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Hannes Broecker „42 Tage unter Tage. Die Kopf-Knie-Stellung“ | Jan Brokof „Gehäuse“

Dienstag, 20. Januar 2009 19:25

42tage-hannesbroecker problemviertel1-janbrokof

Die „galerie baer – raum für aktuelle kunst” zeigt noch bis zum 27. Februar 2009 in einer Doppelausstellung von Hannes Broecker und Jan Brokof neue Arbeiten der Künstler.

Betritt man den Galerieraum, versperrt ein scheinbar auf dem Galerietresen abgelegter, neun Meter langer monumentaler Betonträger den Weg in die Ausstellung „42 Tage unter Tage. Die Kopf-Knie-Stellung”. Der Galerieraum gleicht einer Unterführung, einem Schacht, einer Höhle. Ohne Tageslicht, die Fensterfront ist mit Bretterverschlägen zugenagelt. Nicht nur der Betonträger dividiert den Raum optisch. Auch die Wand ist geteilt, oben schwarz, der Sockel zeigt sich mit verschiedenen farblichen Mustern, Formen und Symbolen in Graffitimanier ausgeführt.

Hannes Broecker arbeitet meist installativ raumgreifend, intervenierend. Er ordnet und zerstört. Ein heller, intakter Büroraum verwandelt sich in eine Baustelle, ist als Office aber weiterhin funktionsfähig. Der Künstler transformiert urbane Erfahrungen, Zeichen, Symbole mit der rebellischen Geste der Straßenkunst in den Innenraum. Farblich und in der Form komprimiert, mit Synonymen, Symbolen und Fragmenten behandelt, stellt der Künstler ein Umfeld dar, das, einmal von jeglicher Funktion entbunden, alle vorherrschenden Regeln verliert.

In „Gehäuse” bildet Jan Brokof einen Raum für Situationen und Szenen, wobei sich einige Elemente in verschiedenen Kontexten wiederholen. Er entwickelt aus früheren Arbeiten gewonnene Ansätze weiter, konzentriert sich auf bestimmte formale Aspekte und ein Formenvokabular, das rhythmisiert sowohl in Installationen als auch in Holzschnitten oder Papiercollagen eingesetzt wird. Die Collagen führen Jan Brokof zu einem von ihm angestrebten Arbeitsprozess, der ohne Zwischenschritte ausführbar ist.

Die Arbeit Melodie und Rhythmus, eine Sammlung von Zeichnungen, Collagen und Tuschen, wirkt wie ein Einblick in das Skizzenbuch des Künstlers. Tatsächlich war das Aufzeigen von Spontaneität und Schnelligkeit einer der Intentionen von Jan Brokof. Jede der Arbeiten kann als Sinneinheit einzeln oder in einem anderen Kontext stehen.

Bei der Holzschnittinstallation Problemviertel arbeitete Jan Brokof reduziert mit abstrakten Elementen, aber auch mit Figuration und Narration, ohne den Charakter einer geplant herbeigeführten Geschichte zu übernehmen. Mit seinen Motiven begibt sich Brokof auf eine neue Ebene in der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Alltag, gelöster von einem stark an den persönlichen Inhalt angelehnten Sujet.

Weitere Informationen unter: www.galerie-baer.de

galerie baer
raum für aktuelle kunst

Louisenstr. 72

Öffnungszeiten
Di | Mi 10-15
Do | Fr 12-19
Sa 12-17

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Denkmal und Stadt. Bewahren – Vermitteln – Entwickeln. Fünf Jahre Masterstudiengang Denkmalpflege und Stadtentwicklung

Donnerstag, 30. Oktober 2008 15:35

An der TU Dresden ist vor fünf Jahren der Masterstudiengang Denkmalpflege und Stadtentwicklung eingerichtet worden. Er macht die Absolventen unterschiedlicher Fachrichtungen in einem Aufbaustudiengang mit der komplexen Wechselwirkung von Denkmalpflege und Stadtentwicklung vertraut. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels lernen die Studierenden vielfältige Entwicklungsperspektiven der Stadt kennen. Gleichzeitig bereiten wir sie auf ein breites Spektrum beruflicher Wirkungsmöglichkeiten vor.

