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artefakt #2 erscheint im Februar 2009

Montag, 16. Februar 2009 11:49

artefakt-1-2009Heidelberg (12.02.2009): Anfang Februar erscheint die zweite Ausgabe der artefakt – Studentische Zeitschrift für Kunstgeschichte. Sie enthält zum einen die sieben interessantesten und fundiertesten wissenschaftlichen Artikel, die die Redaktion aus knapp 40 Einsendungen von Studierenden der Kunstgeschichte aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien ausgewählt und mit dem wissenschaftlichen Beirat abgestimmt hat. Thematisch geht es unter anderem um die Totenmaske als Gegenstand der Kunstgeschichte (Moritz Siebert, Tübingen), um biographische Aspekte im kunstwissenschaftlichen Diskurs (Dagmar Weidinger, Wien) und um die konstruierte „neue Realismusdebatte” (Conny Becker, HU Berlin). Zum anderen wartet die Redaktion im studentischen Teil der Zeitschrift mit neuen Rubriken auf. Zu der Präsentation einer Studentischen Initiative, der Kolumne UNIversum und dem Themenblock Studiengebühren kommen die Interviewreihe „Kunsthistoriker im Beruf”, das Porträt eines Nachwuchskünstlers von der Akademie (Selene States, Karlsruhe) und Tipps und Tricks die Kunstvermittlung betreffend hinzu. artefakt konnte zudem den renommierten Künstler Walid Raad (Atlas Group) für ein Interview gewinnen. Die zweite Ausgabe steht ab 12. Februar online zum kostenlosen Download unter www.artefakt-sz.net zur Verfügung. Ab sofort können Beiträge für die dritte Ausgabe eingesendet werden (Einsendeschluss: 12. April 2009).

artefakt – Studentische Zeitschrift für Kunstgeschichte schafft eine Ebene, auf der studentische Ansätze in der Erforschung kunstgeschichtlicher Themen bundesweit und international vorgestellt und diskutiert werden können. Dabei wendet sich artefakt an den Ideenreichtum und den wissenschaftlichen Ehrgeiz eines jeden Studenten. Neben den wissenschaftlichen Artikeln, beinhaltet die Zeitschrift Exkurse zu kunsthistorischen

Themen und weitere studentische Beiträge. Die Redaktion ist für Vorschläge offen, und die Mitgestaltung seitens Studenten angrenzender Disziplinen ist unbedingt erwünscht. Weniger Fakten als vielmehr Fragestellungen und neue kreative Ansätze, die der Kunstgeschichte von heute vielleicht eine neue Richtung weisen könnten, stehen im Mittelpunkt.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Sabine Kossmann und Anika Meier:

E-MAIL:

sabine.kossmann@artefakt-sz.net

anika.meier@artefakt-sz.net

INTERNET:

www.artefakt-sz.net

BEZUG:

www.artefakt-sz.net/zeitschrift/2008-1.html

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Die JUNGEN FREUNDE | Programm | Februar 2009

Mittwoch, 11. Februar 2009 16:52

jfdskd

13. Februar 2009 | Freitag | 17 Uhr | 3 Euro (Eintritt und Führung) | Kunsthaus Dresden | Rähnitzgasse 8 | 01097 Dresden

exklusiv für uns

Ausstellungsbesuch mit Führung | „Lasst tausend Blumen blühen” – Lisl Ponger im Kunsthaus Dresden

Vielleicht ist es das Licht, vielleicht das Arrangement der Personen auf dem Foto von Lisl Ponger: Das schwarze Mädchen in dem Capitalism-T-Shirt mit den Engelsflügeln aus Plastik und der schlafende Soldat erinnern trotz ihrer Absurdität irgendwie an ein Caravaggiobildnis, wirken wie vom Altmeister der barocken Lichtführung inszeniert. Vielleicht sind es auch die Unmengen von scheinbar belanglosen, aber gleichzeitig doch unheimlichen Gegenständen, die sich neben den beiden Personen auf einem Tisch ausbreiten, die zu dieser Assoziation zwingen.

Jedenfalls möchte man wissen, was der ganze Krimskrams auf dem Tisch bedeuten soll oder warum eine Werkserie der österreichischen Künstlerin „Welchen Projektionen würde ein Emil Nolde heute erliegen?” heißt – Lisl Pongers Arbeiten machen stutzig, neugierig und regen zum Nachdenken an. Die vielen Objekte der Ausstellung, die einerseits Spuren der Kolonialzeit, aber auch Dinge, Eindrücke und Klischees aus unserer westlichen Kultur und dem heutigen Zeitalter aufgreifen, werden großflächig und gekonnt im Kunsthaus Dresden in Szene gesetzt. Neben meist großformatigen Fotografien, gibt es auch einige Installationen und einen Film, der die Arbeitsweise von Lisl Ponger verdeutlicht.

