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Mit Fortuna übers Meer. Sachsen und Dänemark – Ehen und Allianzen im Spiegel der Kunst (1548-1709)

Mittwoch, 26. August 2009 23:02

GaleereEine Ausstellung des Grünen Gewölbes der Staatlichen
Kunstsammlungen Dresden und der Königlichen Sammlungen
Schloss Rosenborg, Kopenhagen
Residenzschloss Dresden
24. August 2009 bis 4. Januar 2010

Mit einer großangelegten gemeinsamen Ausstellung erinnern die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Königlichen Sammlungen von Schloss Rosenborg in Kopenhagen an eine in der europäischen Geschichte bedeutsame politische Allianz zwischen Sachsen und Dänemark, die 1709 mit einem nicht weniger als einen Monat dauernden Staatsbesuch des dänischen Königs Frederik IV. am Hofe August des Starken einen letzten Höhepunkt erlebte.
Zu diesem Zeitpunkt bestand die Allianz bereits seit fast zwei Jahrhunderten. Sie wurde im Jahr 1548 mit der Eheschließung zwischen Herzog August, dem späteren Kurfürsten von Sachsen, und der dänischen Prinzessin Anna begründet. Drei weitere prachtvoll zelebrierte Hochzeiten folgten im Verlauf des 17. Jahrhunderts und festigten die dynastischen Bande zwischen den beiden zu der Zeit wichtigsten protestantischen Höfen Europas. Die Ausstellung „Mit Fortuna übers Meer. Sachsen und Dänemark – Ehen und Allianzen im Spiegel der Kunst (1548-1709)“ führt rund 250 hochkarätige Exponate zusammen, die den regen kulturellen Austausch zwischen den Höfen in Dresden und Kopenhagen illustrieren. Zudem dokumentieren sie eindrücklich die sächsisch-dänischen Eheschließungen der Jahre 1548, 1602, 1634 und 1666. Besonderes Augenmerk legt die Ausstellung auf die Prinzessinnen, durch die der Kulturaustausch besonders gefördert wurde.

Mehr als die Hälfte der erlesenen Exponate stammen aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, namentlich dem Grünen Gewölbe und der Rüstkammer, es sind aber auch das Kupferstich-Kabinett, der Mathematisch-Physikalische Salon, das Kunstgewerbemuseum, das Münzkabinett, die Gemäldegalerie Alte Meister und die Skulpturensammlung mit Kunstwerken beteiligt. Etwa 100 Werke sind aus den Königlichen Sammlungen von Schloss Rosenborg zu sehen. Weitere dänische Leihgeber sind unter anderem Schloss Frederiksborg, das Nationalmuseum in Kopenhagen und die Königliche Bibliothek.
Hochkarätige Kunstwerke aus Renaissance und Barock zeugen noch heute vom prachtvollen Kunstbesitz der sächsisch-dänischen Paare, den reichen Mitgiften der Bräute und den ausgetauschten Geschenken. Exquisite Objekte der Schatzkunst dokumentieren den hohen Standard fürstlicher Sammelleidenschaft und höfischer Repräsentation. Zur Vielzahl der gezeigten Werke gehören bedeutende Gemälde, wertvolle Schmuckstücke, filigrane Elfenbeindrechseleien, MMedaillen und Gläser, aber auch fürstliche Werkzeuge, Prunkwaffen und höfische Gewänder. Eine Auswahl bisher noch nie gezeigter Zeichnungen führt dem Besucher das Fest von 1709, wie anfangs erwähnt, anschaulich vor Augen.

Vom 13. Februar bis 24. Mai 2010 wird die Ausstellung in leicht veränderter Form in Schloss Rosenborg gezeigt. Es erscheint ein Katalog im Deutschen Kunstverlag München/Berlin, hrsg. von Jutta Kappel und Claudia Brink (ISBN 978–3–422–06909–1).

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft I.M. Königin Margrethe II. von Dänemark und des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland Prof. Dr. Horst Köhler und wird von I.M. Königin Margrethe II. von Dänemark zusammen mit I.K.H. Prinzessin Benedikte und Ministerpräsident Stanislaw Tillich eröffnet.

Besucherinformationen:
Öffnungszeiten
bis 20. September 2009: täglich 10 bis 18 Uhr
ab 21. September 2009: täglich 10 bis 18 Uhr, dienstags geschlossen

Eintrittspreise (auch gültig für das Neue Grüne Gewölbe, die Ausstellung des Münzkabinetts im Hausmannsturm sowie weitere Sonderausstellungen, außer Historisches Grünes Gewölbe):
Eintrittspreis normal: 10,00 Euro
Eintrittspreis ermäßigt: 7,50 Euro
Kinder bis 6 Jahre: frei
Kinder und Jugendliche 6 bis 18 Jahre: 1,00 Euro
Gruppen ab 10 Personen: pro Person: 9,00 Euro

Informationen und Anmeldung von Führungen:
Telefon: 0351-49 14 2000
E-Mail: besucherservice@skd.museum

Artikel entnommen von: www.skd-dresden.de

Bild: Galeere mit Darstellungen aus der antiken Mythologie, Ende 16. Jhd., Grünes Gewölbe

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„Mit dem Fahrrad zur Milchstraße – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Hoffmann“ – Ein Einblick.