Wir nehmen das fünfjährige Bestehen des Studiengangs zum Anlass für eine Festveranstaltung, die auf diese Schwerpunktsetzungen in Vorträgen und Gesprächen Bezug nimmt und Interessenten sowie Freunden und Förderern Gelegenheit gibt, unsere Absolventen und deren beruflichen Werdegang näher kennen zu lernen.

Wir würden uns außerordentlich freuen, wenn Sie Zeit und Interesse hätten, an unserer Veranstaltung teilzunehmen und freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Festveranstaltung

Termin: Freitag, 28. November 2008

Ort: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Schlossplatz 1, 01067 Dresden

Beginn: 11:00 Uhr

Programm:

Begrüßung

Dr. Eva-Maria Stange
Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst (angefragt)

Prof. Dr.-Ing. Rosemarie Pohlack
Sächsische Landeskonservatorin

Prof. Hermann Kokenge
Rektor der TU Dresden

Prof. Dr. Dr.-Ing. E.h. Gottfried Kiesow
Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Einführung

Dr. Ingrid Scheurmann und Prof. Dr.-Ing. Jürg Sulzer

Professur für Denkmalkunde und angewandte Bauforschung / Stiftungsprofessur Stadtumbau und Stadtforschung und Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau

Vorträge

Prof. Dr. Dr. hc. Hans Joachim Meyer, Berlin

Sächsischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst a.D.
“Braucht die Moderne keine Vergangenheit?”

— Imbiss  (ca. 13 Uhr) —

Prof. Dr. Werner Sewing, Berlin / Karlsruhe

“Mythos als Leitbild: Die europäische Stadt”

Studium und Studierende

Dr. Susanne Jaeger und Dr. Lars Scharnholz

Professur für Denkmalkunde und angewandte Bauforschung

M.Sc. Dominique Fliegler M.A.

Dipl.-Ing. Jasmin Castro-Frenzl M.Sc.

Dipl.-Ing. Gregor Herberholz M.Sc.

Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang und zur Besichtigung der Ausstellung Denkmal und Stadt. Bewahren – Vermitteln – Entwickeln.

Um Antwort wird gebeten bis zum 20. November 2008!

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Kontakt: Masterstudiengang Denkmalpflege und Stadtentwicklung

Sekretariat: Frau Peggy Torau / Email: peggy.torau@tu-dresden.de / Telefon: 0351-463 39500

Technische Universität Dresden / Professur für Denkmalkunde und angewandte Bauforschung / 01062 Dresden

www.masterstudiengang-denkmalpflege.de

Infobroschüre zum Studiengang (.pdf)

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Der Rathausturm – Dresdens Größter

Freitag, 8. August 2008 20:09

Wenn man auf den Hängen des Elbtals wandert, zwischen den Weinreben des Meissner Spaargebirges hin und her schlendert und selbst während eines Spaziergangs auf dem über Pillnitz thronenden Schlossberg sieht man ihn – den Turm des Dresdner Rathauses. Wie ein riesiger, schwarzer Polstab einer übergroßen urbanen Sonnenuhr markiert dieses Bauwerk nicht nur Dresdens Mitte, sondern ist seit jeher einer der lohnensten Aussichtpunkte über die Landeshauptstadt. Grund genug diesen Turm in der Mini-Dokumentation „Über den Dächern – Dresden, Stadt der Türme“ auf Kunstgeschichten-Dresden.de vorzustellen.