Wir laden ein zu einer exklusiven Führung mit Simone Zupfer vom Kunsthaus durch die erste große Werkschau der Künstlerin. Lasst Euch in fremde Kulturen entführen und Neues in schon Bekanntem entdecken.

http://www.artnet.de/magazine/reviews/albers/albers12-17-08.asp

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Unser Jour Fixe – jetzt jeden letzten Mittwoch im Monat

25. Februar 2009 | Mittwoch | 19 Uhr | JUNGE FREUNDE kostenlos, Gäste 2,50 Euro | Skulpturensammlung im Zwinger | Eingang im Zwingerhof zwischen Gemäldegalerie und Wallpavillon

exklusiv für uns

Ausstellungsbesuch mit Kuratorenführung | Facetten der Moderne. Das Menschenbild im Wandel | Ausstellung der Skulpturensammlung

Eine Provokation waren die Skulpturen von Edgar Degas und Auguste Rodin Ende des 19. Jahrhunderts: Statt dem Publikum mit geschönten Idealen zu schmeicheln, konfrontier(t)en sie mit einer neuen Subjektivität, mit bewusst fragmentarischen Formen und neuen Materialien wie Gips, farbig gefasster Bronze und Textilien. Anhand der ausgestellten Skulpturen wollen wir uns auf eine rasante Zeitreise von 1880 bis heute begeben, die in Portraits, Statuetten oder abstrakten Werken einen Wandel des Menschenbilds in gut 120 Jahren Kunst erfahrbar macht. Mal spricht aus den Werken die hoffnungsvolle Utopie eines neuen Menschen, mal die Resignation angesichts von Kriegserfahrungen oder das Misstrauen in die realistische Darstellung. So spiegelt sich in den chronologisch gruppierten Werken, u.a. von Wilhelm Lehmbruck, Fritz Wotruba, Wieland Förster oder Martin Honert und Birgit Dieker auf verblüffende Weise deutsche Zeitgeschichte.

Neben den Einzelwerken macht das Zusammenspiel von Raum und Skulpturen die Ausstellung zu einem ganz besonderen Erlebnis. Wir freuen uns, dass die Räume in der Bogengalerie im Zwingerhof extra für uns am Abend geöffnet werden! Verena Schneider, die die Ausstellung mit konzipiert hat, führt uns durch die abendlich erleuchteten Räume.

http://www.skd-dresden.de/de/ausstellungen/aktuell/facetten_der_moderne.html

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Zu Gast bei den Schmalfilmtagen Dresden

Montag, 19. Januar 2009 14:40

Die JUNGEN FREUNDE der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu Gast bei den Schmalfilmtagen

Besuch des Films „Passagen” von Lisl Ponger |22. Januar | Donnerstag | 21 Uhr | Motorenhalle, Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden | Eintritt 4 €

Das leise Schnurren des Projektors, das Klackern, und ein echter Film, der durch die Spulen läuft – die Leidenschaft der Schmalfilmtage gehört dem Super8- und 16mm-Film – und das nun schon zum 10. Mal! Wir freuen uns, dabei zu sein, diesem ganz besonderen Medium mal wieder in extenso frönen und mit Lisl Pongers „Passagen” einen ganz besonderen Künstlerfilm erleben zu können.

Schon um 18 Uhr sind wir noch vor der offiziellen Eröffnung zu einem Umtrunk eingeladen, bei dem es auch die Gelegenheit zum Gespräch mit den Machern der Schmalfilmtage gibt! Wer auch die Filmcompilation „Best of Festival. 10 Jahre dresdner schmalfilmtage” um 19.30 sehen will oder „Zuckerzeit” danach , zahlt als Junger Freund für die Tageskarte nur den ermäßigten Preis von 6 €!

Die Schmalfilmtage schreiben: Lisl Ponger: Passagen

Reisebilder, pittoreske Ethno-Szenen, das Abbild echter, erlebter Exotik auf Super8 Wer kennt sie nicht, die kleinen, sorgsam beschrifteten Filmspulen – Rumänien 1984, Algerien 1990 – Relikte eines kollektiven Reisefiebers. Ganze Privatfilmarchive haben wir der touristischen Neugier zu verdanken. Einen wahren Ozean an Bildern, den die Künstlerin und Filmemacherin Lisl Ponger seit nunmehr 20 Jahren behutsam zu erkunden versucht. Found Footage, die Arbeit mit bereits existierendem Bild- und Ton- material, ist dabei eine ihrer zentralen, künstlerischen Methoden. In ihren Filmessays collagiert und zersetzt Ponger das Vorgefundene virtuos, entführt und führt ein in neue, verwirrend vielschichtige Zusammenhänge. Die Bilder und Zeiten, die bekannten wie unbekannten Orte, Stimmen und Klänge reiben, stoßen und verknoten sich. Das Klischee, die Idee einer homogenen Weltsicht, strauchelt, krümmt sich, implodiert. Nicht immer klappt das beim allerersten Versuch. Doch auch das, die Fehlschläge, spart Ponger nicht aus. Wie sonst ließen sie sich finden, die Haken und Schlingen der fremden wie der eigenen Existenz.