Samstag, 25. Juli 2009 17:21

milchstraße

Three, two, one! Lift off! – Und los geht’s zur Milchstraße, vorbei an mit Pfeilen schießenden Amazonen, futuristischen Wandbehängen aus Carbon und Edelstahl, entlang hunderter Nägel, mitten durch optische Täuschungen und tanzende nackte Rentner, weiter zu einer jungen Frau, die Wasser schlürft auf dessen Oberfläche sich ihr Antlitz spiegelt, kurzer Stopp zum Tastendrücken und Bilderbewegen, über die Sternenstaubwolke zurück zur Erde. – Wahnsinn!

Wer sich jetzt leicht verwundert fragt was der Autor dieses Artikels eigentlich sagen will, fragt zu Recht. Dieser, nahezu dadaistisch wirkende, Schachtelsatz versucht die ersten Reaktionen des Autors auf die soeben besuchte Ausstellung “Mit dem Fahrrad zur Milchstraße – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Hoffmann” im Dresdner Lipsiusbau zu beschreiben. Seit dem 20. Juni 2009 kann diese, im wahrsten Sinne des Wortes, bunte Mischung aus Malerei, dynamischen sowie interaktiven Installationen, Videokunst, Fotografie, Skulptur und Modellen besucht und bewundert werden. Eine illustre Schau, deren Bandbreite zahlreiche künstlerische Gattungen umspannt. Ähnlich facettenreich sind die verschiedenen Stile und Künstler, die in den vergangenen 40 Jahren zusammengetragen wurden und nun den Besuchern gegenüberstehen. Unter den ausgewählten Stücken zahlreicher nationaler und internationaler Künstler finden sich Werke von Größen wie Frank Stella, Andy Warhol und Matthew Ritchie, die die Originalität der in Berlin beheimateten Sammlung des Ehepaars Erika und Rolf Hoffmann unterstreichen und auszeichnen. Eine weitere Besonderheit ist die Konzeption der Ausstellung, die eigens von der Sammlerin Erika Hoffmann-Koenige, welche die Sammlung seit 2001 alleine fortführt, entwickelt wurde. So bekommt man einen intimen Einblick in die Beziehung der Besitzerin zu ihrer Kunst. Ergänzt durch die Möglichkeit mittels Fußpedalen manches Werk in Bewegung zu versetzen bleibt der Besucher nicht hinter der Wand des Betrachtens stehen, sondern kann sich als Teil des Werks fühlen. All dies bildet nur einen ersten Eindruck der Ausstellung; jedoch sollte dieser ausreichen, um für eine Reise durch die Milchstraße und zurück zu begeistern. Also, in den Sattel und losgeradelt!

Mit dem Fahrrad zur Milchstraße – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Hoffmann

20. Juni bis 20. September 2009

Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse, Georg-Treu-Platz 2

www.skd-dresden.de

www.sammlung-hoffmann.de

Titelbild: Richard Phillips, Origins of the Milky Way, 1998/ Öl auf Leinwand. | Andreas Gosch, Lipsius Drillinge, 2009/ Fotografie.

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Carl Gustav Carus – Natur und Idee

Freitag, 3. Juli 2009 11:07

Carl Gustav Carus - Natur und IdeeWenn man über Carl Gustav Carus sprechen oder schreiben möchte, wird es einem schwer fallen die Attribute geniereich oder universalgelehrt zu vermeiden. Wie kaum einer seiner Zeitgenossen schaffte es Carus innerhalb seines Schaffens die beiden Stiefschwestern Wissenschaft und Kunst zu vereinen und zu einem Höhepunkt zu führen. Carus, der als Mediziner seit 1814 in Dresden tätig war, beschäftigte sich schon früh mit der Malerei und hinterließ ein beachtliches Œuvre, welches seinen romantischen Blick für die Natur und die Dinge in ihr zeigt.[1] Seit dem 26. Juni 2009 kann dieses in den Räumen der Galerie Alte Meister und denen des Kupferstich-Kabinetts Dresden begutachtet werden. Bereits einen Tag eher hatten Mitglieder der K-DD-Redaktion die Gelegenheit die Ausstellung „Carl Gustav Carus – Natur und Idee“, im Rahmen der feierlichen Eröffnung zu besuchen und einen umfassenden Einblick in das Schaffen des homo universalis Carus zu gewinnen.

