, 23. Februar 2009 14:22

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25. Februar 2009 | Mittwoch | 19 Uhr | JUNGE FREUNDE kostenlos, Gäste 2,50 Euro | Skulpturensammlung im Zwinger | Eingang im Zwingerhof zwischen Gemäldegalerie und Wallpavillon

exklusiv für uns

Ausstellungsbesuch mit Kuratorenführung | Facetten der Moderne. Das Menschenbild im Wandel | Ausstellung der Skulpturensammlung

Eine Provokation waren die Skulpturen von Edgar Degas und Auguste Rodin Ende des 19. Jahrhunderts: Statt dem Publikum mit geschönten Idealen zu schmeicheln, konfrontier(t)en sie mit einer neuen Subjektivität, mit bewusst fragmentarischen Formen und neuen Materialien wie Gips, farbig gefasster Bronze und Textilien. Anhand der ausgestellten Skulpturen wollen wir uns auf eine rasante Zeitreise von 1880 bis heute begeben, die in Portraits, Statuetten oder abstrakten Werken einen Wandel des Menschenbilds in gut 120 Jahren Kunst erfahrbar macht. Mal spricht aus den Werken die hoffnungsvolle Utopie eines neuen Menschen, mal die Resignation angesichts von Kriegserfahrungen oder das Misstrauen in die realistische Darstellung. So spiegelt sich in den chronologisch gruppierten Werken, u.a. von Wilhelm Lehmbruck, Fritz Wotruba, Wieland Förster oder Martin Honert und Birgit Dieker auf verblüffende Weise deutsche Zeitgeschichte.

Neben den Einzelwerken macht das Zusammenspiel von Raum und Skulpturen die Ausstellung zu einem ganz besonderen Erlebnis. Wir freuen uns, dass die Räume in der Bogengalerie im Zwingerhof extra für uns am Abend geöffnet werden! Verena Schneider, die die Ausstellung mit konzipiert hat, führt uns durch die abendlich erleuchteten Räume.

http://www.skd-dresden.de/de/ausstellungen/aktuell/facetten_der_moderne.html

PS: Noch nicht Mitglied bei den JUNGEN FREUNDEN?  Jetzt auf www.freunde-skd.de anmelden, nur 24 € Jahresbeitrag zahlen und für 2009 alle Vorteile sichern: so oft ihr wollt kostenlos die 11 Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden besuchen, am riesigen Angebot an Vorträgen, Kunstgesprächen, Sonderführungen kostenlos teilnehmen, Workshops besuchen und natürlich bei unseren JUNGE FREUNDE-Veranstaltungen und unseren exklusiven Blicken hinter die Kulissen der Museen dabei sein. Außerdem bekommt ihr Einladungen zu allen Ausstellungseröffnungen (!) und werdet per Mail über das aktuelle Geschehen informiert! Ideen, was wir unbedingt mal machen sollten, Fragen oder Anregungen? Dann schreibt uns einfach: freunde@skd.museum oder besucht unsere Gruppe „Wir sind Freunde” bei Studi-VZ.

Thema: Ausstellungen, Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Veranstaltungstipps | Kommentare (0) | Autor:

artefakt | Artikelaufruf 2009

Dienstag, 17. Februar 2009 16:20

artefakt-artikelaufruf_2009

Liebe KommilitonInnen,

wir suchen für unsere dritte artefakt-Ausgabe wieder Autoren, die ihre wissenschaftlichen Aufsätze und

studentischen Beiträge bei uns einreichen möchten. Das Thema für die wissenschaftlichen Artikel soll dem Bereich der Kunstgeschichte oder angrenzenden Disziplinen entstammen, kann ansonsten aber frei gewählt werden. Ihr könnt beispielsweise eine be sonders gelungene Seminararbeit zu einem Aufsatz umformulieren. Studentische Artikel sollen das Studium der Kunstgeschichte betreffen: Beiträge über eine spannende studentische Initiative, die Praxis der Kunstvermittlung und hochschulpolitische Themen sind sehr willkommen.

Über artefakt

schafft eine Ebene, auf der studentische Ansätze in der Erforschung kunstgeschichtlicher Themen bundesweit und international vorgestellt und diskutiert werden können. Dabei wendet sich artefakt an den Ideenreichtum und den wissenschaftlichen Ehrgeiz eines jeden Studenten. Neben den wissenschaftlichen Artikeln, beinhaltet die Zeitschrift Exkurse zu kunsthistorischen Themen und weitere studentische Beiträge.

Die Redaktion ist für Vorschläge offen, und die Mitgestaltung seitens Studenten angrenzender Disziplinen ist unbedingt erwünscht. Weniger Fakten als vielmehr Fragestellungen und neue kreative Ansätze, die der

Kunstgeschichte von heute vielleicht eine neue Richtung weisen könnten, stehen im Mittelpunkt. Fragen?

Einsendung der Artikel an: info@artefakt-sz.net

Weitere Informationen und Formalia: www.artefakt-sz.net/zeitschrift/artikel.html

Einsendeschluss für die dritte Ausgabe ist der 12. April 2009

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