Zum Filmprogramm wird Lisl Ponger persönlich anwesend sein.

Zu empfehlen ist auch die noch bis 8. März laufende Ausstellung „Lasst tausend Blumen blühen“ von Lisl Ponger im Kunsthaus mehr dazu bald, wir organisieren demnächst einen gemeinsamen Besuch!

Wir freuen uns auf Donnerstag – ach so: Treffen um 18 Uhr am Eingang! Bis dahin, Katharina und Nadja

PS: Noch nicht Mitglied bei den JUNGEN FREUNDEN?  Jetzt auf www.freunde-skd.de anmelden, nur 24 Jahresbeitrag zahlen und für 2009 alle Vorteile sichern: so oft ihr wollt kostenlos die 11 Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden besuchen, am riesigen Angebot an Vorträgen, Kunstgesprächen, Sonderführungen kostenlos teilnehmen, Workshops besuchen und natürlich bei unseren JUNGE FREUNDE-Veranstaltungen und unseren exklusiven Blicken hinter die Kulissen der Museen dabei sein. Außerdem bekommt ihr Einladungen zu allen Ausstellungseröffnungen (!) und werdet per Mail über das aktuelle Geschehen informiert! Ideen, was wir unbedingt mal machen sollten, Fragen oder Anregungen? Dann schreibt uns einfach: freunde@skd.museum oder besucht unsere Gruppe „Wir sind Freunde“ bei Studi-VZ.

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CHINESISCHER KRIMIABEND mit Tatort-Kommissar Jörg Schüttauf: Tod in der Festung

Mittwoch, 26. November 2008 16:50

Donnerstag,  4. Dezember, 18.30 Uhr, Tonnengewölbe im Residenzschloss, Eintritt: 5€

Am Tag zuvor dreht er noch an einer neuen Folge des „Tatort“ mit Andrea Sawatzki alias Kommissarin Charlotte Sänger in Frankfurt am Main – am 4. Dezember steht er dann bei uns auf der Bühne: Jörg Schüttauf, als Fritz Dellwo wohl einer unserer Lieblings-„Tatort“-Kommissare.  Anlässlich der Ausstellung „Goldener Drache – Weißer Adler“ im Residenzschloss im Rahmen von „China in Dresden in China“ liest er eine Kriminalgeschichte, die im alten China spielt. Die Hauptfigur Richter Di ermittelt im 7. Jahrhundert im Tang-Reich – aber seine Fälle sind verblüffend modern.

Wir freuen uns auf einen spannenden Fall und ganz großes Kino für die Ohren!

Euer JUNGE-FREUNDE-Team

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Die Dresdner Frauenkirche – Wunder aus Stein

Donnerstag, 13. November 2008 19:43

3355 Sandsteine – so nüchtern kann man die berühmteste Kuppel Dresdens beschreiben.[1] Das wird ihr allerdings keinesfalls gerecht denn sie gehört zu einem der emotionalsten Bauwerke Deutschlands. Die Rede ist vom Wahrzeichen der Elbestadt, der berühmten Frauenkirche auf dem Neumarkt, die mit ihrer monumentalen Steinkuppel die einzigartige Silhouette der vieltürmigen Stadt prägt. Als exklusiver Aussichtspunkt steht sie diesmal im Fokus der Dokumentationsreihe „Über den Dächern – Dresden, Stadt der Türme”.

Ratszimmermeister George Bähr legte 1726 den Grundstein für den prächtigen Kirchbau, der die zu klein gewordene und baufällige gotische Vorgängerkirche ablösen sollte. Der aus dem Erzgebirge stammende Baumeister hatte bis dato zwar schon an einigen Kirchbauten mitgewirkt, doch mit dem Bau der Frauenkirche erhielt sein Schaffen zweifellos eine völlig neue Dimension. Die Ansprüche an Bähr waren hoch, denn der frisch gekürte König von Polen, August der Starke, wollte „sein” Dresden mit einem prächtigen Sakralbau schmücken, um es konkurrenzfähig zu anderen Residenzen zu machen. Obwohl er selber zum Katholizismus übergetreten war, sicherte er seinen Untertanen die Religionsfreiheit zu und förderte gleichzeitig das Frauenkirchprojekt.