Der, von 1905 bis 1910, im Zuge des Rathausneubaus, von den Architekten Karl Roth und Edmund Bräter, errichtete Turm, erreicht eine Höhe von 95,25m. Ergänzt durch die goldene Herkulesstatue von Richard Guhr besitzt der Rathausturm eine Gesamthöhe von 100,30m und ist somit Dresdens höchster Turm[1]. Ein Umstand, der dem letzten König von Sachsen Friedrich August III. missfallen haben dürfte, da er noch vor dem Baubeginn angeordnet hatte, dass der Rathausturm nicht höher, als der des Schlosses – der Hausmannturm mit 100m – sein dürfe. Ob Friedrich August diese „bürgerliche Unflätigkeit“ je auffiel, ist historisch nicht belegt. Eine kunsthistorische Beschreibung und Einordnung hingegen hätte ihn sicherlich interessiert.

Die Grundform des Turms bildet ein sich nach oben hin verjüngendes, oktogonales Prisma aus Sandstein, dessen Ecken durch flache Wandpfeiler verstärkt sind. Horizontal ist der Turm durch flache, unprofilierte Gesimse gegliedert. Wandpfeiler und Gesimse ergeben geschossweise, orthogonale Seiten – Traveen – die durch quadratische Fenster durchbrochen sind. Das siebte und achte Geschoss, heben sich nicht nur wegen ihrer gemeinsamen Höhe von den unteren Geschossen ab, sondern auch in ihrer bau- und formstrukturellen Gestaltung. Dieses Doppelobergeschoss hebt sich durch eine weitere Balustrade von dem unteren Geschoss ab. Auf jeder Seite befinden sich hohe, orthogonale Fenster, über denen jeweils noch Kleineres sitzt. Diese baugleichen Fenster lokalisieren das achte Geschoss - man kann dieses als Zwischen- oder Mezaningeschoss beschreiben. Die Ecken des Prismas werden nun nicht mehr durch flache Wandpfeiler verstärkt, sondern durch ein Zwillingspaar unkanelierter Säulen mit ionischen Kapitellen. Die Säulen tragen jeweils ein sich vom Wandniveau des Oktogons abhebendes Gebälkelement, das durch seine umlaufende Überdachung einen gelungenen Übergang zum darüber liegenden Geschoss bildet. Das neunte Geschoss des Rathausturms besitzt die Höhe der Geschosse eins bis sechs. Die Ecken werden nun wieder durch flache Wandpfeiler verstärkt, die jeweils aus den bereits erwähnten Gebälken hervorgehen. Durchleuchtet wird das neunte Geschoss durch elliptische Ochsenaugen. Das für den Besucher interessanteste Geschoss – hier befindet sich der Aussichtsrundgang – ist das zehnte bzw. elfte Geschoss des Turms. Umringt von einer weiteren Balustrade umläuft hier ein Laufgang den oktogonalen Baukörper. Auf den Kanten, die sich durch die Schnittpunkte der Balustradenseiten ergeben, befindet sich jeweils ein Figurenpaar aus Sandstein. Diese sechzehn übermannshohen Figuren wurden von den Bildhauern Peter Pöppelmann, August Schreitmüller, Bruno Fischer und Arthur Selbmann geschaffen. In wiefern Ersterer mit dem berühmten Zwingerbildhauer Matthäus Daniel Pöppelmann verwandt ist, ist nicht belegt – zumindest stammten beide aus Westfalen. Die Figuren stellen die sechzehn Tugenden Güte, Weisheit, Aufopferung, Stärke, Beharrlichkeit, Mut, Treue, Glaube, Frömmigkeit, Barmherzigkeit, Hoffnung, Liebe, Klugheit, Wachsamkeit, Wahrheit und Gerechtigkeit dar. Bis auf die beiden Figuren, die die Wachsamkeit und die Weisheit darstellen, sind alle wettergeschwärzt. Diese beiden, von der Witterung noch unversehrten Figuren, wurden in der Bombennacht am 13. Februar 1945 zerstört und erst 1999 als Repliken an ihren alten Bestimmungsort aufgestellt. Hinter den Tugenden, auf den Ecken des Geschosses befinden sich unkanelierte Halbsäulen mit ionischem Kapitel, die auf jeder zweiten Seite des Oktogons als Stützen für einen leicht gesprengten Segmentgiebel dienen. Diese überspannen nicht nur die jeweiligen Seiten und die Aus- und Eingänge zum Aussichtsrundgang, sondern auch die für den Rathausturm so charakteristischen riesigen Uhren. Zudem verhalfen diese Uhren dem Rathausturm zu seinem, eher spöttischen, Beinamen „Die Eule“. Dieser ist gar nicht so verkehrt, denn wenn man zum Beispiel bei Nacht vom Bismarkturm auf der Räcknitzhöhe in Richtung Stadtzentrum schaut, könnte man durchaus den Eindruck von einer gigantischen Eule mit großen, leuchtenden Augen bekommen. Zuletzt soll nun die Turmhaube des Rathausturms beschrieben werden. Der Terminus, der diese Form einer Turmhaube am besten beschreibt, ist der der Glockenhaube [2]. Diese Glocke beherbergt unter dem Dachstuhl, innerhalb ihres „Wolms“, noch zwei Dachgeschosse. Getrennt sind diese beiden Dachgeschosse durch ein umlaufendes Gesims. Das untere Dachgeschoss wird auf den Seiten, unter denen sich die großen Uhren befinden, durch den beschriebenen Segmentgiebel unterbrochen. Zusätzlich sind beiden Dachgeschosse mit Tonnengauben, deren Fensteröffnungen elliptisch sind, durchfenstert. Auf der „Haupe“, der Glockenhaube, befindet sich der berühmte goldene Rathausmann Richard Guhrs, der diesen aus goldenem Kupferblech fertigte. Die Statue zeigt eine im Contrapost stehenden muskulösen, männlichen Akt, der mit seinem entspannten Arm ein mit der Öffnung zum Boden hingewandtes Füllhorn hält und mit dem angespannten Arm einen zeigenden, fast segnenden Gestus vollführt. Der volle Bart und das wellige Haar des Rathausmannes geben ein starres aber gezielt schauendes Gesicht frei, dessen Haupt eine Krone ziert. Die kunst- und architekturhistorische Einordnung wird in manchen Quellen als Übergangsstil beschrieben. Dies wird klar wenn man die verschiedensten baudekorativen Formelemente wie Säulen, Giebel und die Dachform betrachtet. Diese finden ihre Vorbilder klar in der römischen Antike und in der Stilistik des ausgehenden Barock. Soweit die Beschreibung des Bauwerks.

