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Like a bridge. Die Ausstellung “troubled waters” in der Gemäldegalerie Alte Meister.

Mittwoch, 1. Oktober 2008 17:20

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Das Stillleben als Darstellung der unbelebten Natur entstand als eigenständige Bildgattung im Laufe des 16. Jahrhunderts und wird derzeit in zahlreichen Veröffentlichungen und mit Ausstellungen wie beispielsweise “Die Natur der Dinge” im Frankfurter Städel, wo Werke der Zeit von 1500-1800 versammelt waren, einer Revision unterzogen.

In der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister kann zur Zeit ein interessanter Zweig künstlerischer Auseinandersetzung mit den Dingen – und dem Menschen – gesehen werden: Die Ausstellung “troubled waters” präsentiert Stilllebenfotografie von 12 bedeutenden Künstlern aus der Zeit von 1967 bis in die 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Schnell stellt sich heraus, dass der traditionelle Begriff des Stilllebens flexibel gehandhabt wird, spielt doch der Mensch in den ausgestellten Werke eine zentrale Rolle. Diese äußert sich einerseits in seiner unmittelbaren Präsenz im Bild bei Michael Schmidt, Dan Graham, Lindwien van de Ven und William Eggleston, dessen Serie der Ausstellung ihren Namen lieh. Andererseits spielen auch die wirklich stilllebenhaften Arbeiten mit der gewesenen Anwesenheit lebenden Personals. Gerade dieser implizite Protagonist verleiht den meisten Werken erst ihren Reiz, wie beispielsweise in Thomas Struths “South Lake Street Appartment 2″, wo eine massive Wohnmaschine einen mehr funktional als liebevoll angelegten Spielplatz überschattet. Auch die Fotografien (?) des “Alchemisten” Sigmar Polke überschreiten eine imaginäre Gattungsgrenze, indem sie auf ihrem Weg in die Abstraktion eine Reflexion über das bilderzeugende Material ermöglichen.

So changieren die ausgestellten Arbeiten zwischen Abstraktion und zum Teil porträthaftem Menschenbezug und erlauben zum einen anregende Einblicke in das Werk bekannter Fotokünstler, zum anderen aber stellt diese kleine Ausstellung durch ihre prägnante Werkauswahl die Frage nach Gattungsbestimmung und der generellen Möglichkeit der Kategorisierung von Kunst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 11. Januar 2009 in der Gemäldegalerie Alte Meister.

Abbildungen entnommen von: sk-dresden.de

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Studi-Forum für Kunstgeschichte

Samstag, 26. Juli 2008 12:36

Die Studentische Zeitschrift artefakt lädt im Studentischen Forum für Kunstgeschichte zum Lesen und Diskutieren ein. Neben dem Austausch über das Studium der Kunstgeschichte, darf sich über den Kunstbetrieb, Kunst in den Medien oder ganz allgemein über die Quasselleitung unterhalten werden.
Unter der Rubrik Studium können Fragen gestellt, oder Antworten gegeben werden: Wie studieren? Was gibt es Neues zum Thema Studiengebühren oder in der Hochschullandschaft? Was passiert an den einzelnen Instituten? Mit der Rubrik Kunst und Kunstgeschichte wird die Diskussion ausgeweitet auf den Kunstbetrieb: Tipps zu laufenden Ausstellungen, Veranstaltungen, interessanten Links, Büchern, TV- und Radiobeiträgen sollen unter den Studenten ausgetauscht werden.

www.artefakt-sz.net

www.forum.artefakt-sz.net

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Die Jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Donnerstag, 17. Juli 2008 18:45

Zusammen Ausstellungen entdecken, Künstler befragen, Kontakte knüpfen, zusammen feiern, über Kunst und Kultur diskutieren,…

Du hast freien Eintritt in alle elf Dresdner Museen und deren Sonderausstellungen +++ du nimmst kostenlos an Vorträgen, Kunstgesprächen und Führungen teil +++ du bekommst Einladungen zu Sonderführungen und Eröffnungen +++ du wirst per E-Mail und/oder SMS über das aktuelle Geschehen informiert +++ du nimmst kostenlos an allen „WIR SIND FREUNDE“- Veranstaltungen teil >> für nur 24 Euro im Jahr!

Mehr zu den Vorteilen einer Mitgliedschaft bei den Jungen Freunden der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und den Mitgliedsantrag findet Ihr hier.

Demnächst findet Ihr hier im Blog von Kunstgeschichten-Dresden.de, Information und aktuelle Termine von und mit den Jungen Freunden.

Thema: Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden | Kommentare (0) | Autor:

Bernhard Fellmann – Zeichnungen und Aquarelle

Dienstag, 24. Juni 2008 9:45

Von der Michelangelostraße über die Räcknitzhöhe, hin zur Bürgerwiese beim Großen Garten, zurück zum Wasaplatz, über Strehlen nach Gruna, hinunter zur Elbe und über die Neustadt direkt weiter zum Blauen Wunder – dies sind nur einige Stationen, die man erleben kann, wenn man die Ausstellung „Bernhard Fellmann – Zeichnungen und Aquarelle“ im Dresdner Kulturrathauses besucht.

Der 1904 in Breslau geborene Architekt lebte seit 1928 in Dresden. In den Jahren seines Ruhestandes – 1976 bis ’84 – hielt er das wiedererwachte Dresden in zahlreichen Aquarellen und Zeichnungen fest. Mit seinem Personalstil, der Schärfe mit Unschärfe und Abstraktion mit Detailtreue kombiniert, zeigen Fellmanns Werke ein urbanes Gesamtportrait, dass durch verschiedenste, anekdotische Szenerien ein lebendiges Dresden wiedergibt.

In erzählenden Blicken aus dem Fenster seiner Wohnung in Zschertnitz, geben die Bilder einen dokumentarischen Einblick in Dresdens Baugeschichte in der DDR. So wird manch jüngerer Betrachter vor den Bildern eine visuelle Zeitreise in die 1980er Jahre erleben und bewundernd feststellen, dass sich in den letzten 25 Jahren einiges verändert hat. Auch das ein oder andere Lächeln wird sich nicht verhindern lassen, denn Fellmann staffierte seine Stadtansichten mit zahlreichen, amüsanten Nebendarstellern aus. So winkt dem Betrachter ein Schornsteinfeger vom Dach eines Hauses in der Priesnitzstraße und ein Brautpaar lächelt aus einem Dresdner Motel verliebt.

Fazit: Dies ist nicht nur eine Ausstellung, sondern viel mehr ein Stadtrundgang, der in den 1970er und 1980er Jahren auf die Leinwand gebannt wurde, zwischen Dokumentation und Romantik.

Weitere Einblicke:

13.05.2008 – 11.07.2008; Amt für Kultur und Denkmalschutz, Foyer 3. Etage im Kulturrathaus, Königstr. 15; Mo. bis Do. 8:00 – 17:00 Uhr, Fr. 8:00 – 15:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Der Zugang ist barrierefrei möglich (Aufzug).

Eine Ausstellung der Abteilung Denkmalschutz im Amt für Kultur und Denkmalschutz.

www.dresden.de

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