Zunächst plante George Bähr einen Zentralbau mit vier Ecktürmchen aus Stein und einer großen, kupfergedeckten Hauptkuppel. Da den Rat der Stadt auch damals schon Geldsorgen plagten und Kupfer ein sehr teures Material war, beschloss man nach kurzer Zeit, auch den Kuppelanlauf in Stein zu bauen. Schon zu diesem Zeitpunkt führte Bähr die Mauern stärker aus, als sie für eine Holzkuppel hätten sein müssen denn insgeheim träumte er, der gelernte Zimmermann, von einer komplett steinernen Kuppel. Nach jahrelangem Streit um die technische Machbarkeit eines solch gigantischen Projektes stimmten die Stadtväter George Bährs Plänen 1728 schließlich zu weil sie sich von der Kostengünstigkeit dieser Variante überzeugen ließen. Eine steinerne Kuppel war zwar nicht alltäglich, jedoch auch kein Novum in dieser Zeit. Ähnliche Konstruktionen kannte man damals z.B. aus Florenz oder Rom. Das wirklich faszinierende und bis heute weltweit einmalige an George Bährs Schöpfung war und ist die geschwungene Form der Frauenkirchenkuppel, die an eine Glocke erinnert und ihr so den liebevollen Namen „Steinerne Glocke” einbrachte.

202 Jahre lang trotzte die Steinerne Glocke allen Widrigkeiten und überstand sogar den Bombenhagel des II. Weltkrieges unbeschadet. Zum Verhängnis wurde ihr erst die große Hitze des Feuersturms, der nach den Luftangriffen vom 13. Februar 1945 in Dresden loderte, den Sandstein verbrannte und die Kirche zum Einsturz brachte. Erfolgreich wehrte sich die Bevölkerung zu DDR-Zeiten gegen die Räumung der Ruine. Insgeheim hofften die Menschen immer auf einen Wiederaufbau ihrer lieb gewonnenen Kirche, die zwar als Trümmerberg Mahnmal für den Frieden geworden war aber trotzdem dem Stadtbild in ihrer Schönheit fehlte. Kurz nach der Wende war die Zeit schließlich reif für den „Ruf aus Dresden”.[2] Dieser Aufruf zum Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche als ein Mahnmal und Zentrum für Frieden und Versöhnung ging um die Welt und regte Tausende zum Spenden an. Es folgten 12 hoch emotionale Jahre des Wiederaufbaus für Bauherren, Handwerker, Spender und die Dresdner Bürger. Mit modernster Technik und alter Handwerkskunst wurde das Projekt angegangen und gleichzeitig wurde versucht, so viel wie möglich Originalmaterial zu verwenden. 2005 konnte die Frauenkirche schließlich wiedergeweiht werden – dank der großzügigen Spendenbereitschaft sogar früher als geplant. Seitdem trohnt die Steinerne Glocke wieder über den Dächern des neu entstehenden Neumarktes. Weit ist ihr Glockengeläut zu hören und die Aussichtsplattform der Laterne lädt zum Aufstieg ein.

In einzigartiger Weise fügte George Bähr die Kuppel mit dem Rumpf der Frauenkirche über einen 11 m hohen, konkaven Tambourzylinder so zusammen, dass es keinerlei Unterschied mehr zwischen Dach und Wandflächen gibt. Es existiert praktisch nur eine Struktur – die Außenhaut. Lediglich die vier kleinen Glockentürme scheinen aus den Mauern des Kirchenraumes zu erwachsen um die Steinerne Glocke zu rahmen. Das barocke Wechselspiel zwischen konkavem und konvexem Schwung verleiht der Kuppel der Frauenkirche ihre außerordentliche Schönheit. Etwas eigenwillig wirkt die aufgesetzte, offene Laterne, die die 25 m hohe Kuppel abschließt und selbst noch vom Turmkreuz bekrönt wird.

Plastizität bringen schmale, lisenenartige Steinbänder, das horizontal umlaufende Fries sowie unterschiedlich große Fenster ins Spiel. Da die Kuppel enorm groß ist und somit starken Kräften standhalten muss, wurde sie – im Gegensatz zum Rest der Kirche – ausschließlich aus einwandfreiem, neuem Sandstein errichtet. Um statische Probleme vollständig auszuschließen, zog man zusätzlich acht Spannanker aus Edelstahl ein.

Ein wirkliches Erlebnis ist der Kuppelaufstieg. In 67 m Höhe hat man bei gutem Wetter eine exzellente Aussicht auf die Weiten des Elbtals, die Sächsische Schweiz und Dresden. Doch schon der Gang nach oben innerhalb der Kuppel birgt ganz eigene Reize.