Den „Eingang in die Höhe“ findet man, wenn man die Kreuzstraße in Richtung Altmarkt einbiegt und rechterhand durch das erste rundbogige Portal in den dritten der sechs Lichthöfe des Rathauses gelangt. Nach wenigen Schritten erreicht man auch schon den Aufzug – Zeit genug den ersten Blick am wettergeschwärzten Sandstein hinauf zu wagen. Nach kurzem Warten öffnet sich die Aufzugstür und man gelangt zunächst in den siebten Stock des Turms. Dort erwartet einen das Turmpersonal, welches die Tickets zum Aussichtsrundgang für den kleinen Unkostenaufwand zwischen 1,70€ und 3,00€ bereithält. Danach gelangt man über eine kleine Treppe zum zweiten Aufzug, der einen nun in eine Höhe von 68m hinauffährt. Oben angekommen eröffnet sich ein atemberaubender Blick über das gesamte Elbtal – bei gutem Wetter kann man sogar die Festung Königstein im Elbsandsteingebirge und auf der anderen Seite die Spitzen der Meissner Domtürme erkennen. Und selbst die wuselnde und geschäftige „Elbmetropole“ direkt unter dem Turm bietet von oben einen visuellen Rundflug über ihre Dächer. Ein besonderes Highlight ist es, den Rathausturm während der Adventssonntage zu erklimmen, da man so einen noch eindrucksvolleren Blick über das nächtliche Dresden erhält.