Den Besucher erwartet ein gelungener Querschnitt durch die zahlreichen Motive und Perspektiven mit denen Carus dem Betrachter unter anderem zu den Küsten Italiens, Rügens und zu den Pillnitzer Elbhängen führt. Den rund 250 Werken von Carus sind zahlreiche Gemälde anderer zeitgenössischer Maler wie Johann Christian Clausen Dahl und vor allem Casper David Friedrich gegenübergestellt[2]. Eine mit Hintergedanken zusammengestellte Auswahl – denn speziell zu Friedrich bestand eine schöpferische und gegenseitig künstlerisch fruchtbare Freundschaft[3]. So wirkt es kaum verwunderlich, dass zahlreiche Gemälde Carus’ eine gewisse Spur des „friedrichschen“ Werks besitzen. Den Darstellungen des aufbrausenden Meeres, welches wenige Momente später ruhend und friedlich scheint, gebührt eine ebenso besondere Stellung wie den sakralen Architekturdarstellungen und romantischen Szenen, die Mensch und Natur in Einklang zeigen. Auch spiegelt sich in zahlreichen Ausstellungsstücken die Begeisterung Carus’ für Lichtreflexion und Wolkenkonstellationen wider. So ist auf manchem Gemälde der sanfte Schein des Mondes zu finden, der zaghaft die auf die nächtliche Küste zuschwebenden Wolkenberge berührt. Zahlreiche medizinische Exponate und Instrumente sowie die mannigfaltigen anatomischen Studien- und Skizzenblätter, die obligatorisch für das Schaffen Carus’ als Arzt sind, runden die Ausstellung ab. Ein lohnenswerter Programmpunkt für jeden Dresdenbesuch und eine grandiose Möglichkeit das Schaffen eines Mannes zu erfahren, der es in gekonnter Manier verstand Körper und Seele seiner Zeitgenossen zu heilen. Fazit: Mehr als sehenswert!

Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts und der Galerie Neue Meister in Zusammenarbeit mit der Alten Nationalgalerie Berlin.
Residenzschloss Dresden und Semperbau am Zwinger
26. Juni bis 20. September 2009

Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten wurde der Direktor des Kupferstich-Kabinetts, Prof. Dr. Wolfgang Holler gen Weimar verabschiedet. Die K-DD-Redaktion sowie die Kunstgeschichtsstudierenden der TU Dresden danken Herrn Holler für sein Lehrengagement und seine mitreißende Art. Viel Erfolg und Bis bald.

Weitere Informationen: www.skd-dresden.de

[1] Jansen, Elmar: Carl Gustav Carus; Dresden, 1986.

[2] http://www.skd-dresden.de/de/ausstellungen/aktuell/Carus_Natur_und_Idee.html

[3] Howoldt, Jenns E.: Von Caspar David Friedrich zu Carl Gustav Carus : Landschaftsmalerei zwischen ästhetischer Autonomie und wissenschaftlichem Anspruch; 2002. In: Expedition Kunst – Die Entdeckung der Natur von C.D. Friedrich bis Humboldt; Hamburg, 2002, S. 9 – 17.

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STEPS of TIME – Zeitgenössische Kunst aus Aserbaidschan, 13.06. – 20.07.2008

Donnerstag, 12. Juni 2008 18:02

Im Rahmen des Kulturprogramms des Jahres von Aserbaidschan in Deutschland 2008 zeigen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine Ausstellung, die einen kleinen Einblick in die aserbaidschanische Kunst von der Sowjetzeit bis zur Gegenwart vermitteln möchte.

»Steps of Time« führt in drei kleinen Kapiteln verschiedene inhaltliche und formale Aspekte künstlerischen Schaffens zusammen. Am Beginn steht die Malerei, die in einigen Bildern der älteren Künstlergeneration exemplarisch vorgestellt wird. Unter der sowjetischen Herrschaft entwickelte sich trotz kultureller Repression eine Malerei mit landestypischen Merkmalen. In ihr vereinen sich die farbenfrohe Ornamentik der in Aserbaidschan traditionell bedeutenden Teppichkunst und Elemente der mittelalterlichen Miniaturmalerei mit neoabstrakten und neoexpressiven Strömungen in der internationalen Kunst der 1960er bis 1980er Jahre. Für das Projekt »UdSSR-Remix« haben einige Künstler ihre zwiespältigen Erinnerungen an die Sowjetunion zum Gegenstand einer künstlerischen Analyse gemacht.

Die sichtbaren und unsichtbaren Hinterlassenschaften des Sowjetregimes geben Hinweise auf persönliche Schicksale und kollektive Erfahrungen, die bis heute nachwirken. Schließlich richtet sich der Fokus auf die junge Kunstszene, die ganz selbstverständlich im internationalen Kontext agiert. Viele der aktuellen Arbeiten kreisen um Fragen der nationalen Identität und Tradition und verweisen auf die radikalen ökonomischen und gesellschaftlichen Umwälzungen im Zuge des politischen Wandels seit der Unabhängigkeit Aserbaidschans. Doch verhandelt werden nicht nur lokale oder regionale Spannungsfelder, sondern auch interkulturelle Erfahrungen, die für die jungen Künstler in Baku ebenso relevant sind wie in Moskau, London oder Berlin.

Öffnungszeiten: täglich 10–18 Uhr,
dienstags geschlossen

Besuchereingang: Residenzschloss,
Sophienstraße, 2. Obergeschoss

Eintritt: 3 EUR, ermäßigt 2 EUR,
Gruppen (ab 10 Personen) 2,50 EUR p.P.

Information und
Anmeldung von Führungen:

Tel. +49-(0)351-49 14 20 00
Fax +49-(0)351-49 14 20 01
besucherservice@skd-dresden.de
www.skd-dresden.de
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

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