Die Besteigung wird völlig separat vom Kirchenraum von der „Kuppelaufstieg Frauenkirche Dresden GmbH” durchgeführt. Zugang und Kasse befinden sich im Eingang G direkt gegenüber vom Coselpalais. Zwar sind die Eintrittspreise von 8 € für Erwachsene, 5 € für Ermäßigungsberechtigte und 20 € für Familien[3] nicht gerade knapp bemessen, trotzdem lohnt sich diese Geldanlage meiner Meinung nach sehr.

Zuerst gelangt man mit einem Fahrstuhl auf 24 m Höhe, von wo aus man seine Reise zu Fuß durch die Kuppel fortsetzt. Ein stufenlos ansteigender Wendelgang windet sich direkt zwischen Außen- und Innenkuppel in die Höhe und bietet zwischendurch durch Öffnungen in der Innenkuppel herrliche Ausblicke hinunter in die Kuppel und sogar in den Kirchenraum. Kurz bevor man diese 14% steile Rampe betritt, hat man darüber hinaus die Möglichkeit, den Kuppelmalereien von Giovanni Battista Grone, die 2004 von Christoph Wetzel wieder erschaffen wurden, auf Augenhöhe zu begegnen. Ergriffen blickt man nach oben und unten – in die Weite der Kuppel und die Weite des prächtig geschmückten Kirchenraumes – und wird mit zunehmender Höhe einfach überwältigt von der Erhabenheit dieser Kirche. Dem schlichten Wendelgang folgen noch zwei schmale, recht steile Treppen ehe man die Aussichtsplattform erreicht und seinen Blick nach Herzenslust schweifen lassen kann.

Öffnungszeiten:    März bis Oktober

Montag bis Sonnabend 10-18 Uhr

Sonntag 12:30-19 Uhr

November bis Februar

Montag bis Sonnabend 10-16 Uhr

Sonntag 12:30-16 Uhr


[1] Die Anzahl der Steine bezieht sich auf die Außenhaut der Außenkuppel (ohne Hintermauerung)

[2] Fakten zur Geschichte und technische Angaben entnommen aus: Helfricht, Jürgen: Die Dresdner Frauenkirche. Eine Chronik von 1000 bis heute, Husum 2003, 6. grundlegend aktualisierte Auflage 2006.

[3] Entnomen aus: http://www.frauenkirche-dresden.de/kuppelaufstieg.html

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MADONNA MEETS MAO – DIE PARTY

Montag, 3. November 2008 21:53

Die Jungen Freunde und Altes Wettbüro präsentieren:

MADONNA MEETS MAO – DIE PARTY

Dienstag, 18. November 2008, ab 20 Uhr, 5 EUR Eintritt, Mitglieder JUNGE FREUNDE Eintritt frei!
Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse, Dresden (Straßenbahn Synagoge, Theaterplatz)

MADONNA MEETS MAO – DIE PARTY öffnet die Ausstellung in der Kunsthalle im Lipsiusbau exklusiv am Abend und holt Musik in die Räume der Kunst: „Bodi Bill” im Live-Konzert und DJ „Studio 17″. Neben feinstem Berliner Elektropop und Dresdner DJ für die Ohren gibt es im wahrsten Sinne Großes für die Augen: Man kann einen echten Warhol sehen, in die Massenszenen Gurskys abtauchen oder die Wucht der Malerei Bacons erleben – die Ausstellung mit Werken aus der Yageo-Foundation macht’s möglich. Neben dem „Who is who” der westlichen Kunst nach 1945 zeigt die Schau auch chinesische und taiwanesische Kunst der Gegenwart und der 1920er bis 1940er Jahre: Madonna meets Mao. Wer mehr wissen will über die Werke und die Ausstellung, der schließt sich einer unserer Kurzführungen an. Und wer Lust auf einen Drink hat, ist an unserer Bar genau richtig. Wir können schon mal im Voraus versichern: Tolle Kunst, Super Musik!

Eine Veranstaltung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden MUSEIS SAXONICIS USUI e.V. und dem Alten Wettbüro, Dresden.

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ACHTUNG: WER JETZT FÜR 2009 den JUNGEN FREUNDEN des MSU BEITRITT, BEKOMMT DIE ZEIT BIS ZUM JAHRESWECHSEL GESCHENKT UND FREIEN EINTRITT ZUR PARTY! Einfach anmelden unter www.freunde-skd.de

Ausstellungen entdecken, Künstler befragen, Kontakte knüpfen, zusammen feiern, über Kunst und Kultur diskutieren,…

das sind die JUNGEN FREUNDE bis 35 Jahre!

Ihr habt freien Eintritt in alle elf Museen und deren Sonderausstellungen +++ ihr nehmt kostenlos an Vorträgen, Kunstgesprächen und Führungen teil +++ ihr bekommt Einladungen zu den Eröffnungen +++ ihr werdet per E-Mail über das aktuelle Geschehen informiert +++ ihr nehmt kostenlos an allen „WIR SIND FREUNDE“- Veranstaltungen teil +++ für nur 24 Euro im Jahr!