Öffnungszeiten: 20. März bis 31. Oktober, täglich von 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass 17.30 Uhr)

Lageplan:

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[1] Löffler, Fritz: „Das Alte Dresden – Geschichte seiner Bauten“, 16. Auflage, Leipzig 1981.

[2] Koch, Wilfried: „Baustilkunde“; München 2006.

Thema: Über den Dächern - Dresden, Stadt der Türme, Wissenswertes | Kommentare (0) | Autor:

Bernhard Fellmann – Zeichnungen und Aquarelle

Dienstag, 24. Juni 2008 9:45

Von der Michelangelostraße über die Räcknitzhöhe, hin zur Bürgerwiese beim Großen Garten, zurück zum Wasaplatz, über Strehlen nach Gruna, hinunter zur Elbe und über die Neustadt direkt weiter zum Blauen Wunder – dies sind nur einige Stationen, die man erleben kann, wenn man die Ausstellung „Bernhard Fellmann – Zeichnungen und Aquarelle“ im Dresdner Kulturrathauses besucht.

Der 1904 in Breslau geborene Architekt lebte seit 1928 in Dresden. In den Jahren seines Ruhestandes – 1976 bis ’84 – hielt er das wiedererwachte Dresden in zahlreichen Aquarellen und Zeichnungen fest. Mit seinem Personalstil, der Schärfe mit Unschärfe und Abstraktion mit Detailtreue kombiniert, zeigen Fellmanns Werke ein urbanes Gesamtportrait, dass durch verschiedenste, anekdotische Szenerien ein lebendiges Dresden wiedergibt.

In erzählenden Blicken aus dem Fenster seiner Wohnung in Zschertnitz, geben die Bilder einen dokumentarischen Einblick in Dresdens Baugeschichte in der DDR. So wird manch jüngerer Betrachter vor den Bildern eine visuelle Zeitreise in die 1980er Jahre erleben und bewundernd feststellen, dass sich in den letzten 25 Jahren einiges verändert hat. Auch das ein oder andere Lächeln wird sich nicht verhindern lassen, denn Fellmann staffierte seine Stadtansichten mit zahlreichen, amüsanten Nebendarstellern aus. So winkt dem Betrachter ein Schornsteinfeger vom Dach eines Hauses in der Priesnitzstraße und ein Brautpaar lächelt aus einem Dresdner Motel verliebt.

Fazit: Dies ist nicht nur eine Ausstellung, sondern viel mehr ein Stadtrundgang, der in den 1970er und 1980er Jahren auf die Leinwand gebannt wurde, zwischen Dokumentation und Romantik.

Weitere Einblicke:

13.05.2008 – 11.07.2008; Amt für Kultur und Denkmalschutz, Foyer 3. Etage im Kulturrathaus, Königstr. 15; Mo. bis Do. 8:00 – 17:00 Uhr, Fr. 8:00 – 15:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Der Zugang ist barrierefrei möglich (Aufzug).

Eine Ausstellung der Abteilung Denkmalschutz im Amt für Kultur und Denkmalschutz.

www.dresden.de

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STEPS of TIME – Zeitgenössische Kunst aus Aserbaidschan, 13.06. – 20.07.2008

Donnerstag, 12. Juni 2008 18:02

Im Rahmen des Kulturprogramms des Jahres von Aserbaidschan in Deutschland 2008 zeigen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine Ausstellung, die einen kleinen Einblick in die aserbaidschanische Kunst von der Sowjetzeit bis zur Gegenwart vermitteln möchte.