Thema: Ausstellungen, Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Veranstaltungstipps | Kommentare (0) | Autor:

Denkmal und Stadt. Bewahren – Vermitteln – Entwickeln. Fünf Jahre Masterstudiengang Denkmalpflege und Stadtentwicklung

Donnerstag, 30. Oktober 2008 15:35

An der TU Dresden ist vor fünf Jahren der Masterstudiengang Denkmalpflege und Stadtentwicklung eingerichtet worden. Er macht die Absolventen unterschiedlicher Fachrichtungen in einem Aufbaustudiengang mit der komplexen Wechselwirkung von Denkmalpflege und Stadtentwicklung vertraut. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels lernen die Studierenden vielfältige Entwicklungsperspektiven der Stadt kennen. Gleichzeitig bereiten wir sie auf ein breites Spektrum beruflicher Wirkungsmöglichkeiten vor.

Wir nehmen das fünfjährige Bestehen des Studiengangs zum Anlass für eine Festveranstaltung, die auf diese Schwerpunktsetzungen in Vorträgen und Gesprächen Bezug nimmt und Interessenten sowie Freunden und Förderern Gelegenheit gibt, unsere Absolventen und deren beruflichen Werdegang näher kennen zu lernen.

Wir würden uns außerordentlich freuen, wenn Sie Zeit und Interesse hätten, an unserer Veranstaltung teilzunehmen und freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Festveranstaltung

Termin: Freitag, 28. November 2008

Ort: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Schlossplatz 1, 01067 Dresden

Beginn: 11:00 Uhr

Programm:

Begrüßung

Dr. Eva-Maria Stange
Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst (angefragt)

Prof. Dr.-Ing. Rosemarie Pohlack
Sächsische Landeskonservatorin

Prof. Hermann Kokenge
Rektor der TU Dresden

Prof. Dr. Dr.-Ing. E.h. Gottfried Kiesow
Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Einführung

Dr. Ingrid Scheurmann und Prof. Dr.-Ing. Jürg Sulzer

Professur für Denkmalkunde und angewandte Bauforschung / Stiftungsprofessur Stadtumbau und Stadtforschung und Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau

Vorträge

Prof. Dr. Dr. hc. Hans Joachim Meyer, Berlin

Sächsischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst a.D.
“Braucht die Moderne keine Vergangenheit?”

— Imbiss  (ca. 13 Uhr) —

Prof. Dr. Werner Sewing, Berlin / Karlsruhe

“Mythos als Leitbild: Die europäische Stadt”

Studium und Studierende

Dr. Susanne Jaeger und Dr. Lars Scharnholz

Professur für Denkmalkunde und angewandte Bauforschung

M.Sc. Dominique Fliegler M.A.

Dipl.-Ing. Jasmin Castro-Frenzl M.Sc.

Dipl.-Ing. Gregor Herberholz M.Sc.

Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang und zur Besichtigung der Ausstellung Denkmal und Stadt. Bewahren – Vermitteln – Entwickeln.

Um Antwort wird gebeten bis zum 20. November 2008!

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Kontakt: Masterstudiengang Denkmalpflege und Stadtentwicklung

Sekretariat: Frau Peggy Torau / Email: peggy.torau@tu-dresden.de / Telefon: 0351-463 39500

Technische Universität Dresden / Professur für Denkmalkunde und angewandte Bauforschung / 01062 Dresden

www.masterstudiengang-denkmalpflege.de

Infobroschüre zum Studiengang (.pdf)

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Form und Funktion – Museen des 21. Jahrhunderts in historischen Bauten

Mittwoch, 29. Oktober 2008 13:52

Titel des Forschungsprojektes:
Form und Funktion – Museen des 21. Jahrhunderts in historischen Bauten. Ein internationaler Kongress

Projektträger:
Staatliche Kunstsammlungen Dresden und Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden

Kurzbeschreibung:
Die fortschreitende Rekonstruktion des Dresdner Residenz-schlosses bietet Anlass, über die für den Bau vorgesehene Nutzung und speziell über das spannungsvolle Verhältnis zwischen dem bereits wiederhergestellten bzw. noch wiederherzustellenden Gebäude und der darin vorgesehenen musealen Präsentation nachzudenken. Es scheint sinnvoll, das Projekt historisch wie typologisch zu klassifizieren, um Chancen und Risiken rechtzeitig zu erkennen. Zu diesem Zweck soll im Herbst 2008 ein internationales Kolloquium stattfinden, das von der TU Dresden und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gemeinsam veranstaltet wird.

Tagungs-Programm (pdf-Dokument)
Um Anmeldung wird gebeten.

Angestrebtes Ergebnis:
Kongress: 6.-8 November 2008

Finanzierung:
Drittmittelgeber, Haushaltsmittel

Projektverantwortlicher:
Herr Prof. Dr. Bruno Klein, TU Dresden
Herr Prof. Dr. Dirk Syndram, Grünes Gewölbe

Ort: Hans-Nadler-Saal, Residenzschloss Dresden

Projektmitarbeiter:
Frau Dr. des. Martina Minning, Grünes Gewölbe

Kontakt:
Martina.Minning@skd-dresden.de

Entnommen von: www.skd-dresden.de

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Like a bridge. Die Ausstellung “troubled waters” in der Gemäldegalerie Alte Meister.

Mittwoch, 1. Oktober 2008 17:20

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Das Stillleben als Darstellung der unbelebten Natur entstand als eigenständige Bildgattung im Laufe des 16. Jahrhunderts und wird derzeit in zahlreichen Veröffentlichungen und mit Ausstellungen wie beispielsweise “Die Natur der Dinge” im Frankfurter Städel, wo Werke der Zeit von 1500-1800 versammelt waren, einer Revision unterzogen.

In der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister kann zur Zeit ein interessanter Zweig künstlerischer Auseinandersetzung mit den Dingen – und dem Menschen – gesehen werden: Die Ausstellung “troubled waters” präsentiert Stilllebenfotografie von 12 bedeutenden Künstlern aus der Zeit von 1967 bis in die 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Schnell stellt sich heraus, dass der traditionelle Begriff des Stilllebens flexibel gehandhabt wird, spielt doch der Mensch in den ausgestellten Werke eine zentrale Rolle. Diese äußert sich einerseits in seiner unmittelbaren Präsenz im Bild bei Michael Schmidt, Dan Graham, Lindwien van de Ven und William Eggleston, dessen Serie der Ausstellung ihren Namen lieh. Andererseits spielen auch die wirklich stilllebenhaften Arbeiten mit der gewesenen Anwesenheit lebenden Personals. Gerade dieser implizite Protagonist verleiht den meisten Werken erst ihren Reiz, wie beispielsweise in Thomas Struths “South Lake Street Appartment 2″, wo eine massive Wohnmaschine einen mehr funktional als liebevoll angelegten Spielplatz überschattet. Auch die Fotografien (?) des “Alchemisten” Sigmar Polke überschreiten eine imaginäre Gattungsgrenze, indem sie auf ihrem Weg in die Abstraktion eine Reflexion über das bilderzeugende Material ermöglichen.

So changieren die ausgestellten Arbeiten zwischen Abstraktion und zum Teil porträthaftem Menschenbezug und erlauben zum einen anregende Einblicke in das Werk bekannter Fotokünstler, zum anderen aber stellt diese kleine Ausstellung durch ihre prägnante Werkauswahl die Frage nach Gattungsbestimmung und der generellen Möglichkeit der Kategorisierung von Kunst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 11. Januar 2009 in der Gemäldegalerie Alte Meister.

Abbildungen entnommen von: sk-dresden.de

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Der Bismarckturm auf Dresdens Räcknitzhöhe

Sonntag, 14. September 2008 20:30

„Es ist ein Vorteil des Altwerdens, dass man gegen Hass und Verleumdung gleichgültig wird, während die Empfänglichkeit für […] Liebe stärker wird.“ [1]

So beschrieb einst ein Politiker die Empfindungen während des Alterns, der auf eine Lebenszeit voller Kontroversen, Krisen und weltgeschichtlicher Ereignisse zurückschauen konnte: Otto von Bismarck war der erste Kanzler des Deutschen Reiches, der unter seinen Zeitgenossen als streitlustiger, wahnsinniger und doch als genialer Politiker galt. Trotz seiner nachhaltig zwielichtigen Bedeutung für überspanntes Deutschtum, kann er als einer der bedeutendsten Persönlichkeiten deutscher Geschichte gesehen werden. Diese außergewöhnliche Position innerhalb der Entwicklung war auch Jahre nach seinem Tod Anlass für zahlreiche Ehrungen. Bismarck wurde nicht nur in Standbildern, Historiengemälden und lyrischen Ehrungen verewigt. Am markantesten sind die 160 erhaltenen Bismarcktürme, die von 1899 bis 1911 auf dem Gebiet des damaligen deutschen Staatsgebietes gebaut wurden [2]. Die einst 240 Türme beflaggten wichtige Punkte von Städten und Landschaften in Deutschland, Polen und in der Tschechischen Republik. Nicht nur als Denkmäler im herkömmlichen Sinne geplant, sollten sie zu besonderen Anlässen als weithin sichtbare Feuersäulen fungieren und somit den „Bismarckmythos“ zum Beginn des 20. Jahrhunderts schüren [3].