»Steps of Time« führt in drei kleinen Kapiteln verschiedene inhaltliche und formale Aspekte künstlerischen Schaffens zusammen. Am Beginn steht die Malerei, die in einigen Bildern der älteren Künstlergeneration exemplarisch vorgestellt wird. Unter der sowjetischen Herrschaft entwickelte sich trotz kultureller Repression eine Malerei mit landestypischen Merkmalen. In ihr vereinen sich die farbenfrohe Ornamentik der in Aserbaidschan traditionell bedeutenden Teppichkunst und Elemente der mittelalterlichen Miniaturmalerei mit neoabstrakten und neoexpressiven Strömungen in der internationalen Kunst der 1960er bis 1980er Jahre. Für das Projekt »UdSSR-Remix« haben einige Künstler ihre zwiespältigen Erinnerungen an die Sowjetunion zum Gegenstand einer künstlerischen Analyse gemacht.

Die sichtbaren und unsichtbaren Hinterlassenschaften des Sowjetregimes geben Hinweise auf persönliche Schicksale und kollektive Erfahrungen, die bis heute nachwirken. Schließlich richtet sich der Fokus auf die junge Kunstszene, die ganz selbstverständlich im internationalen Kontext agiert. Viele der aktuellen Arbeiten kreisen um Fragen der nationalen Identität und Tradition und verweisen auf die radikalen ökonomischen und gesellschaftlichen Umwälzungen im Zuge des politischen Wandels seit der Unabhängigkeit Aserbaidschans. Doch verhandelt werden nicht nur lokale oder regionale Spannungsfelder, sondern auch interkulturelle Erfahrungen, die für die jungen Künstler in Baku ebenso relevant sind wie in Moskau, London oder Berlin.

Öffnungszeiten: täglich 10–18 Uhr,
dienstags geschlossen

Besuchereingang: Residenzschloss,
Sophienstraße, 2. Obergeschoss

Eintritt: 3 EUR, ermäßigt 2 EUR,
Gruppen (ab 10 Personen) 2,50 EUR p.P.

Information und
Anmeldung von Führungen:

Tel. +49-(0)351-49 14 20 00
Fax +49-(0)351-49 14 20 01
besucherservice@skd-dresden.de
www.skd-dresden.de
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Thema: Ausstellungen, Die jungen Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden | Kommentare (0) | Autor:

Ein gerechter Platz für Friedrich August den Gerechten

Samstag, 7. Juni 2008 14:38

Der erste König Sachsens, Friedrich August der Gerechte, hat seine letzte Reise angetreten. Seit dem 29. Mai hat die Bronzeplastik von dem Bildhauer Ernst Rietschel einen neuen Standort zwischen der Hofkirche und der Freitreppe zur Brühlschen Terrasse.

Nachdem das Monument seit 1843 zunächst im Zwingerhof errichtet wurde, musste es wegen der 1924 begonnen Restauration des Zwingers einige Standortwechsel über sich ergehen lassen. 1929 probeweise vor dem Mittelrisalit der Gemäldegalerie postiert, beschloss man 1930 seine Versetzung vor das Japanische Palais. Erst zur Ehrung Rietschels an seinem 200. Geburtstag vor vier Jahren rückte die Plastik, die neben dem Japanischen Palais an einem „unauffälligen und seines Wertes unwürdigen Ort“ gestanden habe, so Prof. Dr. Ingo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste, wieder in den Blickwinkel der Dresdner Kunstkreise. „Die Beseitigung des Reiterdenkmals für König Albert im Jahre 1952 und die Zerstörung 1956 ermöglichte auf dem leeren Schlossplatz vor dem Ständehaus eine angemessene Aufstellung“, sagt der Architekt Klaus F. W. Tempel. Dort ist die nachdenklich thronende Statue des Königs nach monatelanger Restauration nun wieder zu bestaunen. (…)

Mehr zur Statue des ersten Königs von Sachsen erfahren Sie im Report auf kunstgeschichten-dresden.de

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