In der sächsischen Landeshauptstadt findet man vier verschiedene Bismarcktürme [4]: Bekanntester ist wohl jener auf der Räcknitzhöhe im Süden Dresdens. Der Bau des am 23. Juni 1906 eingeweihten Turms, der stilistisch auf den „Standardentwurf“ von Wilhelm Kreis zurückgeht, wurde von damaligen Dresdner Studenten initiiert und mit Spenden der Stadtbevölkerung finanziert. Dieser Entwurf wurde bei 42 dieser Denkmaltürme verwendet, wobei die Kubaturen nie vorgeschrieben waren. Während der ausgehenden Kaiserzeit, der Weimarer Republik, aber speziell während des Dritten Reiches wurde der Turm nicht mehr in seinem eigentlichen Sinn genutzt. Nach der Teilung Deutschlands – man zog sogar seinen Abriss in Erwägung – wurde der Bismarckturm in “Friedensturm” umbenannt [5]. Nach der Wiedervereinigung und der Jahrtausendwende wurde der Turm in miserablem Zustand vorgefunden. Erneut waren es Dresdner Studenten, die 2003 mit der Gründung des „Bismarckturm Dresden e.V.“ den Startschuss für die Rettung und Erhaltung des Bismarckturms gaben. Die Arbeit des Vereins wurde am 30. August 2008 mit der feierlichen Eröffnung des restaurierten Turms für die Öffentlichkeit belohnt [6].

Die 23 m hohe Sandsteinsäule trohnt auf einem quadratischen Standsockel, welcher auf einer kleinen künstlichen Anhöhe sitzt. Nach einem weiteren übermannshohen und gestuften Turmsockel erhebt sich der hohe Turmkörper. Dieser nimmt etwa dreiviertel der Höhe des gesamten Bauwerks ein und spiegelt eine Art überdimensionierten, quadratischen kantonierten Pfeiler wider. An der Ostseite des Turmkörpers befindet sich ein Relief eines Adlers, der von zwei Halbsäulen eingerahmt wird. Kurz vor dem Abschluss des sich verjüngenden Turmkörpers umläuft ein Gesmisband den Bau. Auf dem Turmkörper sitzt der Turmabschluss. Beginnend mit einer konkaven Gebälkzone, schließt dieser Bereich mit einer dreistufigen Kastenarchitektur ab, bei der die dritte und überhöhte Stufe die steinerne Grenze der Aussichtsplattform bildet. Der mit Backsteinen verkleidete Innenraum, der sich aus Turmsockel und -körper zusammensetzt, ist hohl und lässt genug Raum für die Erschließungstreppen. Diese führt die Besucher zur Aussichtsplattform hinauf. Die moderne Stahltreppenkonstruktion setzt einen bewusst genutzten Kontrast zu den Überresten der ehemaligen Treppe, welche man noch heute teilweise sehen kann. Stilistisch könnte man diese Form des Bismarckturms als eine Anlehnung an romanische Festungsarchitektur verstehen. Dieser Effekt wird nicht zuletzt durch das gemischt versetzte, äußere Mauerwerk hervorgerufen [7]. Diese Formensprache schien wohl gut in die romantisierende und heroisierende Mittelaltervorstellung des nationalen Deutschverständnisses zu Beginn des letzten Jahrhunderts zu passen.

Schließlich auf der Plattform angekommen, erwartet den Besucher ein reizvolles Panorama, das bei gutem Wetter den Blick von der Sächsischen Schweiz über das entfernte Osterzgebirge bis nach Freital lenkt. In Richtung Norden erblickt man das Dresdner Stadtgebiet und man erhält ein Gefühl dafür wie sich Dresden schier unendlich als urbane Masse an der Elbe entlang schlängelt. Bei genauerem Hinsehen kann man zwei weitere Bismarcktürme erspähen. Neben dem Bismarckturm auf den Weinbergen oberhalb von Radebeul, kann man auch den Fichteturm in Dresden-Plauen erblicken.

Erreichen kann man den Bismarckturm über die Südhöhe und die Ludwig-Renn-Allee. Den Eingang findet man auf der Südseite des Turms. Der Eintritt zum Turm und für den Aufstieg ist frei und von Donnerstag bis Sonntag zwischen 10 bis 18 Uhr möglich.

Ein Blick vom Bismarckturm über das abendliche Dresden:

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[1] Zitat entnommen von: www.gedichte-garten.de .
[2] Entnommen von: www.bismarcktuerme.de .
[3] siehe [2] .
[4] Entnommen von: www.wikipedia.org .
[5] Entnommen von: www.wikipedia.org .
[6] siehe: www.bismarckturm-dresden.de .
[7] Koch, Wilfried: „Baustilkunde”; München 2006.

Thema: Über den Dächern - Dresden, Stadt der Türme, Wissenswertes | Kommentare (1) | Autor: